Ski alpin: Sieben Siege – DSV-Talente glänzen und machen Hoffnung auf mehr

Stand: 03.10.2026, 17:00 Uhr

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Ski alpin: Hinter (von links) Nicko Palamaras, Felix Rösle und Benno Brandis liegt eine vielversprechende Vorbereitung in Südamerika.

Ski alpin: Hinter (von links) Nickco Palamaras, Felix Rösle und Benno Brandis liegt eine vielversprechende Vorbereitung in Südamerika. © DSV #SkiDeutschland

Im Ski alpin geht es für den Deutschen Skiverband zur Sommervorbereitung nach Südamerika. Dort lassen drei Talente aufhorchen, die in Zukunft die Säule für die deutschen Herren sein könnten.

La Parva / Ushuaia – Während die deutschen Alpin-Damen mit Emma Aicher, Kira Weidle-Winkelmann und Lena Dürr in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Erfolge einfuhren, sah die Lage bei den deutschen Herren deutlich schlechter aus. Ein Podestplatz und eine WM-Bronzemedaille durch Linus Straßer in den vergangenen zwei Jahren lautete die dürftige Bilanz.

Seit den Rücktritten der Gallionsfiguren um Thomas Dreßen, Josef Ferstl, Andreas Sander und Romed Baumann sind die männlichen Alpin-Fahrer des Deutschen Skiverbandes im Neuaufbau. Insbesondere in den Speeddisziplinen Abfahrt und Super-G spielten die DSV-Herren in den vergangenen Jahren keine Rolle.

Ski alpin: Zwei Kindheitsfreunde aus dem Allgäu wecken große Hoffnungen

In der kommenden Saison, die für die Herren am 25. Oktober mit dem Riesenslalom der Herren in Sölden beginnt, wird sich die Bilanz in den schnellen Disziplinen wohl kaum ändern. Mittelfristig ist aber klare Besserung in Sicht. Insbesondere zwei Talente aus dem Allgäu sind dabei die großen Hoffnungsträger.

Felix Rösle und Benno Brandis kennen sich seit Kindertagen, sind befreundet und rückten 2025 auch auf internationaler Bühne in den Fokus. Der 21‑jährige Rösle wurde Juniorenweltmeister in der Abfahrt, sein Kindheitsfreund Brandis (20 Jahre) gewann Gold im Super-G.

Ski alpin: Vier Siege in Südamerika – Keine Eile beim Deutschen Skiverband

Beide machten jüngst mit starken Leistungen in der Sommervorbereitung auf sich aufmerksam. Die deutschen Speedherren schlugen ihr Trainingscamp in Chile auf und nahmen dabei an internationalen Rennen im Rahmen des Südamerika-Cups teil. Brandis (TSV Durach) gewann in La Parva zwei Super-G-Rennen und setzte sich dabei gegen etablierte Weltcupstarter durch. Rösle (SC Sonthofen) stand in zwei Abfahrten ganz oben auf dem Podium, Brandis fuhr dabei jeweils in die Top Ten.

Der Deutsche Skiverband führt seine Talente behutsam an den Weltcup heran. Insbesondere im Speedbereich der Herren braucht es viel Erfahrung und körperliche Robustheit, um im Konzert der ganz Großen mitspielen zu können. Nicht selten erreichen die besten Abfahrer ihren Höhepunkt erst im Alter um die 30 Jahre.

Ski alpin: Gesamtsieg und drei Riesenslaloms – Auch bei den Technikern gibt es ein großes Talent

Auch in den technischen Disziplinen gab es für die deutschen Alpin-Herren gleich mehrfachen Grund zur Freude. Verantwortlich dafür war Nickco Palamaras. Der ist 22 Jahre alt und gilt als das aktuell größte DSV-Talent in Slalom und Riesenslalom.

Palamaras und die Techniker waren zur Vorbereitung in Argentinien. In Bariloche und Ushuaia gewann der Athlet vom SC Garmisch drei Riesenslaloms, stand bei zwei weiteren auf dem Podium und fuhr auch im Slalom zweimal aufs Podest. Zudem feierte er den Gesamtsieg im Südamerika-Cup.

Die Formkurve zeigt steil nach oben, was im Falle von Palamaras alles andere als selbstverständlich ist. Während Brandis und Rösle im März 2025 zu WM-Titeln fuhren und bereits erste Weltcuperfahrung sammeln durften, erholte sich der Garmischer von einem Kreuzbandriss, den er in der Vorbereitung 2024 erlitten hatte. Sollte Palamars gesund bleiben und seine Form aus der Vorbereitung in den Winter transportieren können, steht seinem Weltcupdebüt eigentlich nichts im Wege. (Quelle: chiemgau24.de, truf)