Tesla: Gigafactory Berlin will eine Million Fahrzeuge pro Jahr bauen - Golem.de

Tesla plant in Grünheide eine zweite Produktionshalle. Im Endausbau soll die Produktionskapazität auf eine Million Autos pro Jahr erhöht werden.

Die Gigafactory Berlin bei Grünheide (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Die Gigafactory Berlin bei Grünheide Bild: Sean Gallup/Getty Images

Tesla bereitet nach Informationen des RBB(öffnet im neuen Fenster) eine umfassende Erweiterung seiner Fabrik in Grünheide vor. Geplant sind eine zweite Produktionshalle nördlich des bestehenden Werks, neue Infrastruktur für Energie und Wasser sowie ein schrittweiser Anstieg der Produktion über mehrere Jahre.

Die vorgesehene Halle könnte laut RBB rund 536.000 Quadratmeter groß werden. Das wäre mehr als doppelt so viel wie das derzeitige Produktionsgebäude mit rund 219.000 Quadratmetern. Die Erweiterung kann nicht ohne neue Genehmigungen erfolgen.

Genehmigungsverfahren und Wasserverbrauch bleiben im Fokus

In einer vom RBB zitierten Stellungnahme erklärte Tesla, man habe in einem 2023 eingereichten Teilantrag auf Genehmigung bereits eine stufenweise Erweiterung der Gigafactory Berlin-Brandenburg skizziert. Die mit dem Plan verbundenen Umweltauswirkungen seien zu diesem Zeitpunkt beschrieben worden.

Tesla verwies zudem auf einen Genehmigungsbescheid vom 15. Oktober 2024, der die grundsätzliche Genehmigbarkeit des Erweiterungswegs festlege. Ein weiterer Teilantrag für das nördliche Produktionsgebäude stütze sich auf diese Entscheidung.

Laut RBB will Tesla im Dezember neue Anträge bei den Genehmigungsbehörden einreichen. Der Bau der zusätzlichen Halle könnte 2027 beginnen. Die Produktionskapazität könnte sich laut dem Bericht schließlich einer Million Fahrzeugen pro Jahr nähern. Tesla bestätigte in den jüngsten öffentlichen Unterlagen kein festes Jahresziel.

Auch beim Thema Beschäftigung legte das Unternehmen keine aktualisierten Zahlen vor. Frühere Planungsdokumente nannten langfristig bis zu 42.000 Beschäftigte auf dem Werksgelände. Ob dieser Wert Teslas aktuelle Erwartungen noch widerspiegelt, ist unklar.

Der Wasserverbrauch bleibt in Grünheide offenbar ein sensibles Thema. Das Werk stand seit der ersten Planung unter Beobachtung wegen der Versorgungs- und Abwasserfrage. Mehr Personal hätte vermutlich Auswirkungen auf die lokale Nachfrage.

Das Infrastrukturpaket soll mehr umfassen als die Produktionshalle. Der RBB berichtete, dass Tesla auch eine eigene Umspannanlage und den Ausbau der Abwasseranlagen in einem breiteren Projekt besprochen habe.

Derzeit befindet sich das Projekt offenbar in einem fortgeschrittenen Planungsstadium, ist aber noch nicht genehmigt. Die im Dezember erwarteten Anträge dürften Details zu Gebäudegröße, Umweltschutzmaßnahmen und Bauzeitplan liefern.