Richter greift vor Prozess-Sensation ein: Aussage von Andrew Mountbatten-Windsor gestoppt

Stand: 31.07.2026, 07:03 Uhr

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Andrew Mountbatten-Windsor sollte per Videoschalte aussagen – nun hat ein Richter den Prozess kurzfristig bis Dezember vertagt. Der Grund überrascht.

Wolferton – Es wäre ein seltener öffentlicher Auftritt gewesen: Andrew Mountbatten-Windsor (66), der in seinem Landexil auf dem Sandringham-Anwesen seines Bruders König Charles (77) lebt, sollte am 29. Juli per Videoschalte vor einem Londoner Gericht aussagen. Doch der leitende Richter am Amtsgericht Paul Goldspring stoppte das Verfahren gegen den Angeklagten Alex Jenkinson (39) bereits am Morgen des Verhandlungstages – wegen Bedenken über den Geisteszustand des Beschuldigten. Andrew muss nun bis zum 21. Dezember warten.

Prinz Andrew in England

Andrew Mountbatten-Windsor muss mit seiner Aussage bis Dezember warten. © dpa

Der Hintergrund des Falls reicht zurück in den Abend des 6. Mai. Jenkinson soll Andrew auf einem Spaziergang in der Nähe seines Hauses auf dem königlichen Landgut in Norfolk bedroht und verfolgt haben. Dabei führte der Ex-Prinz die Hunde Muick und Sandy mit sich – jene Corgis, die er nach dem Tod von Queen Elizabeth II. (96, † 2022) gemeinsam mit seiner Ex-Frau Sarah Ferguson (66) in Obhut genommen hatte. Die Polizei von Norfolk teilte damals mit: „Beamte wurden kurz nach 19:30 Uhr nach Wolferton gerufen, nachdem gemeldet worden war, dass sich ein Mann auf bedrohliche Weise im Dorf verhielt.“ Jenkinson wurde noch am selben Abend festgenommen und plädierte vor Gericht auf nicht schuldig.

Andrew Mountbatten-Windsor: Gericht vertagt Aussage im Bedrohungsfall bis Dezember

Der Vorfall soll Andrew erheblich mitgenommen haben. Berichten zufolge wandte er sich im Nachgang an die zuständigen Stellen mit der Bitte, seinen staatlich finanzierten Personenschutz wiederherzustellen – jenen Schutz, der ihm 2022 entzogen worden war, nachdem er als arbeitendes Mitglied der Königsfamilie zurückgetreten war. Seitdem verlässt sich Andrew auf private Sicherheitskräfte. Dai Davies, ehemaliger Leiter des Royal Protection Command bei der Metropolitan Police, erklärte gegenüber dem britischen Magazin Hello!, dass es sich dabei wohl um „wahrscheinlich 24-Stunden-Schutz“ handele.

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Der verschobene Prozess trifft Andrew in einer Phase, in der er ohnehin unter erheblichem juristischem Druck steht. Im Februar wurde er selbst festgenommen – unter dem Verdacht des Amtsmissbrauchs im Kontext seiner Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019). Es war die erste Festnahme eines Mitglieds des britischen Königshauses seit der Hinrichtung Karls I. im Jahr 1649. Wie das Magazin People berichtet, reagierte König Charles damals mit einer knappen Erklärung, in der er betonte, das Gesetz müsse seinen Lauf nehmen – eine Formulierung, die Beobachter als bewusste Distanzierung vom eigenen Bruder werteten. Andrew bestreitet alle Vorwürfe.

Seit König Charles ihm im Oktober 2025 sämtliche Titel und den Wohnsitz Royal Lodge entzogen hatte, lebt Andrew zurückgezogen auf Marsh Farm, einem Gehöft auf dem Sandringham-Anwesen. Aus seiner Isolation tritt er kaum hervor – gelegentliche Autofahrten und einsame Spaziergänge mit den Hunden sind die wenigen Lebenszeichen des einstigen Herzogs von York. Nun muss Andrew auch in der Sache Jenkinson bis tief in den Winter warten. Laut Hello! zeichnen Vertraute das Bild eines tief verunsicherten Mannes – ein Zustand, der die Gesamtlage des gefallenen Prinzen treffend zusammenfasst. Verwendete Quellen: people.com, hellomagazine.com