UBS: Die Grossbank stellt nach einem starken zweiten Quartal mehr Aktienrückkäufe in Aussicht

UBS erzielt einen Vorsteuergewinn von 3,6 Milliarden Dollar und startet ein neues Programm für Aktienrückkäufe

Auch im schwierigen US-Geschäft sind der Grossbank im zweiten Quartal erneut Gelder zugeflossen. Die Credit Suisse soll Ende Jahr definitiv Geschichte sein.

29.07.2026, 06.43 Uhr

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Die UBS hat im zweiten Quartal erneut von ihrer starken Investmentbank profitiert.

Die UBS hat im zweiten Quartal erneut von ihrer starken Investmentbank profitiert.

Bloomberg / Bloomberg

Es läuft bei der UBS. Die Grossbank hat im zweiten Quartal einen Vorsteuergewinn von 3,6 Milliarden Dollar erzielt. Das Konzernergebnis beläuft sich auf 2,8 Milliarden Dollar. Die UBS hat damit die Erwartungen der Finanzanalysten übertroffen.

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Zum starken Resultat haben sämtliche Geschäftsbereiche der Grossbank beigetragen. In der Vermögensverwaltung sind ihr in den vergangenen drei Monaten 35,5 Milliarden Dollar an Vermögenswerten zugeflossen. Insgesamt verwaltet die Grossbank Vermögen von 7300 Milliarden Dollar.

Die UBS hat vom starken Aktienhandel profitiert

In den USA belief sich der Neugeldzufluss auf netto 1 Milliarde Dollar. In dieser für sie strategisch wichtigen Region hatte die Grossbank in vergangener Zeit immer wieder mit Geldabflüssen und einer tiefen Profitabilität zu kämpfen.

In ihrer Investmentbank hat die UBS von der Volatilität an den Finanzmärkten profitiert – ähnlich wie die grossen amerikanischen Banken. Besonders gut abgeschnitten hat der Aktienhandel. Die Kunden der Grossbank haben deutlich mehr gehandelt, auch wegen des Mega-Börsengangs von SpaceX.

Bei der Integration der Credit Suisse läuft die letzte Phase. Bis Ende Jahr will sie die UBS diese im Wesentlichen abgeschlossen haben. Im zweiten Quartal hat sie zusätzliche Einsparungen von 1,1 Milliarden Dollar erzielt. Bis Ende Jahr sollen die Einsparungen durch die Integration auf 13,5 Milliarden Dollar steigen.

Die Aktien reagieren sensibel

Gleichzeitig startet die UBS ein neues Programm für Aktienrückkäufe. In diesem Jahr kaufte die Grossbank bislang eigene Aktien im Wert von etwas mehr als 2,3 Milliarden Franken zurück. Ihr starkes Resultat im zweiten Quartal gibt ihr zusätzlichen Spielraum, um mehr Kapital an ihre Aktionäre zurückzuführen.

Das neue Programm hat einen Umfang von bis zu 3 Milliarden Dollar und läuft bis Ende des zweiten Quartals 2027. In den kommenden drei Monaten will die UBS Aktienrückkäufe von mindestens 1 Milliarde Dollar tätigen – abhängig von den Entwicklungen auf den Finanzmärkten und der weiteren politischen Diskussion der Eigenmittelunterlegung der Auslandstöchter.

Die Aktien der Grossbank haben sich in diesem Jahr positiv entwickelt und liegen knapp 11 Prozent im Plus – trotz der nach wie vor offenen Diskussion um das Eigenkapital. Der gute Entwicklung an der Börse nimmt allerdings schon vieles vorweg. Die Investoren rechnen damit, dass der Streit zwischen Finanzministerin Karin Keller-Sutter und der UBS in einem Kompromiss endet. Ist dies nicht der Fall, könnte die Kapitalfrage den Kurs auch erneut belasten.

Die Revision des Bankengesetzes ist als nächstes Thema in der Wirtschaftskommisson des Ständerates. Im Mai hatte sie einen Entscheid dazu vertagt. Nun sind die Beratungen erneut für die Sitzungen vom 10. und 11. August traktandiert.

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