Richtig am Regler drehen: Heizkörper-Thermostat richtig einstellen – so sparen Sie ohne Frieren

Richtig am Regler drehen Heizkörper-Thermostat richtig einstellen – so sparen Sie ohne Frieren

Zu warm im Wohnzimmer, zu kalt im Schlafzimmer? Mit der richtigen Einstellung am Drehthermostat regeln Sie jeden Raum passend und senken gleichzeitig Ihre Heizkosten. Wir zeigen, wie es geht.

27.10.2026 , 12:55 Uhr

Was bedeuten die einzelnen Stufen am Thermostat „übersetzt“? Stufe 3 sind ca. 20 Grad und wird für Wohnbereiche empfohlen.

Was bedeuten die einzelnen Stufen am Thermostat „übersetzt“? Stufe 3 sind ca. 20 Grad und wird für Wohnbereiche empfohlen.

Foto: Hauke-Christian Dittrich

Die Temperaturen fallen und mit bangem Blick schaut so mancher Mieter in Anbetracht der Energiepreise auf seinen Heizkörper. Eine entscheidende Frage: Wie heize ich meine Wohnung im Winter optimal? Neben dem Lüften hat in vielen Wohnungen weiterhin das analoge Thermostat dabei eine zentrale Rolle inne. Der Drehkopf am Heizkörper hat Zahlen von 1 bis 5 und einen Stern und viele stellen ihn nach Gefühl ein, oft zu weit. Dabei ist die richtige Einstellung ein einfacher Hebel, um Heizkosten zu senken, ohne dass es im Wohnzimmer ungemütlich wird. Wir erklären die einzelnen Stufen und wie man richtig heizt.

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Foto: Elisa Schu/dpa/Elisa Schu

Was die Stufen am Heizungsthermostat bedeuten

Die Zahlen am Thermostat lassen sich übersetzen und entsprechen ungefähr diesen Raumtemperaturen. Je nach Hersteller können die Werte leicht abweichen:

  • Stern (*): Frostschutz, etwa 6 bis 8 Grad
  • Stufe 1: etwa 12 Grad, sehr kühl
  • Stufe 2: etwa 16 Grad, geeignet für Schlafzimmer oder selten genutzte Räume
  • Stufe 3: etwa 20 Grad, meist die passende Einstellung für das Wohnzimmer
  • Stufen 4 und 5: etwa 24 bis 28 Grad, nur in Ausnahmefällen nötig

Wichtig: Eine höhere Stufe heizt den Raum effektiv nicht schneller auf, auch wenn es verlockend klingen mag, schnell mal den „Booster“ anzuwerfen, wenn man aus dem Nasskalten kommt. Sie bewirkt nur, dass der Heizkörper länger und stärker heizt, bis die Temperatur erreicht ist.

So finden Sie am Thermostat Ihre Wohlfühl-Stufe

Die beste Ausgangsbasis bietet Stufe 3, die bei vielen analogen Thermostaten auch gesondert farblich markiert ist. Lassen Sie den Heizkörper einen Tag lang bei dieser Einstellung laufen. Danach geht es weiter mit folgenden Schritten:

  • Temperatur prüfen: Ein einfaches Raumthermometer zeigt, ob 20 bis 22 Grad erreicht werden.
  • Schrittweise anpassen: Ist es zu kühl, erhöhen Sie um eine halbe Stufe. Ist es zu warm, verringern Sie um eine halbe Stufe.
  • Jeden Raum einzeln einstellen: Küche und Bad brauchen oft weniger Wärme, das Wohnzimmer meist am meisten.

Als Richtwerte für eine Wohlfühltemperatur werden oftmals folgende Werte empfohlen:

  • Wohnzimmer und Kinderzimmer: 20 bis 22 Grad
  • Bad: etwa 22 Grad
  • Küche und Flur: rund 18 Grad
  • Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad
  • Selten genutzte Räume: 16 Grad oder darunter, aber mit Frostschutz im Blick

Temperatur Absenken in Zeiten ohne Bedarf

Das Absenken der Heiztemperatur spart Energie, wenn ein Raum nicht genutzt wird:

  • Nachts: Schlafzimmer auf Stufe 2 setzen. Das entspricht etwa 16 bis 18 Grad, was für die meisten Menschen angenehm ist.
  • Tagsüber bei Abwesenheit: Räume, in denen niemand ist, auf Stufe 1 oder 2 stellen.
  • Beim Lüften: Das Thermostat während des Stoßlüftens kurz herunterdrehen und danach wieder auf die vorherige Stufe stellen.

Bei längerer Abwesenheit, etwa im Urlaub, reicht der Frostschutz (Stern) meist aus. So verhindern Sie Schäden an Leitungen, ohne unnötig Energie zu verbrauchen.

Häufige Fehler beim Einstellen des Thermostats

  • Wer ein analoges Thermostat benutzt, kann auch Fehler machen. Besonders verbreitet sind die folgenden:
  • Das Thermostat ist verdeckt: Vorhänge oder Möbel vor dem Kopf mit dem Fühler verfälschen die Messung. Die Heizung läuft dann zu lange.
  • Dauerhaft auf Stufe 5: Das treibt die Heizkosten hoch, bringt aber kaum Vorteile.
  • Ventil klemmt: Ein Thermostat mit Problemen regelt schlecht. Prüfen Sie den Kopf regelmäßig und bewegen Sie das Ventil vor der Heizperiode einmal kurz, damit es nicht festsitzt.

Häufige Fragen zum Thema Thermostat einstellen

Darf ich als Mieter das Thermostat selbst einstellen? Ja, die Einstellung des Thermostats liegt in der Regel bei Ihnen. Lassen Sie das Gerät aber nicht entfernen oder manipulieren.

Ist mein Thermostat schon ein Smart-Thermostat? Ob es ein Smart-Thermostat ist, erkennen Sie an Display, App oder Funkmodul. Die Anleitung oben gilt für analoge Drehthermostate.

Lohnt sich der Umstieg auf ein Smart-Thermostat? Smarte Geräte können Zeitpläne automatisch umsetzen. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie Ihren Tagesrhythmus nicht ständig im Blick haben. Für viele Haushalte reicht die richtige Einstellung am analogen Thermostat schon aus.