Versteckte Wanzen in OpenAI-Konferenzräumen: Der Verdächtige sitzt in US-Haft – KI half bei Aufdeckung

Spionageskandal bei OpenAI: Saudischer Ingenieur wegen Abhöraktion festgenommen

Stand: 14.10.2026, 14:07 Uhr

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Bei OpenAI wurden Wanzen versteckt. (Archivbild) © Richard Drew/AP/dpa

Der Verdächtige nutzte versteckte Wanzen in Konferenzräumen. Zur Aufdeckung der Spionage setzte das Unternehmen auch eigene KI-Technologie ein.

San Francisco – Ein Ingenieur des US‑amerikanischen KI‑Unternehmens OpenAI wurde wegen des Verdachts der Wirtschaftsspionage festgenommen. Dem Mann wird vorgeworfen, hochentwickelte Abhörgeräte in den Büroräumen des Unternehmens installiert zu haben, um vertrauliche Besprechungen der Führungsebene mitzuschneiden. Dieser Vorfall verdeutlicht die erheblich gestiegenen Sicherheitsrisiken in der globalen KI‑Branche. Wie das Fachportal Gizmodo berichtete, erfolgte die Festnahme, nachdem OpenAI in enger Zusammenarbeit mit internen Ermittlern seine eigene KI-Technologie eingesetzt hatte, um den mutmaßlichen Spion zu entlarven.

Abhörtechnik in Alltagsgegenständen verborgen

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um den 35-jährigen saudischen Staatsbürger Abdulrahman Alfozan, der sich seit dem 9. Oktober in US-Bundeshaft befindet. Laut einem Bericht der New York Post versuchte Alfozan, wichtige Meetings zu Forschungsergebnissen und technischen Kernkompetenzen von OpenAI zu verwanzen.

Er platzierte die Abhörgeräte in den Konferenzräumen der Chefetage, wobei diese in alltäglichen Gegenständen wie Toilettenpapierrollen getarnt und über USB-Anschlüsse an der Rückseite der Besprechungsmonitore mit Strom versorgt wurden. Den Sicherheitskräften fiel Alfozan auf, weil er die sensiblen Räume wiederholt ohne Befugnis betrat.

Keine zentralen Modelldaten abgeflossen

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Verdächtige weitere Abhörgeräte installieren wollte. OpenAI teilte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass bisher keine zentralen sensiblen Daten – beispielsweise Modellgewichte, Quellcodes oder Kundendaten – entwendet wurden. Dennoch ist der Vorfall im Kontext des globalen Wettbewerbs um technologische Führungspositionen von großer Bedeutung.

FBI ermittelt wegen Insider-Bedrohung

Der Spionagefall stellt die Sicherheitsprotokolle von OpenAI und der gesamten Tech-Branche vor große Herausforderungen. Das Unternehmen betonte, seine Systeme und Mitarbeitenden künftig noch entschlossener gegen Insider-Bedrohungen und staatlich geförderte Cyberkriminalität zu schützen. Während das FBI die Ermittlungen zu den Hintergründen fortsetzt, zeigt die erfolgreiche Aufdeckung des Falls auch das Potenzial von Künstlicher Intelligenz bei der internen Abwehr komplexer Sicherheitsrisiken. (Redaktion)