Stand: 04.08.2026, 08:00 Uhr
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Beim traditionellen Sommersportcamp von FC und SG Dietzenbach üben die Kinder fleißig Turnen, Fußball und Tennis, erhalten so Einblicke in gleich mehrere Sportarten.
Dietzenbach – Flachschuss, Überschlag, Schmetterball. Beim traditionellen Sportcamp von SG und FC am Waldstadion probieren sich Kinder in verschiedenen Sportarten aus. Auf den Plätzen der Anlage stehen in den letzten beiden Ferienwochen, Fußball, Turnen und Tennis auf dem Programm. Mehr als 150 Jungen und Mädchen verschiedenen Alters sind pro Woche dabei und trotz Hitze voller Elan.
Der Grundgedanke ist schnell erklärt. Die Kinder sollen mehrere Sportarten ausprobieren dürfen. Nicht jeder mag Fußball oder turnt gerne, ebensowenig ist Tennis bei allen erste Wahl. Dank des großen Angebotes ist aber für alle etwas dabei, sagen Julia Löhr und Bettina Benz, die die Leitung des Camps übernehmen. Die Kinder konnten sich ausprobieren und müssen sich nicht auf eine Sportart festlegen.
Für jeden ist etwas dabei
Im Waldstadion wird schon fleißig gekickt. Auf den beiden Plätzen trainieren die Kinder in Kleingruppen. Fußball-Tennis steht auf dem Programm. Trainer Arda Oluk erklärt die Regeln: Der Ball wird von einer Linie angespielt, darf einmal aufkommen und muss dann über das Feld zurück. Santino, der beim FC kickt, bringt den Ball elegant über das Netz und erzielt einen Punkt für seine Mannschaft. der in Sprendlingen Fußball spielt, steht in der gegnerischen Mannschaft. Er beweist Talent in der Disziplin und erzielt Punkt um Punkt.
Auf dem benachbarten Gelände des Open-Air-Kinos turnen Kinder an Geräten und auf Matten. Trainerin Elanur Akgül passt auf, dass nichts passiert. Geübt werden an diesem Tag Handstandüberschlag, Spagat am Boden, Überschlag am Reck und das Balancieren auf dem Balken. Sara Lya, Teja, Sevim, Enisa und Leynie haben besonderen Spaß; einige zeigen sogar einen Überschlag, ohne dass ihre Hände den Boden berühren. Zwei Mädchen führen eine Käserolle am Reck vor.

Auf der Tennisanlage üben mehrere Gruppen mit Schläger und Ball. Doch nicht nur die richtige Technik und Beinarbeit sind entscheidend, auch der Platz muss zum Ende wieder in den geeigneten Zustand gebracht werden. Dazu gilt es, die Linien wieder von Sand zu befreien.
Für die Jüngsten haben die Vereine eine eigene Kindergarten-Gruppe zusammengestellt. Sie richtet sich an Kinder von drei bis fünf Jahren – das jüngste Kind ist zwei. Statt Fußball, Tennis und Turnen steht bei Gruppenleiter Jay Braun, Benno Strippelmann und Fabienne Elbracht Beschäftigung auf dem Programm. Der kleine Toni fährt Bobbycar, Matteo und Finn spielen Verstecken. Die Kleinen haben sichtlich Spaß.
Während die Kinder auf den Plätzen den Bällen nachjagen und ihre turnerische Klasse testen, wuseln im Hintergrund Ehrenamtliche herum, um beispielsweise das Essen vorzubereiten, das der örtliche Caterer K.S. Gourmet liefert.
Getragen von Verein und Ehrenamtlichen
Denn das Sportcamp wird auch von Freiwilligen getragen. Zu ihnen gehört Jenny Sebastian aus Rödermark. Sie hat sich extra zwei Wochen Ehrenamtsurlaub genommen, um mitzuarbeiten.

Sebastian übernimmt unter anderem die Essensausgabe, bereitet das Frühstück vor und hält die Küche sauber. Sie spiele selbst seit ihrer Kindheit Tennis und springe auch bei den anderen Sportarten ein, wenn ihre Hilfe benötigt werde. Für Löhr und Benz bedeutet diese Unterstützung eine spürbare Entlastung.
Stefan Rogge, Vorsitzender der SG Dietzenbach, weiß den Einsatz aller Beteiligten sehr zu schätzen. Er dankt den Helfern, dass sie das Camp auch in diesem Jahr wieder möglich machen. „Das Sommercamp ermöglicht vielen Kindern Jahr für Jahr, sich sportlich zu betätigen und neue Sportarten auszuprobieren.“
Auf dem Rasen im Waldstadion geht es derweil richtig zur Sache. Team Gelb spielt gegen Team Lila, und die Jungs zeigen, dass sie mit dem Ball schon richtig gut umgehen können. Torwart Arthur vereitelt eine Großchance, wehrt einen Schuss in letzter Sekunde mit dem Fuß ins Seitenaus. (Von Burghard Wittekopf)