Stand: 11.10.2026, 19:55 Uhr
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Ein Sonnensturm trifft heute Nacht die Erde und mit Glück leuchtet der Himmel grün und rot. Wo die Chancen am besten stehen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Nach dem schauerreichen und windigen Sonntag (11. Oktober) beruhigt sich das Wetter zur Nacht hin spürbar. Die Schauer lassen nach, der Wind schläft ein, und gebietsweise reißt die Wolkendecke auf. Genau das ist das Rezept für eine richtig frische Nacht – und die hält sogar eine seltene Überraschung bereit: in Deutschland könnten wieder Polarlichter zu sehen sein.

Die Tiefstwerte in der Nacht auf Montag (12. Oktober) liegen meist zwischen 2 und 8 Grad. Wo es länger klar bleibt, sackt das Thermometer bis auf 0 Grad ab. In Bodennähe gibt es dann den ersten leichten Frost, vor allem in Senken und Tallagen. Für viele Regionen ist das die kälteste Nacht seit dem Frühjahr. Wer morgen früh ohne Eiskratzer losfährt, könnte eine Überraschung erleben. Empfindliche Kübelpflanzen sollten Sie spätestens jetzt reinholen. Nur an der Küste bleibt es milder und windig.
Nacht bringt Sonnensturm und eisige Temperaturen
Gleichzeitig tut sich über unseren Köpfen einiges. Mehrere Plasmawolken, die die Sonne in den vergangenen Tagen ins All geschleudert hat, sollen in der Nacht auf das Magnetfeld der Erde treffen.
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Erwartet wird ein mäßiger geomagnetischer Sturm, der Kp-Index könnte auf knapp 6 klettern. Die spannendste Phase liegt nach den aktuellen Berechnungen am Montag (12. Oktober) zwischen etwa 2 und 6 Uhr morgens. Dazu kommt ein echter Vorteil: Wir haben fast Neumond, kein Mondlicht stört das Schauspiel.
Polarlichter über Deutschland: Wo Sie die besten Chancen haben, sie zu sehen
Die besten Karten hat ganz klar der Norden Deutschlands. Dort kann das Leuchten bei freiem Blick nach Norden sogar mit bloßem Auge zu sehen sein. In der Mitte des Landes, etwa in Hessen oder Rheinland-Pfalz, wird es schon schwieriger. Hier zeigt meist erst die Handykamera im Nachtmodus den rötlichen Schimmer am Horizont.
Im Süden braucht es einen deutlich kräftigeren Sonnensturm als vorhergesagt. Ausgeschlossen ist das nicht, denn solche Teilchenwolken sind schwer zu berechnen und haben schon oft überrascht. Mein Tipp: Raus aus der Stadt, weg von den Straßenlaternen. Stellen Sie die Kamera aufs Stativ oder lehnen Sie das Handy irgendwo an, und machen Sie ein paar Langzeitbelichtungen Richtung Norden. Ein Haken bleibt allerdings, nämlich Nebel und Wolkenfelder. Wer eine Lücke erwischt, darf sich auf ein echtes Himmelsspektakel freuen.