Schweres Erdbeben in Indonesien: Dutzende Tote – tausende Menschen flüchten
Stand: 15.08.2026, 17:18 Uhr
Kommentare
Ein schweres Erdbeben erschüttert Indonesien. Der Erdstoß löst zunächst eine Tsunami-Warnung aus. Nachbeben erschüttern die Region, während Rettungskräfte nach Opfern suchen.
Flores – Nach dem schweren Erdbeben vor der Küste der indonesischen Insel Flores ist die Zahl der Todesopfer auf 38 gestiegen. Das teilte der Leiter der indonesischen Katastrophenschutzbehörde BNPB, Suharyanto, am Samstagnachmittag (Ortszeit) mit. Zudem wurden etwa ein Dutzend Verletzte registriert. Rund 2000 Menschen brachten sich nach Behördenangaben selbstständig in Sicherheit.

Das Beben der Stärke 7,7 erschütterte den Osten des südostasiatischen Inselstaates am frühen Samstagmorgen. Auf Flores wurden zahlreiche Wohnhäuser und weitere Gebäude beschädigt. Das Epizentrum lag vor der Küste, etwa 70 Kilometer nordwestlich der Stadt Ende im Zentrum der Insel. Auch in Italien ereignete sich jüngst ein Erdbeben.
Erdbeben in Indonesien: Tsunami-Warnung aufgehoben – 2000 Menschen in Sicherheit
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich der Erdstoß in einer vergleichsweise geringen Tiefe von rund zehn Kilometern. Die indonesischen Behörden gaben zunächst eine Tsunami-Warnung heraus, hoben sie später jedoch wieder auf. Im Laufe des Tages folgten in derselben Region mehrere, teils stärkere Nachbeben.
Die indonesische BNPB erklärte zudem, dass bis zum Nachmittag zwei Schwerverletzte und elf Menschen mit leichteren Verletzungen erfasst wurden, wie das indonesische Portal regional.kompas.com berichtet. Die Erfassung der Schäden und Opfer dauerte an, sodass sich die Zahlen noch ändern können. Lokale Medien berichteten außerdem von Schäden an Häusern, Straßen und Gesundheitseinrichtungen.
Insel Sumatra nach Waldbränden auch von Erdbeben betroffen
Am Abend (Ortszeit) bebte die Erde auch auf Sumatra im äußersten Westen Indonesiens. Das Beben hatte nach USGS-Angaben eine Stärke von 6,9, ereignete sich jedoch in einer Tiefe von mehr als 170 Kilometern. Über Schäden oder Verletzte auf Sumatra war zunächst nichts bekannt. Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt und liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. In dieser geologisch besonders aktiven Zone treffen mehrere tektonische Platten aufeinander; zudem gibt es zahlreiche Vulkane. Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis sind daher häufig.
Erst zuletzt kämpfte Indonesien in mehreren Landesteilen gegen schwere Wald- und Landbrände. Besonders betroffen waren sechs Provinzen auf Sumatra und Borneo. Der Rauch sorgte örtlich für eine deutlich schlechtere Luftqualität. Auch im Bromo-Nationalpark auf der Insel Java brannte es. Dort wurden nach Behördenangaben mindestens 899 Hektar Land beschädigt. (Verwendete Quellen: dpa, regional.kompas.com)