Hamburgs Häuser werden plötzlich günstiger

Hamburg

Und plötzlich geraten die Immobilienpreise in Hamburg ins rutschen

68 Prozent der Expertinnen und Experten beobachten fallende Preise bei Häusern in Hamburg.
picture alliance / imageBROKER | Siegfried Kuttig

In einer aktuellen Umfrage berichten Immobilienexpertinnen und -experten von Hamburgs Wohnpreisen. Was günstiger wird und wo das Angebot überwiegt.

Eine aktuelle Expertenbefragung der IVD Nord gibt Einblicke in die aktuellen Preise im Hamburger Wohnungsmarkt. Während die Preise für Eigentumswohnungen überwiegend stabil bleiben, werden Einfamilien-, Reihenhäuser und Doppelhaushälften günstiger. In beiden Bereichen gibt es deutlich mehr Angebot als Nachfrage. Die Ergebnisse gehen aus einer Pressemitteilung des IVD Nord hervor.

Mit 54 Prozent beobachtet ein Großteil der Expertinnen und Experten gleichbleibende Preise bei Eigentumswohnungen. Lediglich acht Prozent sehen eine Steigung. Ganze 83 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass diese Immobilienpreise in den kommenden sechs Monaten stabil bleiben – niemand geht von einer Preissenkung aus.

Trotz der stabilen Preise verschiebt sich aber das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. 63 Prozent der Immobilienexpertinnen und -experten sehen bei Eigentumswohnungen inzwischen einen Angebotsüberhang. Anfang 2026 waren es 48 Prozent, im Sommer 2025 nur 43 Prozent. Nur vier Prozent der Experten melden derzeit einen Nachfrageüberhang.

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Häuser werden billiger

Auf der anderen Seite sinkt der Preis der Einfamilien-, Reihenhäuser und Doppelhaushälften. 68 Prozent der Expertinnen und Experten beobachten fallende Preise, 26 Prozent berichten von stabilen und fünf Prozent von steigenden Preisen. Anfang 2026 sahen nur 25 Prozent fallende Preise.

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Erheblich zugenommen hat auch der Überschuss an Angeboten. Anfang des Jahres sahen nur 30 Prozent der Befragten mehr Häuser im Angebot als in der Nachfrage, jetzt sind es bereits 68 Prozent. 

Bei der Preisentwicklung sehen 56 Prozent stabile Preise, 39 Prozent erwarten Rückgänge. Nur sechs Prozent der Befragten gehen von steigenden Preisen aus.

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Aus der Umfrage geht hervor, dass vor allem Häuser in normaler Lage begehrt sind: 53 Prozent der Befragten nennen normale Lagen als besonders gefragt, 42 Prozent gute Lagen. In normaler Lage wurden auch mehr als die Hälfte der Verkaufsabschlüsse erzielt. Diese Abschlüsse erfolgten laut Befragten zu 95 Prozent nach mindestens drei Monaten.

Ein entscheidender Faktor für viele Käuferinnen und Käufer sei der energetische und bauliche Zustand einer Immobilie. 79 Prozent der befragten Expertinnen und Experten geben an, dass die Beratungsintensität zu Energieverbrauch, Energieausweis, Sanierungszustand, notwendigen Modernisierungen und Fördermöglichkeiten weiter zugenommen hat. (pli)