Strandkorb-Auktionen an der Nordsee: Wo und wie Sie ein Stück Küste nach Hause holen

Stand: 09.10.2026, 07:55 Uhr

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Versteigerung ausgemusterter Strandkörbe

Bei den Auktionen kommt man relativ günstig an einen Strandkorb für den eigenen Garten (Archivbild). © Carsten Rehder/dpa

Sylt, St. Peter-Ording, Föhr, Norddeich – an diesen vier Orten werden im Oktober gebrauchte Strandkörbe versteigert. Was Bieter wissen müssen.

Mit dem Ende der Badesaison räumen Vermieter an der Nordseeküste ihre Strandkörbe von Stränden und Deichen – doch nicht alle Exemplare wandern ins Winterlager. Ein Teil der Körbe wird versteigert: als echtes Küsten-Souvenir mit dem unverwechselbaren Geruch von Salzluft, Sonnencreme und Meereswind.

Strandkörbe an der Nordsee werden versteigert: Vier Auktionsorte von Sylt bis Norddeich

Den Anfang macht List auf Sylt: Am 10. Oktober kommen ab 14.30 Uhr rund 40 Strandkörbe im Foyer des Erlebniszentrums Naturgewalten unter den Hammer. Die Körbe standen mehrere Jahre an den Lister Stränden und sind seit dem 1. Oktober auf dem Hafenvorplatz zur Besichtigung aufgestellt – ein Versteigerungsheft mit allen Auktionsstücken ist zudem online einsehbar. Vorgebote sind möglich und gelten dann als neues Startgebot für den jeweiligen Korb.

Am 16. Oktober folgt St. Peter-Ording: An der Strandüberfahrt in Ording werden ab 13.00 Uhr rund 30 ausgemusterte Körbe versteigert. Darüber hinaus kommen in dem nordfriesischen Badeort auch einige Badezonen-Bojen unter den Hammer. Den größten Strandkorb der Welt gibt es an der Ostsee zu sehen.

Föhr und Norddeich: Weitere Termine im Oktober

Auf der Fischmarktkaje in Wyk auf Föhr wartet am 21. Oktober die dritte Föhrer Strandkorbauktion. Etwa 50 aussortierte Körbe wechseln dort den Besitzer. Die begehrten Auktionsstücke können an den beiden Tagen vor der Versteigerung vorab besichtigt werden.

Den Abschluss des Oktober-Auktionsreigens bildet Norddeich: Der Tourismus-Service Norden-Norddeich veranstaltet am 24. Oktober ab 10.30 Uhr zum achten Mal seine Strandkorbversteigerung im Hof der Strandkorbhalle – ebenfalls mit rund 50 gebrauchten Körben. Dort können die Stücke am Aukttionstag selbst vorab begutachtet werden.

Was Strandkörbe bei den Auktionen kosten

Die Startgebote variieren je nach Ort: In Norddeich und auf Föhr beginnen sie bei 50 Euro, in St. Peter-Ording bei 80 Euro und auf Sylt bei 90 Euro. Die tatsächlich erzielten Preise liegen jedoch häufig deutlich darüber. In List etwa wechselten Körbe in vergangenen Jahren für 250 bis 500 Euro den Besitzer – auch an den anderen Standorten lagen die Endpreise in der Regel über dem jeweiligen Mindestgebot.

Bezahlung und Abholung: Was Bieter wissen müssen

Wer in List, St. Peter-Ording oder auf Föhr erfolgreich bietet, kann direkt nach der Auktion per Karte oder bar zahlen. In Norddeich hingegen ist ausschließlich Barzahlung möglich. Den ersteigerten Strandkorb sollte man grundsätzlich noch am Aukttionstag mitnehmen. In Wyk und in List ist auf eigenes Risiko eine Verlängerung um einen Werktag möglich. Wer keinen passenden Transport hat, kann den Korb auf Sylt auch liefern lassen – die Kosten richten sich nach der Entfernung. (Quelle: dpa)