Stand: 27.10.2026, 12:57 Uhr
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Der Stadtrat verlängert das Programm JADE: Münchner Schüler erhalten weiter Unterstützung beim Berufsstart.
Altstadt-Lehel – Rund 4500 Münchner Mittel- und Förderschüler profitieren jährlich vom Programm JADE, das junge Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung oder Beruf unterstützt. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt München hervor. Der Stadtrat hat sich in einer gemeinsamen Sitzung des Bildungsausschusses und des Kinder- und Jugendhilfeausschusses für die Fortführung des Programms bis 2030 im bisherigen Umfang ausgesprochen. Dafür stellt die Stadt insgesamt 3,07 Millionen Euro bereit.
Münchner Schüler profitieren bis 2030 von gesichertem JADE-Programm
Im Mittelpunkt des Programms steht die individuelle Begleitung der Schüler in der achten und neunten Jahrgangsstufe. Sozialpädagogische Fachkräfte helfen ihnen dabei, persönliche Stärken und Interessen zu erkennen, realistische Berufsziele zu entwickeln und passende Ausbildungswege zu finden. Das Angebot reicht von Einzel- und Kleingruppengesprächen über Bewerbungstrainings bis zur Unterstützung bei der Praktikumssuche und bei Bewerbungen.
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Seit 2007 feste Säule der Berufsorientierung
Seit 2007 ist JADE fester Bestandteil der Münchner Berufsorientierung. Das Programm richtet sich insbesondere an Jugendliche, die beim Übergang von der Schule in den Beruf zusätzliche Unterstützung benötigen, und wird flächendeckend an allen Münchner Mittel- und Förderschulen angeboten. Es ergänzt damit die schulische Berufsorientierung sowie die Berufsberatung der Agentur für Arbeit. „Bildungsgerechtigkeit bedeutet auch, dass wir junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf nicht alleinlassen. Genau hier setzt JADE an: Wir unterstützen Jugendliche dabei, ihre Stärken zu entdecken und ihren eigenen Weg zu finden“, erklärte Stadtschulrat Florian Kraus.
Viele Absolventen starten in Ausbildung oder Berufsfachschule
Rund 30 Prozent der Münchner Mittelschulabsolventen beginnen im Anschluss eine duale Ausbildung, im Jahr 2025 wechselten weitere neun Prozent an eine Berufsfachschule, etwa im Pflege- oder Erziehungsbereich. 27 Prozent besuchten eine weiterführende Schule, um einen mittleren Schulabschluss anzustreben. JADE trägt damit dazu bei, jungen Menschen tragfähige Anschlussperspektiven zu eröffnen und das Risiko von Jugendarbeitslosigkeit zu verringern. „Dass der Stadtrat dieses bewährte Programm bis 2030 sichert, ist ein wichtiges Signal“, sagte Stadtschulrat Florian Kraus.
Breites Bündnis sorgt für erfolgreiche Umsetzung
„Wir möchten junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf umfassend begleiten, vor allem jene, die eine intensivere Unterstützung benötigen. Annähernd alle jungen Menschen, nämlich 98,3 Prozent, die wir mit JADE unterstützen, verlassen die Mittel- oder Förderschule mit einer konkreten Anschlussperspektive, das ist herausragend und unterstreicht den Erfolg des Programms“, erklärte Sozialreferentin Dorothee Schiwy. JADE ist ein gemeinsames Angebot der Stadt München, der Agentur für Arbeit München, des Jobcenters München sowie des Staatlichen Schulamts in der Landeshauptstadt München für die Mittelschulen und der Regierung von Oberbayern für die Förderschulen. Die Umsetzung übernehmen sozialpädagogische Fachkräfte des Stadtjugendamts im Sozialreferat sowie freie Träger der Jugendhilfe. (Quelle: Landeshauptstadt München)