Publiziert30. August 2026, 13:39
Fahndung läuftTödliche Schüsse an Rave in Aarau: Das ist bisher bekannt
Eine 22-Jährige stirbt nach Schüssen am Aarauer Rave. Fünf Personen werden verletzt. Die Täterschaft ist noch unbekannt, die Fahndung läuft.

20min/jad
Darum gehts
- Am Aarauer Rave im Schachen fielen in der Nacht auf Sonntag gegen 2.30 Uhr Schüsse.
- Eine 22-jährige Frau starb, fünf weitere Personen im Alter von 24 bis 27 Jahren wurden verletzt und ins Spital gebracht.
- Die Täterschaft ist unbekannt, die Grossfahndung läuft – auch die deutsche Polizei ist im Einsatz.
Die Betroffenheit nach den Schüssen am Aarauer Rave ist gross. Viele Fragen sind noch offen. Eine Übersicht.
Das ist passiert
In der Nacht auf Sonntag fielen am Aarauer Rave im Schachen Schüsse. Die Kantonspolizei Aargau erhielt gegen 2.30 Uhr eine entsprechende Meldung. Die Tat ereignete sich mutmasslich in der Schlussphase der Party, die gemäss Planung um 2 Uhr hätte enden sollen.
Laut der Kantonspolizei Aargau muss man davon ausgehen, dass eine grössere Anzahl Schüsse abgegeben wurde. Woher sie abgegeben wurden, sei Teil der laufenden Ermittlungen.
In der Nähe des Geländes befindet sich auch ein Stellplatz für Fahrende. Ob auch da Schüsse abgegeben wurden, kläre die Polizei derzeit noch ab. Die anwesenden Personen würden befragt.
Eine Tote und fünf Verletzte
Laut Angaben der Polizei wurden bei den Schussabgaben eine 22-jährige Frau tödlich verletzt. Über ihre Identität informiert die Polizei derzeit nicht. Als die Einsatzkräfte am Tatort eingetroffen sind, sei die junge Frau bereits tot gewesen, sagt Graser an einer Medienkonferenz.
Fünf weitere Personen, vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren, erlitten leichte bis schwere Verletzungen. Sie wurden ins Spital gebracht. Gemäss den Behörden haben alle ihren Wohnsitz in der Schweiz.
Was ist über die Täterschaft bekannt?
Wer für die Tat verantwortlich ist und welches Motiv dahintersteckt, ist weiterhin unklar. Derzeit läuft eine landesweite Grossfahndung. Laut der Kantonspolizei Aargau geht man nicht davon aus, dass sich die Täterschaft noch in der Region Aarau befindet. Nähere Kenntnisse zu deren Aufenthaltsort habe man nicht. Die Nachbarländer seien informiert worden. Das Gebiet rund um den Tatort bleibt zur Spurensicherung grossräumig abgesperrt.
Ob die Polizei nach einer oder mehreren Personen fahndet, wurde bisher nicht bekannt gegeben. Neben der Kantonspolizei Aargau ist laut DPA auch die deutsche Polizei im Einsatz.

Das sagen die Veranstalter
«Der hinterhältige Anschlag auf die Gäste des Aarauer Raves hat unsere Herzen gebrochen»: Diese Worte stehen in einem Schreiben, das der Managing Partner des Veranstalters des Aarauer Raves 20 Minuten zukommen liess. Man sei schockiert, erschüttert und traurig. «Ein Rave sollte immer ein Ort der Freude und der Liebe sein. Niemals ein Ort, an dem Menschen getötet, verletzt und in Angst versetzt werden.» Als Veranstalter werde man alles tun, um die Polizei bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
DJs trauern um 22-Jährige
Der Vorfall ereignete sich wohl gleich nach dem Set von DJ Tekibo und DJ Pencil. Letzterer schrieb auf Instagram: «Was letzte Nacht in Aarau geschehen ist, war der grösste Albtraum jemals.» Er könne nicht die richtigen Wörter finden. «Diese Minuten waren der grösste Horror.» Er sei traurig um den Verlust einer nahen Freundin. «Wir werden dieses Lächeln nie vergessen.»
DJ Tekibo schrieb, er versuche, das Erlebte zu verarbeiten. «Ich habe einen wichtigen Menschen verloren.» Er wolle sich deshalb für eine Weile von allem zurückziehen, um die Situation zu verarbeiten. Seinen Post beendet er mit «RIP M». Wer mit dem Initial gemeint ist und in welchem Zusammenhang die Person zum Vorfall steht, geht aus dem Statement nicht hervor.
Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?
Hier findest du Hilfe:
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Lynn Sachs (sac) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Sie ist stellvertretende Leiterin des Ressorts News.
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