Rhein Fire: Endlich Spannung, doch Jonathan Scott verletzt

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Dass sich im Estadio Balear mehr Football-Fans tummeln würden als eine Woche zuvor, als Rhein Fire in Florenz vor nur 93 Zuschauern mit 66:14 gewann, war zuvor schon klar. Ob die Verlegung des Auswärtsspiels bei den London Warriors aus der britischen Hauptstadt nach Palma de Mallorca aber ein Gewinn war, was Publicity oder gar wirtschaftlichen Gewinn angeht, sei aber mal dahingestellt. Das Stadion auf der Urlaubsinsel fasst rund 5500 Zuschauer. Fakt ist, dass eine recht große Anzahl der Plätze freigeblieben ist. Schade ist das allemal, denn die Fans, darunter erneut zahlreiche Anhänger der Duisburger Footballer, sahen ein endlich mal spannendes Spiel in der American Football League Europe, das mit 40:30 (13:10, 7:13, 10:7, 10:0) an die Rheinländer ging.

Bitter nur: drei Minuten vor dem Ende schied Jonathan Scott, der erfolgreichste Runningback der Liga in dieser Saison, verletzt aus. Nach einem Tackle fasste er sich ans linke Knie. Ausgerechnet jetzt wird es ernst: Die reguläre Saison ist beendet, die Play-offs stehen vor der Tür. Am Sonntag um 18 Uhr empfängt Rhein Fire die Mannschaft der Wroclaw Panthers – allerdings im Stadion Niederrhein in Oberhausen, da der MSV Duisburg am kommenden Wochenende ebenfalls daheim spielen wird. Ohne Scott würde diese Aufgabe gleich ein ganzes Stück schwieriger werden.

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Es war ein ordentliches Spiel aus Sicht von Rhein Fire, das erstmals seit langem nicht die Gelegenheit hatte, die Zweitbesetzung in der zweiten Spielhälfte aufs Feld zu schicken. Allerdings zeigte sich über das Spiel verteilt eine altbekannte Schwäche in dieser Saison: die Weinroten leisten sich zu viele Fouls. Das Spiel wäre für die Rheinischen beinahe mit einem „Big Play“ losgegangen, doch Receiver Harlan Kwofie konnte einen langen Pass von Quarterback Kenji Bahar so gerade eben nicht fangen. Danach leisteten sich die Duisburger einen Raumverlust, der bei einem Punt nur deswegen nicht zu einem Safety und damit zu zwei Punkten für London führte, weil sich die Warriors den Spielzug durch einen Fehler, es standen zwölf Spieler auf dem Feld, selbst zunichte machten.

Alles zu Rhein Fire:

Danach war das Ganze ein Hin und Her. Mal lag London vorne, beim 13:10 kurz vor Ende des ersten Viertels dann Rhein Fire. Und so ging es weiter. Die knappe Pausenführung konnten die Briten, die sich im Saisonverlauf stetig verbessert haben, nicht nutzen. Zwar bekamen die Warriors in Hälfte zwei als erste den Ball, dennoch gelang Fire der 23:23-Ausgleich nach einem Field Goal von Sebastian van Santen. Nun aber legten die Duisburger stets vor, während London dran blieb. Als Sebastian van Santen 70 Sekunden vor dem Ende erneut ein Field Goal verwandelte, war das nicht nur die erste „Two-Score-Führung“ der Rheinländer, sondern auch die Entscheidung in diesem Spiel.

Die Statistik:

Touchdowns: Harlan Kwofie (2), Giacomo De Pauli, Jonathan Scott, Tim Sauerland; Field Goals: Sebastian van Santen (2); Zusatzpunkte: Sebastian van Santen (4).