„So eine Stimmung erreichen wir morgens noch nicht“: Volles Haus im Festzelt der Schützengilde

Stand: 13.07.2026, 17:16 Uhr

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Die Abschiedsrede von König Jochen Richter, eine Ehrung für besonders lange Mitgliedschaft sowie Blumen für das eintausendste Mitglied – eine Frau – standen im Mittelpunkt des Frühschoppens. 

Drensteinfurt – Beim Frühschoppen der Schützengilde Rinkerode am Montag im Festzelt gab es wieder „volles Haus“. Der Vorsitzende Thomas Watermann begrüßte insbesondere den Ehrenvorstand der Gilde, zudem Bürgermeister Markus Wiewel, von der St.-Regina-Gemeinde die Geistlichen Chidozie Adimekwe und Georg Olbrich sowie Vertreter der anderen Schützenvereine des Stadtgebiets und aus Albersloh.

„So eine Stimmung erreichen wir morgens noch nicht“: Volles Haus im Festzelt der Schützengilde

Der Vorstand freue sich, dass er der Einladung gefolgt sei, so Watermann vor der kurzen Ansprache des Bürgermeisters. Bei seinem Vorgänger sei das nicht immer der Fall gewesen, ließ sich der Gilde-Chef die kritische Anmerkung nicht nehmen. Wiewel gab zu: „so eine Stimmung wie hier erreichen wir beim Frühschoppen in Drensteinfurt morgens um elf noch nicht“.

Einen Königsteller bekam Jochen Richter für sein Regentschaftsjahr von Thomas Watermann. Rechts: Richters Freundin Lea Krechtmann.

Einen Königsteller bekam Jochen Richter für sein Regentschaftsjahr von Thomas Watermann. Rechts: Richters Freundin Lea Krechtmann. © Birte Moritz

Dann ließ der scheidende Schützenkönig Jochen Richter sein Regentschaftsjahr Revue passieren. Es gab viel zu feiern, vom Cocktailabend über ein Schützenfest im eigenen Garten bis hin zur Teilnahme am Jubiläumsfest der Hiltruper Emmerbachschützen. Letzteres auch für die Rinkeroder ein besonderes Fest: „Das halbe Zelt gehörte uns“, so Richter. Natürlich ging sein Dank zuerst an Freundin Lea Krechtmann aus Lüdinghausen, die inzwischen mit ihm in Rinkerode wohnt. Aber auch Richters Eltern, der Gilde-Vorstand und der Hofstaat wurden mit Dankesworten bedacht. Den nachfolgenden Majestäten gab er den Rat: „Nehmt jedes Fest mit, behaltet alle schönen Momente gut in Erinnerung. Denn irgendwann steht ihr hier oben und fragt euch: wo ist das Jahr geblieben?“ Den Königsteller reckte der SVR-Trainer wie einen Fußball-Pokal in die Höhe. 

Besondere Ehrung: Heinz Diekmann für 70 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet

Dann kündigte Watermann eine ganz besondere Ehrung an: Heinz Diekmann wurde für nicht weniger als 70 Jahre Mitgliedschaft in der Gilde geehrt. Er ist der Hausherr auf dem Hof, auf dem die Rinkeroder bereits „um die 65 Jahre das Schützenfest feiern dürfen“. Das sei keineswegs selbstverständlich, sagte Watermann dankbar. Und fügte schmunzelnd hinzu: „Heinz war garantiert bei jedem Fest dabei“.

Ehrung für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Gilde: Heinz Diekmann ist der „Hausherr“ vom Hof, auf dem seit etwa 65 Jahren das Schützenfest immer stattfindet.

Ehrung für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Gilde: Heinz Diekmann ist der „Hausherr“ vom Hof, auf dem seit etwa 65 Jahren das Schützenfest immer stattfindet. Links: der erste Vorsitzende Thomas Watermann. © Birte Moritz

Aber auch über die Ehrung für 60-jährige Treue freute sich der Gilde-Chef besonders, denn hierbei ging es um seinen Vater Franz-Theo Watermann sowie seinen „Ziehvater“ Theo Stöppler. Weitere Schützenbrüder wurden für 50, 40 und 25 Jahre Treue geehrt. Drei Ehrungen gab es auch bei der Avantgarde sowie für die Schützen der Insignien.

Besonderen Applaus erhielt schließlich Monika Sölter. Sie war als insgesamt tausendstes Mitglied der nun 1017 Mitglieder starken Gilde beigetreten. „Ich bin froh, dass wir Frauen nun auch Mitglied werden dürfen“, so die Schützenkönigin von 1998.

Zur ausgelassenen Stimmung beim Frühschoppen trug traditionell die Musik des Kolping-Blasorchesters bei. Auch gesangliche Einlagen der KBO-Musiker Lisa Windoffer und Michael Stöppler kamen bei den Feiernden gut an. Neu mit dabei war der Frauenchor. Er animierte alle Gäste, die „Hommage an Rinkerode“ – anstelle des andächtigen Davertlieds – lautstark mitzusingen. Noch bis in den Nachmittag hinein feierten Jung und Alt im Festzelt weiter. (von Birte Moritz)

Die Geehrten

Folgende Mitglieder wurden für ihre jahrzehntelange Treue geehrt: 70 Jahre: Heinz Diekmann; 60 Jahre: Theo Stöppler, Franz-Theo Watermann; 50 Jahre: Dietmar Albrecht, Gerrit Deventer, Ludger Entrup, Heinz Hofmann, Peter Holtkamp, Martin Horstkötter, Peter Horstkötter, Alfons Kuhlenkötter, Heinz Rieping, Kurt Schünemann, Horst Theiner;

40 Jahre: Helmut Blanke jun., Christian Etienne, Matthias Feldmann, Oliver Hornert, Frank Kneilmann, Hubert Koch, Willi Kussel, Bernd Moddemann, Holger Nees, Konrad Richter, Norbert Richter, Karl-Heinz Schemmelmann, Bernhard Schönhoff, Marcus Stöppler, Markus Uhlenbrock, Wolfgang Westermann; 25 Jahre: Paul Berlage, Christian Füchtling, David Hemkemeyer, Frank Himmelmann, Christian Klein, Sven Kuschel, Bernd Milte, Josef Milte, Martin Reinfandt, Heinrich Schulze Eißing

Der 1175-Meter-Lauf, die Familienstaffel und zahlreiche Mitmachangebote begeisterten die Besucher beim Abschluss der Sportwoche in Drensteinfurt.