Stand: 09.08.2026, 17:45 Uhr
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Bei der Mountainbike-EM war in der U23-Klasse Carla Hahn zweimal am Start. Im Short-Track-Race war sie ganz nahe dran an einem Top-Platz, bis das Material streikte.
Rivera – In der U23-Klasse hat Carla Hahn schon zwei EM-Medaillen geholt. 2024, im rumänischen Cheile Gradesti, gewann sie Silber (Cross-Country-Olympic) und Bronze (Shorttrack). Gern hätte die Sindelsdorferin ihre Sammlung bei den jüngsten Titelkämpfen, ausgetragen am Monte Tamaro bei Rivera (Schweiz), vergrößert. Dass daraus nichts wurde, hatte nicht zuletzt mit technischen Problemen zu tun. Zu Buche stand letztlich der elfte Platz im XCO-Rennen.
Im Short-Race war Hahn von Beginn an ganz vorn dabei, konnte sich mit Bloeme Kalis (Niederlande) und Lea Huber (Schweiz) etwas absetzen. „Auf der staubigen und felsigen Strecke ist es nicht verkehrt, nicht allzu viele direkt vor sich zu haben“, so Hahn. Bis zur sechsten Runde lief alles bestens, dann aber ereilte die Sindelsdorferin ein technischer Defekt. Den konnte sie schnell beheben, verlor dadurch aber etwas Zeit.
In der siebten Runde bekam Hahn erneut Probleme mit ihrem Gefährt, die sie nun aber nicht mehr selbst lösen konnte. „Das war wie ein Schlag ins Gesicht“, berichtete sie.
Knappe Abstände an der Spitze
Die junge Frau aus Sindelsdorf musste in die sogenannte Tech-Zone und verlor dort so viel Zeit, dass sie aufgrund des Reglements aus der Wertung genommen wurde. Den EM-Titel gewann Lea Huber (Schweiz) vor Elina Benoit (Schweiz), Kristine Lisa Jorde (Norwegen) und Kalis. Die vier Fahrerinnen kamen innerhalb von sechs Sekunden ins Ziel.
Die nächste Medaillenchance bot sich für sie im Cross-Country-Olympic (XCO). In der Nacht davor hatte es geregnet, „was sehr gut für die Strecke war, da es nicht gleich von Beginn an so staubig war“, so Carla Hahn. Viele Felsplatten und Felsstufen sorgten für einen anspruchsvollen Parcours. Die Konkurrenz legte „gleich am ersten Anstieg ein unfassbares Tempo vor“, so Hahn. „Ich ging es etwas vorsichtiger an, damit ich mich nicht sofort aus den Schuhen fahre.“ Ab der dritten Runde von insgesamt sechs Umläufen pendelte sich Hahn um die zehnte Position herum ein. Kurz vor Schluss musste die Deutsche noch Natalia Grzegorzewska (Polen) vorbeiziehen lassen, um nur sechs Sekunden verfehlte Hahn eine Top-Ten-Platzierung.
Ihr Fazit fiel dennoch positiv aus: „Ich bin mit dem Rennen sehr zufrieden, da ich eine konstante Leistung abrufen konnte.“ Der Schweizer Verband freute sich im XCO-Rennen über einen kompletten Medaillensatz: Es gewann Anina Hutter (1:17:08 Stunden) mit über einer Minute Vorsprung vor Fiona Schibler und Elina Benoit.
Die nächsten wichtigen Wettkämpfe für Hahn und ihre Kolleginnen stehen schon bald an. Vom 14. bis 16. August wird in Les Gets (Frankreich) die World Series ausgetragen. Vom 25. bis 30. August steigt im italienischen Val die Sole die Weltmeisterschaft. Im September folgt noch die World Series in Soldier Hollow (USA).