Trotz einiger Vorfälle: Polizei verzeichnet eine „insgesamt friedliche“ Brass Wiesn

Stand: 04.08.2026, 08:00 Uhr

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Auch auf einer der insgesamt sieben Campingplatzbühnen ging die Post ab.

Auch auf einer der insgesamt sieben Campingplatzbühnen ging die Post ab. © Wilms

Die Polizei zieht nach dem Musikfestival Brass Wiesn am Echinger See eine überwiegend positive Bilanz. Ganz störungsfrei blieb die Veranstaltung jedoch nicht.

Eching – Die Polizeiinspektion Neufahrn betreute die letzte Echinger Brass Wiesn zusammen mit Unterstützungskräften aus Erding sowie der Verkehrspolizeiinspektion Freising. Wie die Polizei mitteilt, lag der Schwerpunkt am ersten Festivaltag, Donnerstag, 30. Juli, auf der Anreise der zahlreichen Besucher. Zwar staute sich der Verkehr ab 6 Uhr kurzfristig von Eching bis zur Anschlussstelle Garching, obwohl der Campingplatz erst um 8 Uhr öffnen sollte. Gegen 10 Uhr war der größte Ansturm jedoch abgearbeitet. Zu größeren Verkehrsstörungen sei es laut Polizei nicht gekommen. „Die Hauptveranstaltung am ersten Abend verlief aus polizeilicher Sicht absolut störungsfrei“, heißt es im Bericht.

Gefällter Maibaum und gefälschtes Ticket

Auch der zweite Veranstaltungstag am Freitag, 31. Juli, blieb ohne größere Störungen. Nach Polizeiangaben feierten über 11.000 Besucher friedlich auf dem Festivalgelände. Ein Mann versuchte, mit einem gefälschten Ticket Zugang zum Veranstaltungsbereich zu erhalten, der Betrug fiel jedoch auf und der Mann wurde der Polizei übergeben. Zudem fällten unbekannte Täter auf dem Gelände einen dort aufgestellten Maibaum. Ein zwischenzeitlich aufkommender Wind blieb ohne Folgen; Schäden wurden nicht festgestellt.

Am dritten Veranstaltungstag, Samstag, 1. August, kam es im Bereich der Hauptbühne zu einer Körperverletzung zwischen zwei Männern. Auslöser war nach bisherigen Erkenntnissen ein Streit um Werbeartikel. Ein 48-jähriger Mann aus dem Landkreis Freising versetzte seinem 47-jährigen Kontrahenten aus dem Landkreis Erding einen Kopfstoß und brach ihm dabei die Nase.

Mann (51) weiß sich nicht zu benehmen

Besonders negativ fiel ein 51-jähriger Mann aus dem Landkreis Erding auf. Zunächst belästigte er eine Frau, anschließend stellten die Einsatzkräfte fest, dass er kein Festivalbändchen trug und sich unberechtigt auf dem Gelände aufhielt. Da er sich vehement weigerte, seine Personalien anzugeben, sollte er von den Beamten durchsucht werden. Dabei leistete er Widerstand, sodass er gefesselt zur Polizeiinspektion Neufahrn gebracht wurde. Nachdem seine Identität geklärt war, nahmen die Beamten ihm zur Verhinderung einer Trunkenheitsfahrt den Fahrzeugschlüssel ab. Anschließend wurde der Mann auf freien Fuß gesetzt. Trotz dieser Vorfälle feierten an diesem Abend nach Polizeiangaben rund 12.500 Besucher friedlich.

16 alkoholisierte Fahrer

Wie angekündigt, führte die Polizei bei der Abfahrt Alkoholkontrollen durch. Insgesamt hatten 16 Verkehrsteilnehmer zu viel Alkohol im Blut, 14 überschritten den Grenzwert von 0,5 Promille, darunter ein 18-jähriger Fahranfänger. Gegen alle 14 leitete die Polizei Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, die mindestens 500 Euro Bußgeld, ein einmonatiges Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg nach sich ziehen. Zwei weitere Fahrer, ein 22-jähriger Mann aus der Oberpfalz und ein 44-jähriger Schweizer, lagen mit über 1,1 Promille deutlich darüber; gegen sie wurden Strafverfahren eingeleitet. Der 44-jährige Schweizer darf in Deutschland kein Kraftfahrzeug mehr führen und musste einen mittleren vierstelligen Geldbetrag als Sicherheit hinterlegen.

Insgesamt zeigt sich die Polizei mit dem Verlauf der diesjährigen Brass Wiesn sehr zufrieden. (ft)