Syrien mit Russland einig zu Nutzung von Militärbasen

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Syrien mit Russland einig zu Nutzung von Militärbasen

Russische Armeeeinrichtungen sollen in "gemeinsame Ausbildungs- und Rehabilitationszentren" umgewandelt werden

Damaskus – Die syrische Übergangsregierung hat nach eigenen Angaben eine Grundsatzeinigung mit der Regierung in Moskau über die weitere Nutzung der beiden verbliebenen russischen Militärstützpunkte im Land erzielt. Die Armeeeinrichtungen am Flughafen von Tartus und im Hafen von Hmeimim sollten in "gemeinsame Ausbildungs- und Rehabilitationszentren" umgewandelt werden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Sonntag unter Berufung auf das Außenministerium in Damaskus.

Eine Übersicht über eine russische Marineeinrichtung in Tartus, an Syriens Küste. Im Vordergrund sind ein Hafen mit Containern, gelben Kränen und kleinen Gebäuden zu sehen. Im Hintergrund liegt das Meer mit Booten und einer Hafenmauer.
Der Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und der Marinestützpunkt Tartus, am Foto, sind die einzigen russischen Militärbasen im Ausland, die nicht in ehemaligen Sowjetstaaten liegen.

Der Schritt erfolge im Rahmen neuer Vereinbarungen, welche "die beiderseitigen Interessen wahren", meldete Sana weiter. Die Umwandlung solle binnen drei Monaten vollzogen werden. Der Eckpunktevereinbarung gingen eineinhalb Jahre dauernde Verhandlungen voraus.

Der Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und der Marinestützpunkt Tartus sind die einzigen russischen Militärbasen im Ausland, die nicht in ehemaligen Sowjetstaaten liegen. Beide befinden sich im Westen Syriens an der Mittelmeerküste.

Verbündeter von Bashar al-Assad

Russland war ein wichtiger Verbündeter des syrischen Machthabers Bashar al-Assad während des 14 Jahre lang andauernden Bürgerkriegs in Syrien. Moskau unterstützte damals die syrische Armee, indem russische Soldaten Luftangriffe auf die von Jihadisten kontrollierten Gebiete flogen. Nach Assads Sturz durch Jihadisten im Dezember 2024 büßte Russland stark an Einfluss in der Region ein, hoffte jedoch, seine militärische Präsenz in dem Land aufrecht erhalten zu können.

Bei einem Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Moskau Ende Jänner lobte der russische Präsident Wladimir Putin dessen Erfolge. Keiner der beiden sprach dabei die militärische Präsenz Russlands in Syrien an – obwohl Kremlsprecher Dmitri Peskow angekündigt hatte, diese werde "zweifelsohne" Thema sein.

Assad war nach seinem Sturz mit seiner Familie nach Russland geflohen und hält sich seitdem in Moskau auf. Damaskus hat wiederholt seine Auslieferung gefordert. (APA, 9.8.2026)

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