Stand: 19.08.2026, 14:15 Uhr

Jannik Sinner testet sein verletztes Knie in Turin für die US Open. Die Entscheidung über seinen Start fällt nach den letzten medizinischen Check-ups.
Der Platz dient als entscheidender Maßstab. Deshalb wird sich die Reise von Jannik Sinner nach New York zu den US Open erst konkretisieren, wenn die Hinweise aus dem Training am gestrigen Dienstag (18. August 2026) im Circolo Stampa Sporting in Turin ausgewertet sind. Der Klub dient im November gewöhnlich als Trainingsstätte für die ATP Finals.
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Dieser Artikel von Riccardo Crivelli entstand in Kooperation mit Gazzetta dello Sport.
Nach fast drei Wochen Pause hat der Weltranglistenerste wieder mit dem Schläger trainiert. Mit dem Effizienztest wollte sein Team den Fortschritt der Behandlung an der Sehne im rechten Knie überprüfen. Die seit Anfang August mit Stoßwellentherapie behandelte Entzündung entscheidet darüber, ob er am 30. August beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison antreten kann.
Entscheidung über die USA-Reise nach Tests in Turin
Nach der Pause am Sonntag (16. August 2026) zu Hause im Fürstentum, wo er seinen 25. Geburtstag feierte, ist Sinner nach Turin zurückgekehrt. Dort hat er im medizinischen Zentrum von Juventus Turin, dem JMedical, fast den gesamten August verbracht. In diesen Tagen fällt die Entscheidung über die USA-Reise. Das Training im Sporting war die praktische Abschlussprüfung. Dort war Sinner am Dienstagnachmittag (18. August 2026) erneut zu einer Kontrolle und wird am heutigen Mittwochvormittag (19. August 2026) zu den letzten klinischen Untersuchungen zurückkehren.
Die wenigen verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass Sinner mit dem Belastungstest verhalten zufrieden ist. Sein Umfeld blickt vorsichtig optimistisch auf das Comeback. Doch die schmerzhafte Erfahrung bei den French Open – eine Oberschenkelverletzung, die ihn die Niederlage gegen Juan Manuel Cerúndolo kostete – erzwingt größte Vorsicht. Der Wimbledon-Sieger reist nur nach New York, wenn er körperlich zu hundert Prozent fit ist.
Beim klimatisch forderndsten Grand-Slam-Turnier mit oft hoher Luftfeuchtigkeit darf man keine körperlichen Zweifel haben, da diese auch die mentale Stärke beeinträchtigen.
Langfristige Karriereplanung und Risiken eines überstürzten Comebacks
Sinners Blick richtet sich ohnehin auf das kommende Jahrzehnt. Den technischen Höhepunkt plant sein Coach Darren Cahill für das Alter von 28 bis 29 Jahren, um anschließend die zweite Karrierephase anzugehen. Geduld gehört zu den Eigenschaften des Südtirolers. Deshalb wäre es riskant, aus Eile ein so anspruchsvolles Turnier unvorbereitet zu spielen. Das könnte nicht nur die aktuelle Saison, sondern auch seine weitere Entwicklung gefährden. Selbst wenn Sinner nach New York fliegt, bleiben nach der mehrwöchigen Pause Unwägbarkeiten.
Es geht weniger darum, das Gefühl für Hartplätze wiederzufinden, sondern vielmehr darum, in Flushing Meadows Spielrhythmus und Timing zurückzugewinnen. Verlaufen die Tests beschwerdefrei, reist er an diesem Wochenende ab. Die größten Gefahren lauern in den ersten Runden vor allem durch Gegner, die im Wettkampfmodus sind.