Stand: 10.10.2026, 12:15 Uhr
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Die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt wollten eigentlich in ihre letzte Saison gehen. Das Duo vom Königssee hat sich anders entschieden und verkündet eine dicke Überraschung.
Königssee – Tobias Wendl und Tobias Arlt haben nicht nur Sportgeschichte im Rodeln geschrieben. Mit sieben Goldmedaillen sind sie die erfolgreichsten Winterolympioniken des Landes. Der Karriereplan der 39-Jährigen sah eigentlich vor, in der Saison 2026/27 auf Abschiedstournee zu gehen. Dieser Plan hat sich massiv geändert.
„Wir wollen euch was sagen“ . . . Mit diesem Satz eröffneten Wendl und Arlt ein Video bei Instagram. Die Doppelsitzer vom Königssee saßen mit ernster Miene vor der Kamera. Sie zählten ihre Erfolge auf und zeichneten ihren außergewöhnlichen Weg , der sie zu Deutschlands erfolgreichsten Winterolympioniken geführt hat, nach.
Wendl und Arlt überraschen – „Wir starten das Projekt Olympia 2030“
„Mit fast 40 Jahren endet unsere Laufbahn“, hieß es in dem Video weiter. Doch anstatt das Karriereende bekanntzugeben, folgte ein schlichtes: „Eigentlich“. Denn die Tobis, wie sie weit über den Rodelzirkus hinaus genannt werden, haben noch etwas vor.
„Wir starten das Projekt Olympia 2030“, verkündeten die siebenfachen Gesamtweltcupsieger in ihrer Botschaft, die durchaus überraschend kommt. Nach den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo, bei denen Wendl und Arlt Bronze im Doppelsitzer und Gold mit der Teamstaffel geholt hatten, wurde eigentlich schon der Abschied von der olympischen Bühne gefeiert.
Doch weit gefehlt, die Erfolgsrodler vom Königssee nehmen die kommenden Winterspiele in den französischen Alpen in Angriff. 2030 werden die Rodelwettbewerbe in La Plagne ausgetragen, Wendl und Arlt wollen bis dahin ihre Karriere fortsetzen.
In einem ausführlichen Statement erklärten die Familienväter ihre Beweggründe. „Wir sind körperlich richtig fit. Im vergangenen Jahr haben wir viel nachgedacht und festgestellt, dass wir noch nicht satt sind. Unser familiäres Umfeld steht komplett hinter uns und wir haben so viel Spaß an unserem Sport“, sagten die Tobis und ergänzten: „Wir werden bei Olympia 2030 dann 42 sein. Wir wollen uns und der Welt zeigen, dass Alter nur eine Zahl ist.“
Zunächst steht aber die Saison 2026/27 auf dem Programm. Diese beginnt am 28. November in Winterberg und hat für die Tobis ein besonderes Rennen im Angebot. Nach 2021 wird wieder auf ihrer Heimbahn am Königssee gefahren. (Quelle: chiemgau24.de, truf)