Stand: 22.09.2026, 18:53 Uhr
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Ein Regionalzug erfasst einen Kleintransporter. Der Fahrer wird lebensgefährlich verletzt. Rund 100 Reisende stehen unter Schock.
Lohne – Ein Kleintransporter und ein Regionalzug sind am Dienstagnachmittag bei Krimpenfort in Lohne kollidiert. Darüber berichtete Nord-West-Media TV in einer Pressemitteilung. Der Fahrer des Transporters wurde dabei lebensgefährlich verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.
Fahrer auf dem Weg zur Baustelle – Zug übersehen
Der Verunglückte war laut Mitteilung mit einem Ford Transit Custom unterwegs, um eine Baustelle für eine Gaspipeline anzufahren. Dafür nutzte er einen kaum frequentierten Schotterweg. Gegen 16.30 Uhr erreichte er einen unbeschrankten Bahnübergang, der lediglich mit einem Andreaskreuz gesichert ist.
Warum der Mann die aus Osnabrück in Richtung Bremen fahrende Nordwestbahn nicht bemerkte, ist nach Angaben von Nord-West-Media TV noch unklar. Der Zug traf den Transporter mit voller Wucht und schleuderte das Fahrzeug neben die Gleise.
Feuerwehr befreit eingeklemmten Fahrer aus demoliertem Fahrzeug
Eingeklemmt war der Fahrer zwar nicht, jedoch ließ sich die stark deformierte Fahrzeugkarosserie nicht mehr regulär öffnen. Die Feuerwehr entfernte deshalb die Fahrertür, um den Mann so schonend wie möglich aus dem Wrack zu befreien.
Erstversorgt wurde der Schwerverletzte im Rettungswagen. Anschließend brachte ihn der Rettungshubschrauber Christoph 6 – aus Bremen kommend – in eine Klinik nach Osnabrück, so Nord-West-Media TV. Am Transporter entstand Totalschaden.
Lokführer unter Schock – rund 100 Reisende im Zug betreut
Der Lokführer hatte noch eine Vollbremsung eingeleitet und den Zug rund 50 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen gebracht. Den Aufprall verarbeitete er jedoch nicht unbeschadet: Er erlitt einen schweren Schock und wurde von einem Kollegen abgelöst. Auch ein Fahrgast stand nach dem Unfall unter Schock.
Rettungsdienst und psychosoziale Notfallversorgung kümmerten sich laut der Mitteilung um die rund 100 Reisenden an Bord. Die übrigen Fahrgäste blieben unverletzt. Auch Arbeitskollegen des Transporterfahrers wurden betreut.
Strecke gesperrt – Reisende mussten in Vechta umsteigen
Mit einem neuen Lokführer setzte die Nordwestbahn ihre Fahrt bis zum Bahnhof Vechta fort. Dort sollten die Reisenden in Richtung Bremen in einen Ersatzzug umsteigen, wie Nord-West-Media TV berichtet. Die Bahnstrecke blieb zunächst gesperrt, während Techniker mögliche Schäden am Gleiskörper und an einem Kabelkanal untersuchten. An der Zugfront wurden vor allem der Schienenräumer sowie weitere Fahrzeugteile beschädigt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.