Stand: 17.09.2026, 23:19 Uhr
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60 Minuten unterlegen: Die Tölzer Löwen verlieren ihr Auftaktspiel beim ESVK mit 0:2. Nur Torwart Matthias Bittner verhindert eine deutlichere Niederlage.
Kaufbeuren/Bad Tölz – Ein Statement beim Top-Favoriten zu setzen, das war das große Ziel der Tölzer Löwen. Doch die personell hoch dekorierten Gastgeber von der Wertach ließen vom ersten Bully an keinerlei Zweifel an ihrer Schaffenskraft. Mit der 0:2-Niederlage zur Oberliga-Saisoneröffnung am Donnerstagabend zogen sich die Isarwinkler noch mehr als günstig aus der Affäre. Tatsächlich waren sie über die gesamten 60 Minuten chancenlos. Einzig ein famoser Matthias Bittner stemmte sich gegen eine klarere Niederlage. „Er hat uns lange im Spiel gehalten“, stellt Axel Kammerer seinem Schlussmann die Bestnote aus.
Für den Rest der Mannschaft gab es derweil nur Allfälliges. „In vielen Situationen zu langsam, auch die Bissigkeit im Zweikampf war nicht so da.“ So blieb dem Löwen-Coach wenig anderes übrig, als dem Gegner zu gratulieren. „War ein verdienter Sieg, da gibt es nichts zu rütteln.“ Kammerer betonte noch kurz vor der Partie die Wichtigkeit, dem Anfangsschwung der Allgäuer zu begegnen. Klappte nicht wirklich. Nach knapp sechs Minuten stand es 0:1, zur ersten Pause bereits 0:2. Max Renner hatte an der blauen Linie durchgeladen und in den Torwinkel getroffen. Der Stock vor Matthias Bittner war nicht hoch genug und der Treffer damit nach Überprüfung entsprechend regelkonform.
Ebenso warnte Kammerer vor dem exzellenten Powerplay des ESVK. Nicht von ungefähr. Sandro Schönbergers Optimismus im Kampf um die Scheibe wurde mit zweiminütiger Auszeit belegt. Genau da fand Andrew Yogan einen Passkanal zu Eero Elo – 0:2. Die Angriffe der Löwen waren durchaus ernst gemeint, wirkten aber wie die eines DNL-Teams. Kaum einmal gelangte die Tölzer Attacke in die Nähe von Rihards Babulis. Auch Zweikampfhärte und Spielverständnis steckten noch in den Kinderschuhen.
Das Ganze besserte sich insoweit, als die Kurstädter im Mittelabschnitt kein weiteres Gegentor zuließen – präziser ausgedrückt: kein weiteres fingen. Denn Kaufbeuren hatte jede Menge brenzlige Torannäherungen. Immer wieder brannte es lichterloh um Bittner herum. Der Goalie performte als einziger Löwe über der Norm. Das Schlimme aus Tölzer Sicht: Sie spielten nicht etwa grottig, oder gebremst motiviert. Nein, die Angriffe des Zweitligaabsteigers waren ihnen schlicht oftmals zu schnell. Und nach vorn gab es trotz aller Bemühungen so gut wie kein Durchkommen. Niki Hörmann war einmal mit aufgerückt, kam frei zum Abschluss. Alles andere blieb bei gut gemeinten Versuchen.
Im Schlussabschnitt wurde es plötzlich besser. Die Löwen bekamen mehr Zugriff, hatten deutlich mehr Scheibenbesitz. Allein die Durchschlagskraft vor Babulis wollte sich nicht einstellen. Auch nicht bei Yannick Wenzel, der in der Schlussphase am Schoner des Kaufbeurer Goalies scheiterte und damit die große Möglichkeit zur Schlussoffensive untergrub.