Saudi-Arabien: Flughafen in Riad angegriffen – mindestens zwölf Tote

Wichtige Updates

Mindestens zwölf Tote bei Angriff auf Flughafen in Riad

US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ zurück in den USA

Vor Katar: Todesopfer bei Angriff auf Öltanker 

US-Militär zog wohl Bomber wegen Gefahr iranischen Drohnenangriffs ab

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Mindestens zwölf Tote bei Angriff auf Flughafen in Riad

Bei einem verheerenden Angriff auf den Hauptflughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sind nach Angaben der staatlichen Luftfahrtbehörde zwölf Menschen getötet worden. 309 weitere wurden demnach verletzt, einige schwebten am Morgen in Lebensgefahr. Es ist die höchste Opferzahl bei einem Angriff auf den mit den USA verbündeten Golfstaat seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar. Dessen Fronten haben sich auf den Konflikt zwischen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Jemen ausgeweitet.

Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis machte die Huthi für die jüngste Attacke auf den internationalen Flughafen King Chalid verantwortlich. Der Angriff auf eines der Passagierterminals sei ein "regelrechtes Kriegsverbrechen", schrieb der Sprecher des Bündnisses, Turki al-Maliki, auf der Plattform X und kündigte eine entschiedene Reaktion an. UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich "zutiefst schockiert" über den Angriff der Huthi. Attacken auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verstießen gegen das Völkerrecht. Sie müssten sofort eingestellt werden, forderte er.

Patricia von Thien

Patricia von Thien

US-Militär attackiert erneut Schiff nach Verlassen des Irans

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut ein ziviles Frachtschiff nach Verlassen eines iranischen Hafens angegriffen. Ein US-Kampfflugzeug habe im Golf von Oman das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff «M/V Ocean Molica» am Heck getroffen und den Antrieb lahmgelegt, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. Die Besatzung des Schiffes sei dabei nicht zu Schaden gekommen, hieß es.

Der Frachter habe wiederholte Warnungen ignoriert und versucht, die bestehende Seeblockade gegen den Iran zu durchbrechen, hieß es weiter. Das Schiff habe versucht, die regionalen Gewässer zu durchqueren, nachdem es zuvor einen iranischen Hafen verlassen hatte, erklärte Centcom.

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Trump verurteilt Raketenangriff auf Flughafen von Riad

US-Präsident Donald Trump hat den Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad verurteilt. „Was in Saudi-Arabien passiert ist, ist nicht akzeptabel“, sagte Trump am Samstag (Ortszeit) auf dem Regierungsflughafen Joint Base Andrews vor Journalisten. Er werde mit Saudi-Arabiens De-facto-Herrscher Kronprinz Mohammed bin Salman darüber „sprechen“.

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Straße von Hormus: Erneut Tanker angegriffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Es sei ein Feuer ausgebrochen, die Besatzung sei den Angaben nach aber in Sicherheit. Das Ausmaß der Schäden sei noch unklar, hieß es weiter. Auch wer für die Attacke verantwortlich war, ist noch ungewiss.

Aino Akay

Aino Akay

Saudi-Arabien: Angriff auf Flughafen in Riad

Am Hauptflughafen der saudischen Hauptstadt Riad ist nach einem Angriff am Samstag der Betrieb vorübergehend eingestellt worden. Bei der Attacke am King-Khalid-Flughafen habe es mehrere Verletzte gegeben, teilte die staatliche Luftfahrtbehörde mit. Sie sprach von einer Fortsetzung anhaltender Angriffe auf die Luftfahrtanlagen der ölreichen Monarchie. Konkrete Informationen lieferte sie nicht.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat in letzter Zeit ihre Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien verstärkt und sich zuvor zu Anschlägen auf den Flughafen von Riad und andere Einrichtungen auf saudischem Gebiet bekannt. Von der Rebellengruppe gab es zunächst kein Bekennerschreiben zu dem Angriff vom Samstag.

Zuletzt war der Flughafen am Donnerstag angegriffen worden. Drei saudische Staatsangehörige kamen ums Leben, weitere wurden verletzt.

Aino Akay

Aino Akay

US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ zurück in den USA

Der in die Negativschlagzeilen geratene US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ ist nach rund elf Monaten in seinen Heimathafen im kalifornischen San Diego zurückgekehrt.

Der Flugzeugträger war im November 2025 von San Diego ausgelaufen, um im Südchinesischen Meer Dienst zu leisten. Noch vor Beginn des Iran-Krieges Ende Februar wurde er in die Krisenregion beordert. Nach fast zehn Monaten auf See hatten sich die rund 5000 Marinesoldaten und Matrosen zuletzt im September ein paar Tage lang von den Strapazen an Bord bei einem Landgang in Thailand erholen können.

US-Medien hatten unter Berufung auf Soldaten und deren Angehörige berichtet, dass die Besatzung unter einem Mangel an Lebensmitteln, defekten sanitären Anlagen und fehlenden Hygiene-Artikeln litt. Es habe eine große psychische Belastung für die Besatzungsmitglieder und sogar Suizidversuche gegeben, hieß es. Die Berichte über die schlechten Bedingungen an Bord hatten die Kritik in den USA am Iran-Krieg noch verschärft.

Aino Akay

Aino Akay

Lufthansa setzt Flüge nach Riad vorübergehend aus

Die Airlines der Lufthansa Group setzen ihre Flüge in die saudi-arabische Hauptstadt Riad vorübergehend aus. Die Verbindungen würden bis einschließlich 16. Oktober gestrichen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Hintergrund seien die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten. 

Die Huthi-Miliz hatte erneut einen Angriff auf den Flughafen King Chalid in Riad für sich reklamiert. Nach Angaben ihres Militärsprechers Jahja Sari feuerte die Miliz eine ballistische Rakete auf den Flughafen ab. Saudi-Arabien teilte mit, mehrere Geschosse seien abgefangen worden. Augenzeugen berichteten von vier aufeinanderfolgenden Explosionen in Riad.

Aus saudischen Flughafenkreisen hieß es, es seien Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude des Flughafens gefallen. Die vom Iran unterstützten Huthi warnten zudem davor, dass alle Ölanlagen in Saudi-Arabien Ziele ihrer Angriffe werden könnten, und riefen Fluggesellschaften erneut dazu auf, Flüge nach Saudi-Arabien einzustellen.

Oskar Schulz

Vor Katar: Todesopfer bei Angriff auf Öltanker 

Vor der Küste Katars ist ein Öltanker von mehreren Geschossen getroffen worden. Von dem Tanker seien Opfer gemeldet worden, die genaue Anzahl sei jedoch unbekannt, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Mittwochabend mit. Der Angriff ereignete sich demnach 94 Kilometer vor der Küste des Golfstaates und etwa 500 Kilometer von der Straße von Hormus entfernt, wo regelmäßig Schiffe angegriffen werden.

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Saudi-Arabien: Militärkoalition meldet abgefangene Huthi-Rakete nördlich von Riad

Saudi-Arabien hat nach Angaben der von ihm angeführten Militärkoalition einen Raketenangriff der pro-iranischen Huthi-Miliz abgewehrt. „Eine von der terroristischen Huthi-Miliz nördlich von Riad abgefeuerte ballistische Rakete wurde abgefangen und zerstört“, erklärte der Sprecher der Koalition, Turki al-Maliki, am Mittwoch im Onlinedienst X.

Die vom Iran unterstützte Miliz griff jemenitischen Medienberichten zufolge zudem den Flughafen Aden im Jemen an. Die Huthis hätten den internationalen Flughafen Aden „mit zwei ballistischen Raketen und mit Sprengstoff beladenen Drohnen“ angegriffen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Saba am Mittwoch.

Leonhard Rosenauer

Huthis beschießen Flughäfen in Saudi-Arabien

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben drei Flughäfen im benachbarten Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen. Nach Darstellung eines Militärsprechers feuerte sie eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha ab. Der Flugbetrieb soll daraufhin unterbrochen worden sein. Die saudischen Behörden haben den Angriff bislang nicht bestätigt.

Dagegen teilte die saudi-arabische Luftfahrbehörde mit, dass am Montag die beiden Flughäfen in Nadschran und Dschisan getroffen wurden. Drei Menschen seien leicht verletzt worden. Es sei Sachschaden entstanden.

Leonhard Rosenauer

Donald Trump: Iran kann Los Angeles oder San Diego auslöschen

US-Präsident Donald Trump hat mit Äußerungen zum Iran-Krieg erneut eine Welle der Kritik ausgelöst. Trump bezeichnete den Krieg als einen "kleinen Preis", den man zahlen müsse, um die Sicherheit der Welt und der USA zu gewährleisten. "Sollen sie doch Los Angeles ausschalten. Sollen sie doch San Diego ausschalten. Das ist ein sehr geringer Preis, und es wird sehr bald vorbei sein“, sagte Trump über den Iran weiter.

Die beiden Städte liegen im demokratisch regierten Kalifornien. Der liberale Bundesstaat wurde bereits in der Vergangenheit Ziel verbaler Attacken des Präsidenten. Die neuesten Äußerungen fielen bei einem Wahlkampfauftritt am Montag in Nebraska.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom nannte Trump daraufhin "verrückt und gefährlich". Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, sagte, die Äußerungen gegen die Stadt "könnten unsere Sicherheit gefährden“.

Leonhard Rosenauer

US-Präsident will Bürger mit steuerfreiem Diesel vor Zwischenwahlen entlasten

Angesichts der massiv gestiegenen Treibstoffpreise in den USA hat Präsident Donald Trump gut einen Monat vor den Kongress-Zwischenwahlen per Dekret den Zugang zu steuerfreiem Diesel für Autofahrer erweitert. Trump unterzeichnete am Montag eine entsprechende Anordnung, die es allen Bürgern erlaubt, diese Diesel-Art zu kaufen, die sonst landwirtschaftlichen Maschinen und nicht für den Straßenverkehr bestimmten Fahrzeugen vorbehalten ist.

Die Anordnung werde „die Beschränkung auf den Geländeeinsatz offiziell aufheben und es jedem ermöglichen, steuerfreien, rot gefärbten Diesel für beliebige Zwecke zu erwerben“, sagte Trump am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Nebraska. Der Präsident räumte dabei ein, dass ihm der Kraftstoff nicht vertraut sei. „Ich weiß beim besten Willen nicht, was das ist, aber was auch immer es ist – es soll sehr gut sein“, scherzte er.

Leonhard Rosenauer

Ölpreise steigen nach Berichten über Beschuss in Straße von Hormus leicht

Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen Handel nach den Verlusten am Vorabend wieder etwas an Boden gutgemacht.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember stieg zuletzt um gut ein halbes Prozent auf 100,89 US-Dollar. Am späten Montagnachmittag waren die Ölnotierungen unter Druck geraten, bis dann am späten Abend eine Gegenbewegung einsetzte.

In der Straße von Hormus ist unterdessen einem Bericht zufolge erneut ein Tanker unter Beschuss geraten. Das berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X unter Berufung auf den Kapitän. Am Montag sei zudem ein Schiff, das auf der Einfahrt in die Straße von Hormus unterwegs war, von den iranischen Revolutionsgarden angewiesen worden, umzukehren, andernfalls würde das Schiff zum Ziel eines Angriffs.

Leonhard Rosenauer

Explosionen in Riad – Huthis weiten Angriffe in Saudi-Arabien aus

Inmitten des eskalierenden Konflikts mit den Huthis im Jemen ist Saudi-Arabiens Hauptstadt am Montagabend von lauten Explosionen erschüttert worden. Sie folgten demnach auf frühere Detonationen am selben Tag. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz erklärte, sie habe den internationalen Flughafen von Riad, eine Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco sowie mehrere weitere Ziele in dem Königreich angegriffen.

Zeitgleich meldete die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen die Zerstörung von Huthi-Stellungen in Hodeida an der Küste des Roten Meeres. Der Sprecher der Koalition, Turki al-Malki, erklärte am Montagabend im Onlinedienst X, die Seestreitkräfte hätten „Waffendepots sowie Einrichtungen zur Lagerung von mit Sprengfallen versehenen Booten und Seeminen zerstört“. Zudem habe die Koalition einen „geplanten Angriff“ auf Schifffahrtswege im südlichen Roten Meer vereitelt.

Oskar Schulz

US-Militär zog wohl Bomber wegen Gefahr iranischen Drohnenangriffs ab

Die Vereinigten Staaten haben ihre Langstreckenbomber US-Medien zufolge aus Sorge vor einem möglichen iranischen Drohnenangriff von einem Militärstützpunkt in Großbritannien abgezogen. Es habe dringende Bedenken vor einem potenziellen komplexen Angriff – angeordnet von den iranischen Revolutionsgarden – gegeben, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf über die Angelegenheit informierte US-amerikanische und europäische Beamte.

Der geplante Angriff war demnach Teil eines vielschichtigen iranischen Komplotts, der darauf abzielte, die Flugzeuge anzugreifen und Personal auf dem Stützpunkt RAF Fairford zu töten, darunter auch US-Piloten.

Auch das Nachrichtenportal "Axios" berichtete gestützt auf US-Beamte, dass der Anlass für den Abzug von rund einem Dutzend B-1-Bombern am Wochenende Geheimdienstinformationen gewesen seien, die auf einen möglichen iranischen Drohnenangriff hindeuteten. 

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