Meinung: Tech Update des manager magazins: News zu Hyrox, PayPal, Microsoft, Nvidia, Hugging Face, Meta, DeepSeek, Situational Awareness

Liebe Leserin, lieber Leser.

Mit Wettkämpfen kannte der Ex-Hockeyspieler Moritz Fürste (41) sich aus. Und dachte sich nach dem Ende seiner Profikarriere einen Wettkampf für genau die Sportart aus, die bisher noch keinen hatte: die riesige Gruppe der Fitnessstudio-Besucher aka Gymrats. Hyrox wurde ein globaler Welterfolg – der jetzt offenbar auch bei den Ü70-Milliardären zündet. Mehr dazu in unserer exklusiven Recherche.

Das sind unsere Topthemen diese Woche:

  • Exklusive Recherche: Zwei Milliardäre greifen nach dem Fitness-Start-up Hyrox

  • Interview mit Microsoft-Deutschlandchefin über ihren Kalender: „Mama, ich werde niemals fertig sein“

  • Gastautorin Kenza Ait Si Abbou: Was „Mitarbeiter mitnehmen“ in der KI-Transformation wirklich bedeutet

  • Deepdive: Wie PayPal die Zerschlagung verhindern will

Exklusive Recherche: Milliardäre greifen nach der Fitnessfirma der Hyrox-Gründer

Schwitzen auf Social Media: Die Hyrox-Gründer Moritz Fürste (l.) und Christian Tötzke verdanken ihren Erfolg auch der eitlen Zielgruppe

Schwitzen auf Social Media: Die Hyrox-Gründer Moritz Fürste (l.) und Christian Tötzke verdanken ihren Erfolg auch der eitlen Zielgruppe

Foto:

Jens Gyarmaty / laif

Mit ihrem Start-up Hyrox profitieren Moritz Fürste (41) und Christian Tötzke (58) vom globalen Fitnessboom. Die vor neun Jahren in Hamburg aufgebaute Sportevent-Reihe verbindet Laufen mit Kraftübungen – und ist damit wie gemacht für Social Media. In diesem Jahr dürften rund 1,8 Millionen Menschen an den Wettkämpfen teilnehmen, die inzwischen auch in den USA stattfinden. Die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro soll das Start-up bereits geknackt haben, wie mein Kollege Caspar Schlenk erfahren hat. Inzwischen lockt Hyrox auch Ü70-Milliardäre an: L Catterton, der Investmentarm von Bernard Arnaults (77) Luxuskonzern LVMH, soll seit mehr als einem Jahr exklusiv mit den Gründern verhandeln. Und – so Caspars Recherche – auch der frühere DreamWorks-Boss Jeffrey Katzenberg (75) ist offenbar interessiert. Welche Firmenbewertung im Gespräch ist (weniger als bislang kolportiert) und wie die Dealstruktur aussehen könnte (kompliziert), erfahrt ihr exklusiv hier. 

Köpfe: Agnes Heftberger ++ Leopold Aschenbrenner ++ Barret Zoph ++ Kenza Ait Si Abbou

Montagmorgens von null auf hundert: Microsoft-Managerin Agnes Heftberger

Montagmorgens von null auf hundert: Microsoft-Managerin Agnes Heftberger

Foto:

Friedrich Bungert / SZ Photo / picture alliance

  • Agnes Heftberger (45), Deutschland-CEO von Microsoft, optimiert ihren Arbeitsalltag mithilfe von KI, soviel sie kann – bei To-do-Listen, Mails und Briefings. Was kann man sich davon abgucken? Hier spricht sie mit meiner Kollegin Katharina Hölter über ihre täglichen Karrierehacks .

  • Alexander und Benjamin Michel (37), Gründer des Fintechs Finanzguru, suchen Käufer. Die Investmentbank Houlihan Lokey ist bereits mandatiert, haben meine Kolleginnen Hannah Schwär und Katharina Slodczyk recherchiert – und dazu noch etliche weitere Details um den möglichen Verkauf des einstigen „Höhle der Löwen“-Start-ups. 

  • Leopold Aschenbrenner (24), gefeiert als deutsches KI-Wunderkind, hat sich seinen Honeymoon vermutlich anders vorgestellt. Vor wenigen Wochen heiratete er, zeitgleich wäre sein Fonds Situational Awareness fast implodiert. Jetzt hat auch noch die Börsenaufsicht SEC Ermittlungen zu dem Vorgang aufgenommen.

  • Barret Zoph, an der Seite von Mira Murati (37) Mitgründer des Milliarden-KI-Labs Thinking Machines, kehrt zu seinem früheren Arbeitgeber Google zurück. Klingt für uns nach einem ganz besonderen Circular Deal, über die in der KI-Szene so viel geredet wird.

Gastbeitrag: Damit die KI-Transformation nicht intern scheitert

Bin ich noch ich? KI-Beraterin Kenza Ait Si Abbou über die Sorgen von Angestellten

Bin ich noch ich? KI-Beraterin Kenza Ait Si Abbou über die Sorgen von Angestellten

Foto: teutopress / IMAGO

„Wir müssen die Mitarbeiter mitnehmen.“ Kaum ein Satz fällt wohl häufiger, wenn es um künstliche Intelligenz geht, schreibt die KI-Expertin Kenza Ait Si Abbou (45) in ihrem Gastbeitrag für uns. „Gut gemeint, aber nicht gut durchdacht und schon gar nicht gut gemacht“, so die frühere Fiege-CTO. Sie erklärt, wie es besser gehen könnte und plädiert für eine Führung, die Ängste ernst nimmt, Expertise stärkt und konkrete Perspektiven eröffnet. Hier entlang.

Zahl der Woche: 16,7 Milliarden Dollar

Meta zahlt fast 17 Milliarden Dollar im Streit über Jugendschutz: Die Facebook-Mutter hat im Streit mit zahlreichen US-Staaten einen weiteren Prozess erst einmal abgewendet. Im Gegenzug verspricht das Unternehmen Einschränkungen für Jugendliche und zahlt lieber. Die Summe klingt erst mal hoch, entspricht aber nur einem Bruchteil der rund 60,5 Milliarden Dollar Gewinn, die das Unternehmen allein im vergangenen Jahr verbuchte. Und einem Bruchteil der 1,4 Billionen Dollar Strafe, die der Konzern angeblich befürchtet hatte.

Round-up: PayPal ++ DeepSeek ++ Nvidia ++ Hugging Face

Altbacken: Erste Sahne ist PayPal längst nicht mehr

Altbacken: Erste Sahne ist PayPal längst nicht mehr

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allezhopp Studio / manager magazin

  • Deutschland gilt für den US-Riesen PayPal als „goldener Markt“. Doch selbst hier enttäuschen die Geschäftszahlen. Die Aktie ist abgestürzt, mächtige Rivalen ziehen vorbei. Nun droht nach dem Vorstoß des Rivalen Stripe gar eine Übernahmeschlacht. Meine Kollegin Hannah Schwär hat mit früheren PayPal-Leuten, Analysten, Wettbewerbern und Investoren gesprochen und analysiert die Lage. Leitfrage: Kann der neue Chef Enrique Lores (60) den Ausverkauf verhindern ?

  • Die chinesische KI-Firma DeepSeek soll vor einer neuen Finanzierungsrunde stehen – auf eine Bewertung von satten 74 Milliarden Dollar.

  • Nvidia will offenbar die KI-Plattform Hugging Face für rund 13 Milliarden Dollar kaufen. Für den weltweit wertvollsten Konzern wäre das ein überschaubarer Betrag. Gerade erst hat der Chiphersteller mit seinen Umsatzzahlen erneut die Erwartungen übertroffen und prognostiziert für das kommende Geschäftsjahr weiter rasant steigende Erlöse. Doch der mögliche Zukauf ist strategisch wichtig. Hugging-Face-CEO Clem Delangue äußerte sich derweil ... nicht .

Error 404 – das hat noch gefehlt: ein Schloss für Mark

Standesgemäß: Mark Zuckerbergs neue Irland-Residenz Strancally Castle

Standesgemäß: Mark Zuckerbergs neue Irland-Residenz Strancally Castle

Foto: Patrick Kenealy / REUTERS

Meta-Chef Mark Zuckerberg (42) ist ab sofort stolzer Besitzer eines Schlosses in Irland, Strancally Castle, erbaut circa 1830. Der 200-fache Milliardär lebt eigentlich im Silicon Valley, besitzt aber auch Immobilien in Miami, Washington und auf Hawaii. Warum jetzt das Schloss? Vielleicht, weil seine Techfirma in Irland ihre europäische Firmenzentrale betreibt? Oder weil Zuck, der sich auch schon mal als römischer Imperator inszenierte, so dem ersehnten Aufstieg aus dem Techadel in den echten Adel noch ein kleines Stück näher kommt? Ein interessantes Detail, das die „New York Times“ herausgefunden hat: In dem neuen Heim dauert es ganze viereinhalb Minuten, um von der Küche ins Speisezimmer zu gelangen. Da dürfte das Essen schon kalt sein – schade um das Irish Stew.

Nun wünschen wir euch einen schönen Freitag, denn das war es schon wieder mit dem aktuellen „Tech Update“. Leitet den Newsletter gern an andere Interessierte weiter. Abonnieren könnt ihr uns hier, damit ihr auch in Zukunft keine Ausgabe verpasst.

Und wie immer: Fragen, Anmerkungen oder Kritik gern an [email protected] .

Viele Grüße
Eure Sarah Heuberger