Trump verkündet Einigung mit Dänemark über Grönland

Online seit gestern, 23.56 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit Dänemark über die Zukunft der autonomen dänischen Insel Grönland bekanntgegeben. Die Vereinbarung übertrage die „dauerhafte Kontrolle“ über die Sicherheit der Insel an Washington, teilte US-Präsident Donald Trump heute auf seiner Plattform Truth Social mit. Zudem werde es „Gegnern“ der USA verboten, eine militärische Präsenz auf der Arktisinsel zu errichten.

Laut dänischem Rundfunk bestätigte Premierministerin Mette Frederiksen das Abkommen, das die „Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik stärken“ soll. Der Vorsitzende der grönländischen Regierung, Jens-Frederik Nielsen, erklärte in der Pressemitteilung, dass das Abkommen die Sicherheit Grönlands, des Königreichs Dänemark, der Vereinigten Staaten und des westlichen Bündnisses gewährleisten und stärken werde.

Laut dem Büro Frederiksens werde das Abkommen voraussichtlich nächste Woche im Rahmen der UNO-Generalversammlung unterzeichnet.

Strategisch wichtig

Im vergangenen Winter hatte Trump wiederholt die Annexion des zu Dänemark gehörenden Grönlands gefordert und dabei auch die Anwendung von Gewalt nicht ausgeschlossen. Nach einem von Generalsekretär Mark Rutte vermittelten Kompromiss auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ließ der US-Präsident zunächst von seiner Forderung ab.

Die USA unterhalten bereits eine Militärbasis auf Grönland. Die Pituffik Space Base dient unter anderem der Überwachung von Weltraumaktivitäten und Raketenstarts und geht auf ein Verteidigungsabkommen zwischen Washington und Kopenhagen zurück.

Grönland liegt geostrategisch günstig im Nordatlantik und Arktischen Ozean zwischen Nordamerika und Europa. Auch befindet sich die Insel auf direkter Strecke einer möglichen Raketenflugbahn zwischen Russland und den USA. Trump verwies zuletzt auf die angebliche Präsenz russischer und chinesischer Schiffe nahe der Insel.