Übergewicht durch Schlafmangel: Forscherin empfiehlt 7 Lebensmittel für bessere N

Stand: 13.09.2026, 20:20 Uhr

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Eine Frau misst mit einem Maßband ihren Bauchumfang

Bei Schlafentzug essen Menschen laut Schlafforscher Markus Dworak mehr und greifen zu Nahrung, die hochkalorisch und fettreich ist. © Pia Bayer/dpa

Schlafmangel kann den Appetit deutlich steigern. Wer zu wenig schläft, greift auch häufiger zu kalorienreicher und fetter Nahrung. Was ein Experte empfiehlt.

Düsseldorf (KNA) – Es ist eigentlich logisch: Wer mehr schläft, hat weniger Gelegenheit zu essen. Deshalb sollten Abnehmwillige auf ausreichend Schlaf achten, rät der Schlafforscher Markus Dworak. Dabei werde auch die Fettverbrennung angekurbelt, erklärte der Wissenschaftler bei einer Onlineveranstaltung des IST-Bildungsinstituts.

Artikel der KNA

Dieser Artikel stammt von der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Verkürzter Schlaf sorge dagegen für mehr Appetit. Bei Schlafentzug essen Menschen laut Dworak mehr und greifen zu Nahrung, die hochkalorisch und fettreich ist. Wer übermüdet ist, nimmt dem Sportwissenschaftler zufolge rund 385 Kalorien mehr zu sich. „Bei Schläfrigkeit gibt es einen Hang zu ungesünderer Nahrung“, man sei gewissermaßen im „Nahrungssuchemodus“. Ohne ausreichend Schlaf, verliere man bei einer Diät zudem 60 Prozent mehr Muskelmasse.

Erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit

Ideal sind laut Dworak sieben bis acht Stunden Schlaf. Dabei bestehe das geringste Risiko für Fettleibigkeit. Bereits eine Stunde weniger erhöhe dieses Risiko um neun Prozent. Menschen sollten aber auch nicht länger als neun Stunden täglich schlafen.

Wer schlecht schläft, sollte gezielt Lebensmittel mit der Aminosäure L-Tryptophan zu sich nehmen. Dazu zählen Sojabohnen, Cashewkerne, Edamer, Erdnüsse, Thunfisch, Huhn und getrocknete Linsen. Zudem rät Dworak zu Fisch mit hohem Vitamin-D-Anteil und Omega-3-Fettsäuren.

„Richtiges Timing“ beim Abendessen

Aber es kommt laut Schlafforscher Dworak auch auf das „richtige Timing“ beim abendlichen Essen an. Dieses sollte spätestens drei Stunden vor dem Zubettgehen beendet sein und nicht zu üppig ausfallen. Späte, große Mahlzeiten und nächtliches Snacken belasten den Körper und lassen ihn schwer zur Ruhe kommen.