SV Bad Heilbrunn siegt 3:2 – obwohl fast der ganze Kader angeschlagen war

Stand: 11.10.2026, 20:59 Uhr

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Zur Stelle, wenn es darauf ankommt: In wahrer Mittelstürmer-Manier köpft HSV-Talent Vitus Richter (li.) den Ball zur wichtigen 3:1-Führung.

Zur Stelle, wenn es darauf ankommt: In wahrer Mittelstürmer-Manier köpft HSV-Talent Vitus Richter (li.) den Ball zur wichtigen 3:1-Führung. © Ewald Scheitterer

Der SV Bad Heilbrunn bezwingt den SV Pullach trotz vieler kranker Spieler mit 3:2. Wie das Team zweimal eine Zwei-Tore-Führung fast verspielte, zeigt der Spielbericht.

Bad Heilbrunn – Die Tore zum richtigen Zeitpunkt, starke Umschaltmomente und eine solide Abwehr bescherten den Fußballern des SV Bad Heilbrunn einen wichtigen 3:2-(1:0)-Heimsieg gegen den SV Pullach. Damit klettern die Loisachtaler zunächst auf Rang sieben der Bezirksliga, auch wenn es im Mittelfeld weiter eng zugeht. „Wir stehen mit 19 Punkten jetzt besser da als befürchtet“, freut sich Trainer Walter Lang. „Der Sieg war verdient, weil wir es taktisch sehr gut gemacht haben und Pullach eigentlich gut im Griff hatten.“ Jedoch habe es sein Team unnötig spannend gemacht: Nach 2:0- und 3:1-Führung ließen die Hausherren den Gegner vom südlichen Münchner Stadtrand zweimal wieder herankommen.

Die Heilbrunner gingen zwar mit vollem Kader in die Partie. Allerdings war der Großteil der Spieler angeschlagen, kehrte aus Krankheit oder Urlaub zurück und hatte das eine oder andere Training verpasst. „Das war manchem schon anzumerken, dass er nicht bei voller Leistung war“, merkt Lang an, ohne allerdings die Leistung der Mannschaft zu schmälern. „Die haben sich alle richtig reingehauen.“

Ordentlich reingehauen war schon der Führungstreffer. Ein direkter Freistoß von der Strafraumkante, nachdem Pullachs Torhüter Leopold Bayerschmidt mit dem Ball in den Armen den Strafraum verlassen hatte. Anton Krinner simulierte die Ausführung, aus dem Hintergrund kam Ludwig Buchmair mit zehn Metern Anlauf angerauscht und hämmerte die Kugel mit Überschallgeschwindigkeit an den Innenpfosten.

Die Heilbrunner hielten die Pullacher weitgehend vom eigenen Kasten fern. Nur der schnelle Ex-HSV-Flügelflitzer Jonas Gall entwischte seinem Bewacher Anton Pappritz zuweilen. Doch seine Vorlagen versandeten zunächst, fanden keinen Abnehmer. Nur ein Missverständnis zwischen HSV-Torhüter Ali Uzun und der Abwehr ermöglichte es Gall, den Ball zu Nikolaos Rizzo weiterzuspitzeln, der in der Schlussphase auf 2:3 verkürzte und noch einmal Spannung aufkommen ließ.

Unnötig, Heilbrunn konnte sich auf seinen Torjäger verlassen. Wenn auch nicht ganz fit, war zuvor bereits wieder Dominik Hoch zur Stelle, stellte per Direktabnahme auf 2:0. Später scheiterte er bei seinem Abschluss nur knapp, als Bayerschmidt den Schuss des HSV-Stürmers zur Ecke klärte. Und kurz vor Schluss hätte Hoch endgültig alles klar machen können, als er den Ball vor dem Pullacher Torhüter vor Josef Burghard behauptete. Doch sein Lupfversuch fiel Bayerschmidt in die Arme.

Als es Samuel O‘Bryant doch einmal gelang, durch die HSV-Abwehr zu tänzeln, erfolgreich zum 1:2 abzuschließen und wieder Spannung aufkommen zu lassen, stellte Talent Vitus Richter den alten Abstand wieder her. Sehr abgezockt köpfte er den Ball gegen die Laufrichtung des SVP-Keepers zum 3:1 in die Maschen. „Das freut mich sehr für ihn, aber das kann er einfach“, sagt Lang. Zuvor war Kapitän Dodo Krinner im Strafraum zu Fall gekommen, der Schiedsrichter ließ weiterspielen.