Studie enthüllt: Das sind die stressigsten Flugrouten Europas für Menschen mit Flugangst
Stand: 01.10.2026, 19:14 Uhr
Kommentare

Die stressigsten Routen Europas: Warum Amsterdam–Barcelona laut Studie besonders nervt – und welche weiteren Verbindungen im Ranking auftauchen.
Die Flugverbindung zwischen Amsterdam-Schiphol und Barcelona-El Prat gilt für Menschen mit Flugangst als die stressigste Route in Europa. Das geht aus einer Auswertung von AirAdvisor hervor, die auch die Strecke Madrid-Barajas–London Heathrow unter den ersten zehn des Rankings führt. Die Untersuchung beleuchtet die aktuelle Situation auf stark frequentierten Routen, auf denen sich Verzögerungen und Ausfälle besonders deutlich bemerkbar machen.
Content-Partnerschaft
Dieser Artikel von Rafael Salido entstand in Kooperation mit Euronews.
Die Studie (Quelle auf Spanisch) berücksichtigt Faktoren wie Verspätungen, Flugausfälle, Wetterbedingungen und die Dauer der Flüge, bewertet aber ausdrücklich nicht die Sicherheit im Luftverkehr. Im Zentrum steht die Frage, wie gut sich Reisende mit Flugangst auf mögliche Unwägbarkeiten einstellen können. Die Ergebnisse sollen Passagieren helfen, ihre Routen bewusster auszuwählen und Stress besser einzuplanen.
„Angst vor dem Fliegen hängt nur selten von einem einzigen Faktor ab“, erklärte AirAdvisor-Chef Anton Radchenko in einer Mitteilung. „Lange Wartezeiten am Gate, kurzfristige Stornierungen und schwierige Wetterlagen können die Nervosität von Passagieren deutlich erhöhen.“ Laut Radchenko geraten Betroffene insbesondere dann unter Druck, wenn mehrere dieser Stressfaktoren gleichzeitig auftreten.
Amsterdam–Barcelona an der Spitze des Stressrankings
Die Strecke zwischen Amsterdam und Barcelona erreicht 75,1 von 100 Punkten und damit den höchsten Wert unter den 26 untersuchten Europarouten. Zwischen September 2025 und August 2026 hatten 7,02 % der Flüge Verspätungen von mehr als einer Stunde, 0,83 % waren über drei Stunden verspätet und 2,93 % fielen ganz aus. Hinzu kommen häufig ungünstige Wetterbedingungen am niederländischen Flughafen, die den Ablauf zusätzlich beeinträchtigen.
Die Studie stuft die Route London-Heathrow–Amsterdam als zweistressigste Verbindung ein. Dort liegt die Stornierungsrate mit 3,69 % am höchsten, was für viele Passagiere zu kurzfristigen Umbuchungen oder längeren Aufenthalten am Flughafen führt. Die Strecke verbindet zwei der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt und erreicht 63,8 Punkte, was sie klar im oberen Bereich des Stressindex positioniert.
Madrid–London und weitere spanische Verbindungen
Die Verbindung Madrid-Barajas–London Heathrow liegt mit 40,8 Punkten auf Rang zehn. 3,38 % der Flüge hatten Verspätungen von mehr als einer Stunde, 0,17 % kamen mit über drei Stunden Verzögerung an und 1,15 % wurden gestrichen. Für Menschen mit Flugangst bedeutet das ein erhöhtes Risiko, mit Unsicherheiten und Planungsänderungen konfrontiert zu werden.
Auch andere spanische Verbindungen tauchen in der Liste auf. Barcelona-El Prat–Rom Fiumicino belegt mit 45,2 Punkten Platz sieben und gehört damit zu den auffälligsten Routen im Mittelmeerraum. Die Route zwischen Barcelona und Palma de Mallorca landet auf Rang 13 und fällt vor allem durch Verspätungen auf, die 6,89 % der Flüge betreffen, was vor allem in der Ferienzeit zu zusätzlichem Stress führen kann.
Die zehn stressreichsten Flugrouten Europas:
- 1. Amsterdam-Barcelona - 75,1 %
- 2. London Heathrow-Amsterdam - 63,8 %
- 3. Manchester-Dublin - 63,4 %
- 4. Lissabon-Madeira - 61,4 %
- 5. Paris Charles de Gaulle-Nizza - 60,8 %
- 6. Oslo-Stavanger - 46,8 %
- 7. Barcelona-Rom Fiumicino - 45,2 %
- 8. London Heathrow-Frankfurt - 44,2 %
- 9. Oslo-Trondheim - 42,4 %
- 10. Madrid-London Heathrow - 40,8 %
Index misst Planbarkeit statt Sicherheit
Der Index gewichtet Flugausfälle, Verspätungen, Wetter und Reisedauer. Er misst die Berechenbarkeit einer Verbindung, nicht ihre Sicherheit, und soll daher keine Aussagen über das tatsächliche Risiko eines Unfalls treffen. Laut Radchenko können die bekannten Störfälle Menschen mit Flugangst helfen, sich besser auf ihre Reisen einzustellen, etwa indem sie mehr Umsteigezeit einplanen oder weniger belastende Routen wählen.