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Uni Gießen stellt Strafantrag wegen Hausbesetzung
Gießen. Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat Strafantrag wegen der Besetzung eines Hauses an der Hein-Heckroth-Straße gestellt. Das teilte die Hochschule am Sonntagnachmittag mit. Selbsterklärte Antifaschisten und andere Linke hatten die jahrelang von der Hochschule genutzte und zuletzt leerstehende Immobilie am Samstagmittag in Beschlag genommen und darin ihr sogenanntes Freitraumhaus eröffnet. Das Gebäude soll aus der Verwaltung der JLU an den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen abgegeben werden, wie die Universität erläutert.
Eine Sprecherin der Hausbesetzer warf der Hochschule am Samstag vor Dutzenden Demonstranten vor, die Immobilie verkommen zu lassen. Diese Besetzung sei „erst der Anfang“. JLU-Präsidentin Katharina Lorenz lud Hausbesetzer noch für Samstag zu einem Gespräch in der Sache ein. In dem Gespräch am Nachmittag habe sie mit der Kanzlerin der Hochschule eine fünfköpfige Abordnung der Hausbesetzer auf massive Sicherheitsrisiken im Haus hingewiesen. Demnach sollten die Besetzer das rechtswidrig Gebäude bis Samstagabend, 21 Uhr, wieder räumen. Nachdem das nicht geschehen war, verlängerte die Uni die Frist bis Sonntag, 15 Uhr.
"Da die finale Frist am heutigen Sonntag um 15 Uhr verstrichen ist, hat die Universität vereinbarungsgemäß Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs bzw. im Hinblick auf alle in Betracht kommenden strafrechtlichen Tatbestände gestellt", heißt es in einer Mitteilung weiter. Lorenz halte allerdings ihr Gesprächsangebot an die Hausbesetzer aufrecht. Der Wunsch nach studentischen und kulturellen Begegnungsräumen sei legitim. "Die gewählte Methode einer Hausbesetzung ist jedoch rechtswidrig und kann von der Universitätsleitung nicht toleriert werden."
Limburg: Zweite Tote nach Kollision auf Standstreifen der A3
Nach dem tödlichen Unfall mit einem Wohnmobil auf dem Standstreifen der A3 ist eine zweite Frau gestorben. Das Wohnmobil war am Mittwochnachmittag auf einen Kleinwagen geprallt, der dort wahrscheinlich wegen einer Panne stand. In dem Auto saßen zwei junge Frauen. Eine starb noch am Unfallort. Die andere war per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie ebenfalls ihren schweren Verletzungen erlag, wie die Polizei mitteilte.
Der Kleinwagen war vor dem Wohnmobil hergeschoben worden – nach links über alle drei Fahrspuren bis zur Mittelbetonwand. Viele Ersthelfer kümmerten sich laut Polizei um die Unfallbeteiligten, bis die Rettungskräfte eintrafen. Der Wohnmobilfahrer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.
Bisherigen Erkenntnissen zufolge war der aus NRW stammende Fahrer kurz hinter der Anschlussstelle Limburg-Süd von der Mittelspur unvermittelt nach rechts auf die Standspur geraten, hatte zweimal die Außenschutzplanke touchiert und war dann mit der Front gegen den Kleinwagen geprallt. (dpa)
Pro Bahn fordert mehr Rücksicht auf Fahrgäste bei Baustellen
Angesichts umfangreicher Bahn-Großbaustellen im Rhein-Main-Gebiet fordert der Fahrgastverband Pro Bahn eine stärkere Ausrichtung der Planungen an den Bedürfnissen der Reisenden. Die Generalsanierung der rechten Rheinstrecke sowie weitere Bauarbeiten im Bahnknoten Fulda und auf wichtigen Zulaufstrecken stellten den Bahnknoten Frankfurt in den kommenden Monaten vor außergewöhnliche Herausforderungen, teilte der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main mit.
Der Verband begrüßte die Investitionen in die Schieneninfrastruktur grundsätzlich. Nach Jahren des Sanierungsstaus würden Strecken, Brücken und Stellwerke modernisiert. Entscheidend sei jedoch, die Bauarbeiten so zu koordinieren, dass die Belastungen für Fahrgäste möglichst gering blieben.
Die Vorsitzende des Regionalverbands, Barbara Grassel, verwies auf die zentrale Bedeutung Frankfurts für den Bahnverkehr. Schon kleinere Störungen könnten sich auf den Regional-, S-Bahn- und Fernverkehr in der gesamten Region auswirken. Deshalb seien eine bessere Abstimmung aller Beteiligten sowie verlässliche Anschlüsse und verständliche Fahrgastinformationen erforderlich.
Der stellvertretende Vorsitzende Manuel Flauaus sagte laut Mitteilung, die meisten Fahrgäste akzeptierten notwendige Bauarbeiten. Unklare Informationen, kurzfristige Änderungen und vermeidbare Anschlussverluste sorgten jedoch für Frust und untergrüben das Vertrauen in die Bahn.
Daher fordere Pro Bahn, Fahrgastverbände frühzeitig in die Planung großer Baustellen einzubeziehen. Erfahrungen der Reisenden sollten nach Ansicht des Verbands bereits bei Ersatzverkehrskonzepten, der Baustellenkommunikation und der Anschlusssicherung berücksichtigt werden. (dpa)
Frankfurt: Schwimmbadmitarbeiterin sexuell belästigt
Ein 41 Jahre alter Mann soll in einem Frankfurter Schwimmbad eine Mitarbeiterin sexuell belästigt haben. Nach Angaben der Polizei soll der Mann die Frau am Samstagabend während ihrer Arbeit unsittlich berührt haben.
Der Sicherheitsdienst des Schwimmbads verständigte gegen 19.40 Uhr die Polizei. Einsatzkräfte trafen den Tatverdächtigen noch vor Ort an und nahmen ihn nach ersten Ermittlungen fest. Der 41 Jahre alte Verdächtige wurde für weitere polizeiliche Maßnahmen ins Polizeipräsidium gebracht.
Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung eingeleitet. (dpa)
A3 bei Frankfurt: Lebende Fische auf der Fahrbahn
Nach einem Unfall auf der Autobahn 3 bei Frankfurt musste die Feuerwehr etwa 20 große lebende Fische retten. Eine Fünfundzwanzigjährige sei in der Nacht auf Sonntag mit dem Lkw zusammengestoßen, der die Tiere geladen hatte, teilte die Feuerwehr mit. Die Fahrerin sei dem Lkw zwischen der Anschlussstelle Frankfurt-Süd und dem Offenbacher Kreuz von hinten aufgefahren.
Durch den Aufprall sei der Anhänger des Lkw so stark beschädigt worden, dass sich die geladenen Fische auf der Fahrbahn verteilten. Das Auto der Fünfundzwanzigjährigen sei nach dem Zusammenstoß gegen eine Betonwand geschleudert worden und habe sich überschlagen. Die Fahrerin und ihr 33 Jahre alter Beifahrer seien leicht verletzt worden, hieß es.
Die Feuerwehr habe mit einer Plane und Wasser eine Art Pool gebaut, in dem die Fische gesammelt wurden. An den beiden Fahrzeugen sei wirtschaftlicher Totalschaden entstanden. Für die Unfallaufnahme sei die A3 für etwas mehr als eine Stunde voll gesperrt worden. (dpa)
Gartenhütte in Vollbrand: Feuerwehr birgt Toten in Frankfurt-Griesheim
Bei einem Feuer in Frankfurt-Griesheim ist am Samstagabend eine Person ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, geriet im Bereich der Mainzer Landstraße eine Gartenhütte eines Kleingartenvereins in Vollbrand. Die Feuerwehr habe das Feuer gelöscht und eine leblose Person aufgefunden. Für sie sei jede Hilfe zu spät gekommen, hieß es. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen zur Identifizierung der Person und der Brandursache aufgenommen. (mthe.)
Odenwaldkreis: Motorradfahrer bei Wildunfall schwer verletzt
Ein Motorradfahrer ist bei einem Wildunfall auf einer Landstraße im Odenwaldkreis schwer verletzt worden. Der Vierundzwanzigjährige sei am Samstagnachmittag bei Mossautal unterwegs gewesen, als ein Reh die Fahrbahn überquert habe, teilte die Polizei mit. Der Motorradfahrer sei mit dem Tier zusammengestoßen.
Bei dem Unfall habe der Mann schwerste Verletzungen erlitten, hieß es. Nach einer Erstversorgung an der Unfallstelle sei er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen worden. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 10.000 Euro. (dpa)
Bis zu 36 Grad in Hessen erwartet
Überwiegend sonnig und heiß werden die kommenden Tage in Hessen. Am Sonntag bleibe es bei Höchstwerten zwischen 29 und 34 Grad sonnig und trocken, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.
Auch am Montag soll es überwiegend trocken bleiben. Ab dem späten Nachmittag seien jedoch vereinzelte Hitzegewitter nicht ausgeschlossen. Dabei sollen Temperaturen von maximal 30 bis 36 Grad erreicht werden.
Ähnliche Temperaturen werden auch am Dienstag erreicht. Dabei bleibt es überwiegend sonnig und heiter. Weiterhin seien einzelne Schauer und Hitzegewitter jedoch nicht ausgeschlossen. (dpa)
Wetzlar: Brand in Wohnhaus verursacht 150.000 Euro Schaden
In Wetzlar ist bei einem Wohnhausbrand ein Schaden von rund 150.000 Euro entstanden. Die beiden Bewohner – eine 74-Jährige und ein 75-Jähriger – konnten rechtzeitig das Haus verlassen, wie die Polizei in Gießen mitteilte. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Der Brand wurde gelöscht. Die Ursache für das Feuer muss noch ermittelt werden. (dpa)
Hanau: Wieder Vandalismus bei Brüder Grimm Festspielen
Die Stadt Hanau beklagt einen zweiten Einbruch innerhalb weniger Tage in die Lagerhalle der Brüder Grimm Festspiele. Die Täter hätten erneut Wände und Böden mit Farbe besprüht, Pyrotechnik gezündet und mit einem Gabelstapler Bühnen- und Kulissenelemente, Requisiten sowie Arbeitsmaterialien für den Bühnenbau beschädigt, teilte die Stadt mit.
„Ich hoffe, dass es der Polizei sehr schnell gelingt, diese Verbrecher dingfest zu machen“, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) laut Mitteilung. „Ich bin empört und fassungslos, dass es jetzt schon zum zweiten Mal so respektlos mit Kulturgut und der Arbeit vieler engagierter Menschen umgegangen wurde.“
Bei beiden Einbrüchen sei jeweils ein geschätzter Schaden von 7500 bis 10.000 Euro entstanden. Trotz der Vorfälle laufe der Spielbetrieb der Brüder Grimm Festspiele unverändert weiter. Die Polizei ermittelt. (dpa)
Gießen: Linke besetzen Uni-Haus
Gießen. Selbsterklärte Antifaschisten und andere Linke haben ein früher von der Justus-Liebig-Universität genutztes Haus besetzt. Das Gebäude an der Hein-Heckroth-Straße am Rande der Innenstadt steht seit geraumer Zeit leer. Eine Sprecherin der Hausbesetzer verkündete, die Immobilie sei nun ein Freitraum-Haus. Dies sei erst der Anfang. Dutzende Demonstranten bejubelten diese Ankündigung.
Die Sprecherin warf der Hochschule vor, sie lasse das Gebäude verkommen. Dabei könnte es sinnvoll genutzt werden, etwa als Wohnhaus für Flüchtlinge oder als Schutzraum für Frauen. Sie sagte auch, an der zentralen Einkaufsmeile Seltersweg stehe jedes zweite Schaufenster leer. Tatsächlich trifft dies aber auf weniger als ein Dutzend Ladenlokale an der 420 Meter langen Straße zu.
Frankfurt: Verletzte in Frankfurt nach E-Scooter-Unfällen
In Frankfurt hat es mehrere Unfälle mit E-Scootern gegeben. Dabei wurden seit Freitagnachmittag insgesamt drei Menschen schwer verletzt.
Eine junge E-Scooterfahrerin kam ins Krankenhaus, nachdem sie mit einem Auto an einer Kreuzung in Sachsenhausen-Nord zusammengestoßen war. Laut Polizei war die Neunzehnjährige entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs gewesen, als sie von einem Autofahrer erfasst wurde.
Ebenfalls schwere Verletzungen zog sich ein 38 Jahre alter Mann zu, der mit einem E-Scooter in Frankfurt-Ostend auf einem Gehweg stürzte. Er habe die Kontrolle über das Gefährt verloren, teilte die Polizei mit. Wie lange der Mann dort lag, sei unklar. Ein Zeuge habe in der Nacht zum Samstag die Polizei alarmiert.
In Frankfurt-Nied verursachte laut Polizei ein E-Scooterfahrer einen Unfall, bei dem ein 76 Jahre alter Fahrradfahrer schwer verletzt wurde. Der E-Scooter habe das Rad auf einem Feldweg überholt und dabei vermutlich gestreift, teilte die Polizei mit. Der Senior stürzte. Der E-Scooterfahrer fuhr einfach weiter. (dpa)
Frankfurt: Probebohrungen für die Multifunktionsarena
Probebohrungen auf dem Parkplatz P9 neben dem Waldstadion sollen wichtige Erkenntnisse liefern für den weiteren Fortgang der Planungen für die Multifunktionsarena, die im kommenden halben Jahrzehnt entstehen soll. Dies hat die Sportpark Stadion GmbH mitgeteilt, die die Planungen verantwortet. Die geotechnischen Baugrunduntersuchungen lieferten wichtige Grundlagen für die Planung des Projekts, die durch einen Generalplaner bereits von August an vorangetrieben werden soll. Dieser soll Ende Juli bekannt gegeben werden.
Zwölf schwere Rammsondierungen bis in eine Tiefe von rund zwölf Metern sollen beispielsweise die Grundwasserverhältnisse und die Bodendichte klären. Die Ergebnisse sind entscheidend für die weitere Tragwerksplanung und Gründungskonzeption des Bauvorhabens.
Vier Kleinrammbohrungen mit Rammkernsonde dienen der Entnahme von Bodenproben bis in eine Tiefe von rund drei Metern. Sie dienen weiterführenden Laboruntersuchungen. „Mit der Baugrunderkundung gehen wir einen wichtigen und planmäßigen Schritt in der Entwicklung der Arena P9. Die Ergebnisse liefern uns die technischen Grundlagen, die wir für die weitere Planung benötigen", sagt Moritz Schneider, Geschäftsführer der Sportpark Stadion Frankfurt am Main GmbH.
Im Januar 2025 hatte die Stadtverordnetenversammlung grundsätzlich den Weg geebnet für den Bau der Halle, die den Basketballern der Skyliners sowie dem Eishockeyteam der Löwen als Heimspielstätte dienen soll, aber auch mehr als 18.000 Zuschauern Platz bieten soll für Konzerte oder andere Events. Die Kosten wurden damals mit 256 Millionen Euro veranschlagt.
Autofahrer stirbt nach Zusammenstoß in Frankfurt
Frankfurt. Durch den Zusammenstoß mit einem Lastwagen ist ein Autofahrer in Frankfurt ums Leben gekommen. Der Unfall passierte am Donnerstagvormittag auf der Bundesstraße 521 beim Stadtteil Seckbach, wie die Polizei am Freitag berichtet hat. Der 55 Jahre alte Fahrer eines Personenwagens fuhr in Richtung Berken-Enkheim. Entgegen kam ein Lastwagen, der von einem 32 Jahre alten Fahrer gelenkt wurde. Aus unbekannter Ursache geriet der Personenwagen auf die Gegenfahrbahn. Der Lastwagenfahrer bremste stark und versuchte auszuweichen, konnte den Zusammenprall aber nicht verhindern. Der Fahrer des Personenwagens erlitt schwere Verletzungen, an denen er später im Krankenhaus starb. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt.
Stichverletzungen bei Streit am Frankfurter Hauptbahnhof
Frankfurt. Am Frankfurter Hauptbahnhof sind bei einer Auseinandersetzung mehrere Menschen verletzt worden. Diese hätten Schnitt- und Stichverletzungen erlitten, sagte eine Polizeisprecherin.
Die etwa um vier Uhr begonnene Auseinandersetzung hatte sich vor dem Hauptbahnhof sowie an den Gleisen im Untergeschoss abgespielt. Für die Spurensicherung wurden die Tatorte bis zum Vormittag abgesperrt. Weitere Informationen teilte die Polizei zunächst nicht mit.
Laut Auskunft der Deutschen Bahn hatte der Polizeieinsatz Auswirkungen auf die S-Bahn-Linien 1 und 5, seit 10.30 Uhr laufe der Verkehr wieder normal.
Vor etwa zwei Wochen hatte es nahe dem Hauptbahnhof bereits einen größeren Vorfall gegeben. Am 23. Juni hatte ein Polizist auf einen Mann geschossen, der ihn zuvor verletzt hatte.
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