Sieben Jahre alt, ertrunken im Teich des Ferienlagers: Angeklagte bieten Anisas Familie eine Millionensumme

Siebenjährige ertrinkt im Ferienlager: Angeklagte bieten Familie eine Millionensumme

Stand: 16.10.2026, 06:28 Uhr

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Falsches Armband, fehlende Retter: Im Prozess um den Teichtod von Anisa (7) fordern Angeklagte Deals – und bieten eine Million Euro.

Roberto Manzi, Betreiber des Bioparco Acquaviva in Caraglio, und Don Fabrizio Della Bella, Pfarrer von Demonte, haben im Verfahren um den Tod von Anisa Murati eine Verständigung über das Strafmaß beantragt. Das siebenjährige Mädchen war am 17. Juli 2024 während eines Ausflugs im Rahmen eines Ferienprogramms im Teich der Anlage ertrunken. Insgesamt sind sechs Personen angeklagt: Neben dem Betreiber und dem Pfarrer sind dies zwei Betreuerinnen, der Bauleiter Stefano Ferrari und der Leiter des kommunalen Bauamts, Graziano Viale.

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Dieser Artikel von Nicolò Fagone La Zita entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.

Mit Ausnahme einer Betreuerin, die sich in einem regulären Verfahren verantworten muss und von Rechtsanwalt Nicola Menardo verteidigt wird, haben sich die übrigen Angeklagten für ein verkürztes Verfahren entschieden. Unterdessen haben die Versicherungen der Angeklagten den Nebenklägern eine Entschädigung in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung gestellt.

Oberer Teil eines Krankenwagen von hinten

Jede Hilfe kam zu spät: Die siebenjährige Anisa Murati starb im Teich eines Ferienlagers. (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa

Anisa Murati ertrinkt in Teich: Falsches Armband und Vorwürfe wegen mangelnder Sicherheit

Die Familie des Mädchens hat die Summe als Abschlagszahlung einbehalten. Die Rechtsanwältin der Eltern, Noemi Mallone, bewertete das Angebot jedoch als nicht ausreichend. Die vorläufige Anhörung wurde daraufhin auf den 25. November vertagt.

Die Tragödie ereignete sich am 17. Juli 2024: Anisa, die sich nicht einmal über Wasser halten konnte, soll versehentlich ein orangefarbenes Armband erhalten haben, das für diejenigen bestimmt war, die schwimmen konnten. Die Betreuerinnen bemerkten erst nach längerer Zeit, dass sich das Mädchen entfernt hatte. Seine Leiche wurde anschließend von Tauchern unter der Sprungplattform gefunden.

Manzi wird vorgeworfen, nicht einmal die grundlegendsten Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet zu haben – von der Zahl der anwesenden Rettungsschwimmer bis hin zu den Absperrungen. Don Della Bella, der von Rechtsanwalt Luigi Giuliano verteidigt wird, wird zur Last gelegt, die Gruppe unerfahrenen Betreuerinnen anvertraut zu haben.

Auch in Bayern ertrank ein Kind, weil es nicht schwimmen konnte. Derweil platzte ein Prozess um einen tödlichen Unfall, weil der Angeklagte nicht auftauchte.