Sonntagsbrötchen Rezept : mit wenig Hefe und Übernachtgare

Frische Brötchen sind doch was Feines für einen Sonntagmorgen. Natürlich auch für jeden anderen Morgen! Aber bei diesem Rezept heißen sie nun mal Sonntagsbrötchen. Dank der übersichtlichen Zutatenliste kann man den Brötchenteig am Samstagabend schnell mal vorbereiten, denn das Gute ist: so richtig viel Arbeit machen sie nicht. Ihren Schönheitsschlaf machen sie völlig alleine und unbegleitet über Nacht im Kühlschrank.

Ein Körbchen mit Brötchen nach einem Sonntagsbrötchen Rezept von herzelieb. Im Hintergrund Kaffeebecher und eine Kanne.

Ich mag diese Sonntagsbrötchen herzhaft belegt und mit süßem Aufstrich. Warum sie so klein sind? Beim gemeinsamen Frühstück oder Brunch stehen auch ungewöhnliche Beläge und Aufstriche auf dem Tisch. Alles möchte man probieren, und so kommt jeder in der Familie schnell mal 2, 3 Brötchen … manchmal auch mehr. Es ist also alles wieder mal ein Mama-Trick. Aber keine Sorge, einen kleinen Tipp für größere Sonntagsbrötchen aus diesem Teig gibt´s auch weiter unten.

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Sonntagsbrötchen Rezept

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Zutaten für 9 kleine Brötchen

Brötchen nach einem Sonntagsbrötchen Rezept von herzelieb in einem Korb. Im Hintergrund eine Butterglocke und TasssenFür die Sonntagsbrötchen braucht ihr 
300 Milliliter kaltes Wasser, 
5 Gramm frische Hefe, 
1 Prise Liebe,
500 Gramm Weizenmehl Typ 550, 
10 Gramm Salz, 
20 Milliliter Olivenöl und
50 Gramm Butter.

Zubereitung

Wenn du wissen willst, wie lange die Brötchen haltbar sind und wie man sie abwandelt, scroll einfach weiter runter zu den Tipps. 

  1. Zunächst alle Zutaten für die Sonntagsbrötchen abwiegen, abmessen und bereitstellen.
  2. Ein Backblech mit einer Backmatte (siehe unten) oder Backpapier belegen.
  3. Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine (siehe unten) geben und die Hefe darin auflösen.
  4. Dann das Mehl mit dem Salz mischen und dazugeben.
  5. Aus diesen Zutaten kurz und bei niedriger Geschwindigkeit einen festen Teig kneten.
  6. Das Olivenöl dazugießen und auf mittlerer Stufe den Teig auskneten. Das dauert bei mir etwa 5–7 Minuten.
  7. Die Rührschüssel abdecken und den Brötchenteig 20 Minuten gehen lassen.
  8. Dann den Teig in alle Richtungen dehnen und falten.
  9. Danach den Teig weitere 20 Minuten ruhen lassen.
  10. Nun den Teig auf die Arbeitsfläche legen und in 9 gleich große Stücke teilen. Ich wiege sie ab, es sind bei mir rund 88 Gramm pro Teigling. Wer größere Brötchen möchte, teilt den Teig in 6 Stücke.
  11. Die Teigstücke zuerst rundwirken (das mache ich ohne Mehl auf der Arbeitsfläche).
  12. Danach langwirken (in eine längliche Form bringen). Dazu schlage ich zwei gegenüberliegende Seiten so lange zur Mitte, bis die Form länglich ist. Zum Schluss einmal mit ganz leichtem Druck rollen.
  13. Das Blech mit einem Geschirrtuch abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen (bei mir bleibt es für 10 bis 15 Stunden im Kühlschrank).
  14. Am nächsten Tag das Blech herausnehmen und den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Schale auf den Boden des Ofens stellen. 
  15. Nach 30 Minuten jeden Teigling der Länge nach ca. einen Zentimeter tief einschneiden.
  16. Das Backblech in die Mitte des Ofens schieben und in das Gefäß am Backofenboden etwa 100 Milliliter kaltes Wasser schütten. Ofentür sofort schließen!
  17. Die Sonntagsbrötchen 20 Minuten backen. Größere Brötchen benötigen maximal 5 Minuten länger.
  18. In der Zwischenzeit die Butter schmelzen und einen Pinsel (siehe unten) bereitlegen.
  19. Die Brötchen sind fertig, wenn sie goldbraun sind und eine Kerntemperatur von 97–98 °C haben (ich messe das mit einem Thermometer (siehe unten)).
  20. Das Blech mit den Brötchen dann aus dem Ofen nehmen und mit der geschmolzenen Butter dünn glasieren.

Ich lasse die Sonntagsbrötchen auf einem Backgitter (siehe unten) auskühlen, aber ich mag sie auch gern warm mit eiskalter Butter.

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Das habe ich bei diesem Sonntagsbrötchen Rezept verwendet: 

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Tipps für Sonntagsbrötchen

Am besten schmecken die Brötchen an dem Tag, an dem sie gebacken wurden. Ich bewahre übrig gebliebene Brötchen in einer Tüte auf und knuspere sie auf unserem dänischen Flachtoaster auf. Das funktioniert auch in der Heißluftfritteuse oder im Backofen. 

Ich friere die fertigen Brötchen auch ein. Dazu froste ich sie vor, wenn sie vollständig abgekühlt sind. Länger als 3 Monate lagere ich sie nicht im Froster, besser werden sie im Tiefkühlschlaf nicht. Schön ist es, sie frisch zu backen.

Statt Weizenmehl Typ 550 verwende ich auch Weizenmehl Typ 405 oder Dinkelmehl Typ 630. Bei anderen Mehltypen müsste die Flüssigkeit angepasst werden. Das ist dann aber ein anderes Sonntagsbrötchen Rezept.

Das ursprüngliche Rezept ist für 9 kleine Brötchen. Wer 6 größere Backen möchte, muss die Backzeit anpassen. Meistens brauchen sie dann 5 Minuten länger. Ich empfehle unbedingt, die Kerntemperatur zu messen. 

Durch das Glasieren mit Butter wird die Kruste weicher. Wer das nicht möchte, kann diesen Schritt weglassen. Allerdings schmecken uns die Sonntagsbrötchen so auch besser. 

Hin und wieder arbeite ich noch Sonnenblumenkerne in den Teig ein. Das mache ich aber kurz bevor ich die Teiglinge forme. Ich gebe die Sonnenblumenkerne nicht mit in die Teigschüssel beim Kneten.

Körbchen mit Brötchen nach einem Sonntagsbrötchen Rezept von herzelieb. Vorne ein weiteres Brötchen

In meiner Kindheit gab es nur sonntags Brötchen, so waren sie immer etwas Besonderes. In unserer Familie wurde sehr viel mehr Graubrot und Schwarzbrot gegessen als weißes Brot. An Toast kann ich mich gar nicht erinnern. Bis heute sind Sonntagsbrötchen für mich etwas Besonderes, und zwar auch, wenn sie mit wenigen Zutaten und Aufwand gebacken werden. 

Warum ich lieber selber backe? Ich mag gekaufte Brötchen nur von einem Bäcker aus der Umgebung. Ein Biobäcker, der nicht auf schnelle Backwaren setzt und den Teigen Zeit lässt. Das schmeckt man auch! Was mir aber nicht schmeckt, sind die Preise. Ich kann mir das schlichtweg einfach nicht jedes Wochenende leisten, auch wenn ich natürlich der Meinung bin, dass gutes Handwerk auch bezahlt werden soll. Wenn es euch ähnlich geht, dann backt meine Sonntagsbrötchen einfach mal nach!

Wenn es noch Fragen zum Rezept gibt oder ihr einen Fehler gefunden habt, schreibt mir gern hier auf dem Blog einen Kommentar. Hier sehe ich es ganz flott, sodass ich dann auch schnell reagieren kann!

Guten Appetit und alles Liebe,
miho

Buch herzelieb&hyggelig

Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin