Bis zu 36 Grad: Ist NRW auf die Hitze vorbereitet?

Leverkusen führt neues Warnsystem ein

Die Stadt Leverkusen hat basierend auf ihren Erfahrungen der vergangen Hitzewelle einen Hitzekrisenplan aufgestellt. Dieser Plan enthält ein Warnsystem mit fünf Stufen - von Stufe 1 (erhöhte Aufmerksamkeit) bis Stufe 5 (Krisensituation). Je nach Stufe wird z.B. die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt, es werden Lageberichte erstellt über den Schutz besonders gefährdeter Personengruppen in Pflege- und Flüchtlingsunterkünften, kühle Räume werden aktiviert oder ein Hitzetelefon eingerichtet. Wann welche Stufe greift, hängt von verschiedenen Faktoren, wie unter anderem der meteorologischen Prognose, der Warnlage des Deutschen Wetterdienstes und den Einsatzzahlen der Rettungsdienste ab.

Vernebelung in Köln, verkürzter Wochenmarkt in Münster

In Münster endet der Wochenmarkt auf dem Domplatz an diesem Mittwoch zwei Stunden früher als üblich. Wegen der vorhergesagten Temperaturen von etwa 35 Grad werden die Händlerinnen und Händler ihre Stände damit bereits um 12.30 Uhr abbauen.

Mehr Einsatzfahrzeuge, mehr Hilfe für Alleinstehende

Der Kreis Mettmann errichtete während der vergangenen Hitzewelle eine Notfallversorgungsstelle in Erkrath und setzte zehn zusätzliche medizinische Einsatzfahrzeuge ein. Zukünftig soll beides konzeptionell so aufgestellt werden, dass eine "Ad-hoc-Umsetzung" möglich ist, teilt ein Pressesprecher des Kreises mit. Dabei werde auch auf die Beteiligung der Hilfsorganisationen und der Feuerwehren gesetzt.

In Solingen hat das Gesundheitsamt nach der letzten Hitzewelle zu einer Krisengruppe eingeladen: Verantwortliche der Krankenhäuser, des Rettungsdienstes sowie der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten berieten. "Zur Vorbereitung auf weitere Hitzewellen in diesem Sommer plant das Gesundheitsamt aktuell eine Öffentlichkeitskampagne, die ihren Fokus besonders auf gefährdete Personengruppen legt", teilt die Stadt mit. Ein besonderer Fokus soll dabei auf die alleinstehenden, älteren und kranken Menschen gelegt werden, die nicht in einem Pflegeheim betreut werden. Das sei zwar nicht völlig neu, da es in der Vergangenheit bereits Kampagnen zum Hitzeschutz gegeben habe, berichtet die Stadt. Jedoch würden bestehende Maßnahmen angesichts der Erfahrungen aus dem Juni "ausgeweitet und nachgeschärft".