Sydney Sweeney: Sportlerinnen kritisieren sexualisierte Werbung mit Sydney Sweeney

Die US-Schauspielerin Sydney Sweeney wirbt mit Nacktfotos für einen Sportwettenanbieter. Die Werbekampagne löst unter Sportlerinnen eine heftige Kontroverse aus.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa,

hell

Aktualisiert am 15. September 2026, 7:36 Uhr

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Sydney Sweeney Werbung Sportwetten Nacktheit Kritik Ariarne Titmus
Die US-Schauspielerin Sydney Sweeney wirbt mit Basketball und wenig Sportkleidung für einen Sportwettenanbieter – und erntet heftige Kritik von Sportlerinnen. © The Mega Agency/​imago images

Die US-Schauspielerin Sydney Sweeney hat in einer Werbekampagne für einen Sportwettenanbieter nackt und halb nackt mit verschiedenen Sportgeräten posiert und ist dafür von Profisportlerinnen aus aller Welt scharf kritisiert worden. Die Schauspielerin, die unter anderem in den Serien The White Lotus und Euphoria auftrat, zeigte die Kampagne auch auf ihrem Instagram-Profil.

Viele Fans feierten die Fotos, aber zahlreiche Sportlerinnen übten zum Teil scharfe Kritik. »Hört auf, Frauen im Sport zu sexualisieren«, kommentierte etwa die britische Athletin Lucy Davis. Die australische Wasserballspielerin Tilly Kearns schrieb, sie »hasse« die Kampagne, und die frühere australische Profischwimmerin Ariarne Titmus schrieb, die Kampagne mache sie »wütend«. Sie sei »nicht nur ein Schlag ins Gesicht für jede Frau, die ihr Leben der Perfektionierung ihres Könnens gewidmet hat, sondern auch für jede Frau, die Sport für das schätzt, was er wirklich ist – Teamarbeit, Freundschaft, Hingabe, Exzellenz, Zusammenhalt«. 

»Muskeln sind das Ergebnis harter Arbeit«

Auch mehrere Leichtathletinnen, die an der Ultimate Championship in Budapest teilgenommen haben, äußerten sich. Die britische Sprinterin Amy Hunt, die im 200-Meter-Lauf als Vierte ins Ziel gekommen war, sagte anschließend in der BBC: »Sydney Sweeney, so sehen Frauen im Sport aus.« Muskeln seien das Ergebnis von »harter Arbeit, Blut, Schweiß und Tränen«. Sport sei »nicht schön«, »nicht glamourös« und »definitiv nicht immer sexy«.

Zahlreiche Sportlerinnen veröffentlichten auch Videos von sich unter dem Schlagwort »So sieht Sport aus«. Die US-Turnerin Gracie Kramer kommentierte ihr Video, das sie beim Turnen und bei verschiedenen anderen Sportarten zeigt, mit den Worten: »Keine Ahnung, was Sydney Sweeney da gemacht hat, aber so sieht eine Frau beim Sport aus.«

Bereits im vergangenen Jahr hatte Sweeney mit einer Kampagne für eine US-Modemarke für eine Kontroverse gesorgt. »Sydney Sweeney hat tolle Jeans«, lautete der Slogan – ein Wortspiel, denn das englische Wort für Gene (genes) und das Wort Jeans klingen gleich. Für das Wortspiel, aber auch für die Art, wie sich die Schauspielerin in Szene setzte, wurde sie heftig kritisiert.