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Italien kämpft mit den Folgen heftiger Unwetter: Starkregen, Sturmböen und Tornados haben in mehreren Regionen Straßen unter Wasser gesetzt, Bäume entwurzelt und Gebäude beschädigt. Besonders dramatisch ist die Lage in Friaul-Julisch Venetien – in Latisana kam eine Frau ums Leben, nachdem ihr Auto in einer überfluteten Unterführung eingeschlossen worden war.

Die Frau hatte keine Chance: Als die Wassermassen die Unterführung füllten, wurde ihr Fahrzeug eingeschlossen. Nach einem Notruf eilte ein Carabiniere zum Unglücksort. Der Polizist sprang ins Wasser und schaffte es, die Frau aus dem Wagen zu befreien. Doch für sie kam jede Hilfe zu spät. Der Beamte wurde bei der Rettungsaktion leicht verletzt und anschließend vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
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Italien: Starke Unwetter legen Straßen- und Bahnverkehr lahm
Zwischen Latisana und dem beliebten Adria-Küstenort Lignano standen nach den heftigen Regenfällen zahlreiche Straßen unter Wasser. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Verkehrswege waren teilweise blockiert, vielerorts kam der Verkehr nur noch langsam voran.
Auch der Bahnverkehr in der Region Friaul-Julisch Venetien war stark beeinträchtigt. So kam es unter anderem in Triest zu Problemen mit der Stromversorgung. In Portogruaro und Monfalcone wurden Störungen an Weichen und Signalanlagen gemeldet. Auch der Raum um den Gardasee war von den Unwettern betroffen. In der Ortschaft Gargnano stürzten wegen der heftigen Winde zwei Bäume auf geparkte Autos. Mehrere Gäste von Campingplätzen am Gardasee beschlossen, ihren Urlaub vorzeitig abzubrechen.
In Mailand fielen innerhalb von 24 Stunden in den nördlichen Stadtgebieten und im Umland örtlich fast 100 Millimeter Regen. Der Fluss Lambro stieg stark an. In Teilen der Stadt wurden mobile Hochwasserschutzwände eingesetzt. Eine Einrichtung im Parco Lambro wurde vorsorglich evakuiert. Im Raum Brescia deckte ein Tornado Dächer ab und riss Blechteile fort.

Die Feuerwehr ist im Einsatz, nachdem ein Baum aufgrund eines Unwetters in der Via Morgagni auf Autos fiel. © picture alliance/dpa/LaPresse via ZUMA Press | Marco Ottico
Unwetter richten schwere Schäden in Toskana und Ligurien an
In der Nacht kam es zudem zu Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen. In Ligurien trat der Fluss Lavagna an mehreren Stellen über die Ufer. Anwohner wurden aufgefordert, sich in höher gelegene Stockwerke zu begeben. Besonders schwere Schäden wurden aus der Urlaubsregion Toskana gemeldet. In der Küstenstadt Viareggio zog ein Tornado über die Küstenregion und beschädigte Badeanstalten, Werften und Wohnhäuser. Die plötzlich auftretenden Sturmböen rissen Sonnenschirme, Markisen und Liegen mit sich. Auch in anderen Teilen der Versilia-Region stürzten Bäume um. In Carrara wurden innerhalb weniger Minuten rund 100 Millimeter Regen registriert.
Auch in den Marken waren die Einsatzkräfte stark gefordert. Die Feuerwehr meldete zunächst rund 60 Einsätze in den Provinzen Pesaro-Urbino und Ancona. Die Einsatzkräfte rückten vor allem wegen umgestürzter Bäume und Äste sowie der Folgen heftiger Niederschläge und Sturmböen aus. Später war von insgesamt rund 160 Einsätzen seit Mittwoch die Rede.
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Der Wetterumschwung folgt auf eine außergewöhnlich lange Hitzeperiode. Eine atlantische Störung bringt kühlere Luft nach Italien und sorgt für einen deutlichen Temperatursturz. Gleichzeitig können die großen Temperaturunterschiede die Entstehung kräftiger Gewitter begünstigen. Im Norden sanken die Temperaturen deutlich. Im Süden hält sich die Hitze zunächst noch mit Höchstwerten von bis zu 35 bis 36 Grad.