Die Schweiz erlebte ein seltenes Himmelsspektakel: Sie konnte die grösste Sonnenfinsternis seit 1999 bestaunen.
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Seltenes Himmelsspektakel in der Schweiz: Die grösste Sonnenfinsternis seit 1999 ist beendet. Je nach Standort verdeckte der Mond dabei 91 bis 93 Prozent der Sonne. Es kam zum «doppelten» Sonnenuntergang: Die Sonne verschwand hinter dem Mond – und dann unter dem Horizont. Um 19.23 Uhr begann der Mond im nordöstlichsten Zipfel des Landes, sich vor die Sonnenscheibe zu schieben. Rund eine Stunde später erreichte die partielle Sonnenfinsternis ihren Höhepunkt.
Das war der Livestream vom Chasseral im Berner Jura
Das Spektakel nahm nun von Minute zu Minute an Fahrt auf. Höhepunkt in der Schweiz war zwischen 20.17 und 20.20 Uhr. Dann waren je nach Standort rund 91 bis 93 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt – übrig blieb nur noch eine schmale Sonnensichel. Danach blieb die Sonne noch teilweise verfinstert, bevor sie unterging.
Gebannter Blick zum Himmel: Zum Höhepunkt der Sonnenfinsternis hat es vielerorts in der Schweiz Applaus gegeben. Auf dem Berner Rosengarten, der Anhöhe mit Weitsicht über die Altstadt, fanden sich mehrere tausend Schaulustige ein. Auf der Zürcher Polyterrasse über den Dächern der Altstadt machten sich Hunderte die besten Plätze streitig.
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Bild 1 von 23. Überall in der Schweiz haben Menschen mit speziellen Schutzbrillen in die Sonne geschaut, um Zeugen dieses astronomischen Highlights zu sein.
Bildquelle: Keystone / Andreas Becker.
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Bild 2 von 23. Staunende Blicke auf dem Hohen Kasten in Brülisau AI – die Sonnenfinsternis zog die Menschen in ihren Bann.
Bildquelle: Keystone / Gian Ehrenzeller.
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Bild 3 von 23. Auch am Monte Diggelmann in der Stadt Zürich versammelten sich zahlreiche Menschen. Der «Monte» im Quartier Oberstrass ist ein Hügel im Irchelpark, der mit Aushubmaterial vom Bau des Campus Irchel der Uni Zürich aufgeschüttet wurde.
Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 23. Schaurig schön: Der Blick vom Staffelegg-Pass im Kanton Aargau.
Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 23. (Fast) alle waren auch auf der Rigi in der Zentralschweiz bestens ausgerüstet, um die Sonnenfinsternis zu verfolgen.
Bildquelle: Keystone / Gaetan Bally.
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Bild 6 von 23. Noch einmal auf der Rigi kurz bevor die Sonne zwei Mal «unterging».
Bildquelle: Keystone / Gaetan Bally.
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Bild 7 von 23. Die Lidowiese in Luzern, direkt am Vierwaldstättersee beim Verkehrshaus, kurz vor dem Showdown.
Bildquelle: SRF.
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Bild 8 von 23. Die Sonne war zwischenzeitlich nur noch eine schmale Sichel. Auch so mancher Schattenwurf nahm ungewöhnliche Formen an – wie hier im Baselbiet.
Bildquelle: ZVG.
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Bild 9 von 23. Auch auf dem Stanserhorn NW beobachteten Schaulustige, wie sich der Mond vor die Sonne schob.
Bildquelle: Keystone / Urs Flüeler.
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Bild 10 von 23. Das gotische Berner Münster mit der kleinen Sonnensichel ...
Bildquelle: Keystone / Claudio Thomas.
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Bild 11 von 23. ... nicht weniger beeindruckend die Aussicht vom Uetliberg in Zürich.
Bildquelle: Keystone / Urs Flüeler.
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Bild 12 von 23. Festhalten für die Ewigkeit: Denn so ein Naturschauspiel erlebt man nur selten. Die nächste totale Sonnenfinsternis in der Schweiz wird 2081 zu sehen sein.
Bildquelle: Keystone / Urs Flüeler.
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Bild 13 von 23. Auch im Freiburgischen und im Wallis kamen an verschiedenen Orten Hunderte zusammen, um das Spektakel am Himmel zu beobachten. Auf dem Signal de Bernex (im Bild), dem zweithöchsten Punkt im Kanton Genf, versammelten sich rund tausend Schaulustige.
Bildquelle: Keystone / Martial Trezzini.
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Bild 14 von 23. Spektakuläre Eindrücke aus dem Berner Oberland: Sonne und Mond hinter dem Gantrisch.
Bildquelle: Keystone.
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Bild 15 von 23. Bei zumeist klarem Himmel haben auch Millionen Menschen in Deutschland die partielle Sonnenfinsternis beobachtet.
Bildquelle: Keystone / DPA, Patrick Fleul.
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Bild 16 von 23. Auch im Olympiapark in München herrschten optimale Wetterbedingungen.
Bildquelle: Keystone / DPA, Felix Horhager.
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Bild 17 von 23. Gebanntes Europa: Auch in der tschechischen Hauptstadt Prag gab es atemberaubende Bilder.
Bildquelle: Keystone / EPA, Martin Divisek.
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Bild 18 von 23. Millionen Menschen verfolgten die erste totale Sonnenfinsternis über dem spanischen Festland seit mehr als einem Jahrhundert.
Bildquelle: Keystone / EPA / NASA, Bill Ingalls.
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Bild 19 von 23. Das Naturereignis lockte Hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland an. Hotels entlang der Totalitätszone waren vielerorts ausgebucht, viele Private vermieteten Balkone und Dachterrassen mit freier Sicht auf den Horizont für mehrere Hundert Euro.
Bildquelle: Keystone / AP, Bernat Armangue.
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Bild 20 von 23. Zwar war es auch in der Schweiz schön anzusehen, aber ein bisschen neidisch auf Spanien (mit einem Osborne-Stier) darf man trotzdem sein.
Bildquelle: Keystone / EPA / EFE, Borja Sanchez-Trillo.
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Bild 21 von 23. In Europas Metropolen blieb am Mittwochabend die Zeit stehen – wie hier in Brüssel ...
Bildquelle: Keystone / EPA, Oliver Hoslet.
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Bild 22 von 23. ... London ...
Bildquelle: Keystone / AP. Frank Augstein.
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Bild 23 von 23. ...oder Madrid.
Bildquelle: Keystone / EPA / EFE, Ballesteros.
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Auch auf den Hohen Kasten in der Ostschweiz hatten sich mehrere hundert Neugierige mit Sonderfahrten bringen lassen. Aber auch in der Westschweiz, wo das Spektakel etwas später zu sehen war, fanden sich vor allem auf erhöhten Punkten dutzende bis hunderte Schaulustige ein, so dass es zum Beispiel bei der Auffahrt zum Chasseral im Berner Jura zu Autostaus kam und die letzten vier bis fünf Kilometer zu Fuss erklommen werden mussten.
Grosser Andrang bei Brillen
Box aufklappen Box zuklappen
Keystone/Peter Schneider
Wie gross das Interesse ist, zeigte sich bereits in den Tagen davor. Wer das Spektakel beobachten wollte, brauchte eine zertifizierte Sonnenfinsternisbrille – normale Sonnenbrillen schützen die Augen nicht ausreichend. Vor Fachgeschäften, die solche Brillen vorrätig hatten, bildeten sich riesige Schlangen. So standen etwa in Bern und Lausanne mehrere hundert Leute vor entsprechenden Läden, um eine der begehrten Brillen zu ergattern, wie Reporter von Keystone-SDA am Montag und Dienstag beobachteten.
Totale Verdunkelung in Spanien: Dort war gar eine totale Sonnenfinsternis zu bestaunen. Tausende Menschen beobachteten in der Hafenstadt A Coruña im äussersten Nordwesten des Landes, wie sich der Mond langsam von rechts unten vor die Sonne schob. Um 20.27 Uhr und 41 Sekunden war es dann so weit. Zum ersten Mal seit 1905 verschwand die Sonne in Spanien komplett hinter dem Mond. Für eine Minute und 18 Sekunden wurde der Tag zur Nacht.
Dieses spektakuläre Himmelsereignis einer kompletten Sonnenfinsternis war in einem knapp 300 Kilometer breiten Streifen vom Nordwesten Spaniens Richtung Südosten bis zu den Balearen mit Mallorca zu sehen.
Keystone/EPA/NASA/Bill Ingalls
Auch einen kleinen Zipfel Portugals streifte der Kernschatten des Mondes. Da die Sonne schon tief über dem Horizont stand, reichte es nicht, einfach vor die Tür zu treten und mit einer zertifizierten Spezialbrille zum Himmel aufzuschauen. Hunderttausende Menschen mussten sich deshalb an Beobachtungspunkte begeben, wo keine Gebäude, Bäume oder Hügel die Sicht auf den Horizont versperrten. Sonnenfinsternis-Enthusiasten reisten aus aller Welt an.
Das lange Warten bis 2081: Bis zur nächsten totalen Finsternis über der Schweiz wird es noch bis zum Jahr 2081 dauern. Die letzte totale Sonnenfinsternis, die von grossen Teilen der Schweiz aus zu sehen war, liegt bereits mehr als 300 Jahre zurück: Sie ereignete sich im Jahr 1724. 1842 war die Sonne zudem über dem südlichsten Zipfel der Schweiz total verfinstert.
Echo der Zeit, 10.08.2026, 18 Uhr ; agenturen/hosb/imhm;mcep