Schwere Überschwemmungen in Vietnam: Tote bei Erdrutsch, 20.000 Häuser unter Wasser

Stand: 18.09.2026, 08:02 Uhr

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Zwei Meter hoch steht das Wasser auf den Straßen um die vietnamesische Hauptstadt Hanoi. Starke Regenfälle nehmen das Land schwer mit. Es gab Tote.

Hanoi – Seit Donnerstag (17. September) kämpfen Menschen in Nordvietnam gegen heftige Regenfälle. Auf den Straßen rund um die Hauptstadt Hanoi sind die Wassermassen auf mehr als zwei Meter angestiegen. Staatliche Behörden meldeten fast 20.000 überflutete Häuser in den nördlichen Provinzen und rund um Hanoi. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Drei Menschen kamen ums Leben. Dem Katastrophenschutz zufolge starben sie bei einem Erdrutsch in der Provinz Phu Tho östlich der Hauptstadt.

Anwohner pendeln mit Booten durch ein überflutetes Dorf am Stadtrand von Hanoi, Vietnam. Heftige Regenfälle haben in Vietnam teils schwere Überschwemmungen ausgelöst und mindestens drei Menschen das Leben gekostet. (zu dpa: „Überschwemmungen in Vietnam: Drei Tote und meterhohe Fluten“)

Anwohner pendeln mit Booten durch ein überflutetes Dorf am Stadtrand von Hanoi, Vietnam. Heftige Regenfälle haben in Vietnam teils schwere Überschwemmungen ausgelöst und mindestens drei Menschen das Leben gekostet. (zu dpa: „Überschwemmungen in Vietnam: Drei Tote und meterhohe Fluten“) © Pham Tuan Anh/dpa

Die Schäden sind immens. Rund 25.000 Hektar Reisfelder und andere Anbauflächen stehen unter Wasser. 15 Schulen wurden überflutet; in der Provinz Thanh Hoa, einer der am schwersten getroffenen Regionen, fiel der Unterricht aus. Allein in Hanoi verzeichneten die Behörden mehr als 600 überflutete Häuser. In besonders betroffenen Vierteln retteten Bewohner und Ladenbesitzer ihre Habseligkeiten in obere Stockwerke.

Überschwemmungen in Vietnam: Wetteramt rechnet weiter mit Regen

Auch die Infrastruktur des Landes leidet. Erdrutsche blockierten Straßen und wichtige Fernverkehrsverbindungen. Die Bahnstrecke quer durch Vietnam stand an mehreren Stellen bis zu einem Meter unter Wasser, mehrere Flüsse erreichten gefährliche Pegelstände.

Das Wetteramt rechnet mit weiteren Regenfällen – die Monsunzeit in Vietnam und weiten Teilen Südostasiens dauert noch bis Oktober. Vietnam gehört zu den Ländern, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Überschwemmungen, Erdrutsche und tropische Wirbelstürme haben in den vergangenen Jahren wiederholt schwere Schäden verursacht. (dpa/moe)