USA: Trumps wichtigste Wahlkampfkasse wächst auf über 400 Millionen Dollar

USA: Trumps wichtigste Wahlkampfkasse wächst auf über 400 Millionen Dollar

Live-Blog Lieferketten des US-Militärs sollen stärker kontrolliert werden +++ Trump lässt neue Air Force One nachrüsten +++ US-Botschafter sorgt mit Megajacht für Ärger +++ Der Newsblog.

Donald Trump: Der US-Präsident rüstet sich für den kommenden Wahlkampf. Foto: Bloomberg

Korruptionsvorwürfe: USA frieren Aufbauhilfen für Jungferninseln ein

Die US-Regierung hat die Finanzierung der Wohnungsbehörde der Amerikanischen Jungferninseln ausgesetzt. Grund ist eine Untersuchung, die weitreichende Korruption und Missmanagement festgestellt haben soll. Die Untersuchung dauere an. Die Bewohner des US-Außengebiets kämpfen noch immer mit den Folgen zweier schwerer Hurrikane vor fast neun Jahren.

US-Wohnungsbauminister Scott Turner erklärte am Montag (Ortszeit), neun Jahre nach der Zuweisung von 1,9 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau nach den Katastrophen habe das Gebiet lediglich 570 Millionen Dollar ausgegeben - weniger als ein Drittel der Mittel. „Dieses Versagen hat den Einwohnern der Jungferninseln bislang rund 1,3 Milliarden Dollar an Unterstützung vorenthalten, die der Kongress ihnen zugedacht hatte“, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums vom 20. Juli an die Leitung der Wohnungsbehörde.

FBI-Chef Patel plant offenbar Reise nach Russland

Patel will demnach am 14. und 15. Oktober zunächst nach Moskau und danach nach St. Petersburg reisen. Gastgeber dürfte der FSB sein – der russische Inlandsgeheimdienst, der aus dem sowjetischen KGB hervorgegangen ist. Unklar bleibt, ob Patel den russischen Präsidenten Wladimir Putin oder dessen hochrangige politische Berater treffen wird. Auch welche Themen auf seiner Agenda stehen, sei nicht bekannt.

FBI-Direktor Kash Patel. Reuters

Mann legt aus Protest gegen US-Behörde ICE Feuer in New York

Ein Mann hat am Montag in New York aus Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE ein Feuer vor einem Behördengebäude gelegt und ist festgenommen worden. Der 43-Jährige habe auf den Stufen des Gebäudes im Stadtteil Lower Manhattan Benzin verschüttet, es angezündet und zudem Feuerwerkskörper gezündet, teilten die Behörden mit.

Drei Menschen wurden dabei leicht verletzt, darunter ein Beamter des Bundesschutzdienstes. In dem Gebäude sind unter anderem die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) sowie das New Yorker Büro der Bundespolizei FBI untergebracht.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um einen Veteranen der US-Armee. Er habe Schriften gegen die ICE bei sich getragen. Ein Vertreter des FBI bezeichnete den Verdächtigen als „antiamerikanischen, regierungsfeindlichen Extremisten“. Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani nannte den Vorfall „zutiefst beunruhigend“. Über eine Anklage wurde zunächst nicht entschieden, die Ermittlungen dauern an.

Polizeikräfte vor dem Bürogebäude in Lower Manhattan. AFP

Trumps wichtigste Wahlkampfkasse wächst auf über 400 Millionen Dollar

Die wichtigste Spendenorganisation im Umfeld von Donald Trump, das Super-Pac Maga Inc, hat

laut neuen US-Behördenmeldungen 

inzwischen mehr als 400 Millionen Dollar eingesammelt – ein Rekordwert für ein Jahr ohne Präsidentschaftswahl. Allein im Juni kamen 19 Millionen Dollar hinzu, darunter 10 Millionen Dollar von den Bitcoin-Milliardären Tyler und Cameron Winklevoss, die dafür nach eigenen Angaben Kryptowährungen verkauft haben. 

Bemerkenswert ist der Vorsprung im Partei-Vergleich: Maga Inc verfügt über deutlich mehr Cash als die offiziellen Parteiapparate – mehr als dreimal so viel wie das Republican National Committee (129 Mio. Dollar) und fast 25-mal so viel wie das Democratic National Committee. Gleichzeitig setzt das Super-Pac seine Mittel bislang eher zurückhaltend ein; parallel sammeln weitere Trump-nahe Gruppen ebenfalls weiter Spenden ein.

Trump will Lieferketten für US-Militär stärker kontrollieren

US-Präsident Donald Trump will die Abhängigkeit des Militärs von Rohstoffen und Ausrüstung aus dem Ausland verringern. Er unterzeichnete am Montag ein Dekret, das dem Verteidigungsministerium eine umfassendere Kontrolle der Lieferketten für militärische Software und Ausrüstung ermöglichen soll. Damit sollen die Lieferketten im Inland gestärkt werden.

Rüstungsunternehmen und andere Auftragnehmer des Staates sollen künftig offenlegen, woher die von ihnen verwendeten Rohstoffe, Bauteile und Produkte stammen. Sie müssten dabei die für das Militär wichtigen Lieferketten vom Ausgangsmaterial bis zum fertigen Produkt abbilden, das an die Streitkräfte geliefert wird.

Trump will neue Air Force One nachrüsten lassen

Nach Spekulationen über die Sicherheit der neuen Air Force One hat US-Präsident Donald Trump eine Nachrüstung des Präsidentenflugzeugs angekündigt. Der Flieger verfüge über große Fähigkeiten, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) auf der Rückreise vom WM-Finale auf die Frage eines Reporters, warum der US-Präsident trotz angeblich fehlender Raketenabwehrsysteme damit unterwegs sei. „Aber so wie ich es verstehe, werden sie das Flugzeug in etwa einem Monat zur Nachrüstung schicken.“

Was genau nachgerüstet werden soll, führte Trump nicht weiter aus. Das Weiße Haus ließ Nachfragen von US-Medien zunächst unbeantwortet. Die neue Präsidentenmaschine ist eine Boeing 747, die Trump im Mai 2025 trotz scharfer Kritik als Geschenk des Golfemirats Katar angenommen hatte. Dass er die Rückreise vom Nato-Gipfel in Ankara Anfang Juli nicht wie erwartet mit dem neuen Flugzeug antrat, sorgte für Spekulationen über dessen Sicherheit. Die „New York Times“ und andere US-Medien berichteten, die neue Maschine verfüge bislang nicht über sämtliche Sicherheits- und Abwehrsysteme des bisherigen Präsidentenflugzeugs.

US-Botschafter sorgt mit Megajacht auch in Venedig für Ärger

Auf Italien-Tour mit seiner Megajacht hat sich der dortige US-Botschafter Tilman Fertitta nun auch in Venedig Ärger eingehandelt. Mehrere Hundert Menschen protestierten dagegen, dass der Milliardär und Vertraute von US-Präsident Donald Trump mit seinem Schiff „Boardwalk“ in der Lagunenstadt vor Anker ging. Die Polizei riegelte in der Nähe des Markusplatzes auf dem Wasser und an Land den Zugang zu der 117 Meter langen Jacht ab. Dabei kam es auch zu kleineren Krawallen.

Polizisten sperren den Weg zur Superjacht ab: Der Milliadär sorgt für massive Proteste. Imago

Zugleich zog das riesige Schiff zahlreiche Schaulustige an, Einheimische wie Touristen. Es ist keine Seltenheit, dass vor der weltbekannten Kulisse die Besitzer solcher Megajachten ihren Reichtum zur Schau stellen. Ähnliche Szenen hatte es vergangenes Jahr auch bei der Hochzeit von Amazon-Gründer Jeff Bezos gegeben. An diesem Wochenende findet in Venedig im Rahmen eines Stadtfestes ein großes Feuerwerk statt.

Mit einem geschätzten Vermögen von mehr als elf Milliarden US-Dollar (etwa 10 Milliarden Euro) gehört Fertitta zu den reichsten Amerikanern überhaupt. Ihm gehört auch die Basketballmannschaft Houston Rockets. Seine Italien-Tour bezeichnet er als „Küstendiplomatie“ aus Anlass des 250. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung der USA. Dabei kam es auch auf früheren Stationen bereits zu Protesten. Nach Venedig geht es weiter nach Triest.

Trumps Plattform erwägt Express-Abo für 100.000 Dollar im Monat

Donald Trumps Plattform Truth Social erwägt einem Medienbericht zufolge einen Abopreis von bis zu 100.000 Dollar pro Monat für eine beschleunigte Zustellung seiner oft börsenrelevanten Social-Media-Posts. Der Plattformbetreiber Trump Media & Technology Group (TMTG) prüfe ein solches Angebot für Börsenhändler und Investoren, berichtete die „Financial Times“ am Freitag unter Berufung auf Insider.

Eine Stellungnahme der TMTG zu dem Bericht lag zunächst nicht vor. Das Unternehmen hatte am Donnerstag einen kostenpflichtigen Daten-Feed namens „Truth API“ angekündigt. Damit sollen Banken und Handelsfirmen über Beiträge der zehn einflussreichsten Nutzer rascher informiert werden als andere Leser.

Ankündigungen Trumps auf Truth Social haben in der Vergangenheit die globalen Märkte erheblich beeinflusst, was seine Beiträge zu einer wichtigen Informationsquelle für Händler macht. Für sie sind Zeitvorteile bares Geld wert. So stiegen die wichtigsten Indizes an der Wall Street am 9. April 2025 deutlich, nachdem Trump in einem Beitrag eine 90-tägige Aussetzung vieler seiner neuen Zölle angekündigt hatte.

Proteste gegen Besuch von Trump-Botschafter in Venedig

Der Milliardär Tilman Fertitta, hat mit seiner Ankunft in Venedig an Bord einer Luxusjacht Proteste hervorgerufen. Viele der Gruppen, die im vergangenen Jahr gegen die örtliche Hochzeit von Amazon-Unternehmer Jeff Bezos und Lauren Sánchez protestiert hatten, lehnten das Eintreffen von Fertittas 117 Meter langer Jacht, der „Boardwalk“, am Freitag ab. Diese verfügt über zwei Hubschrauberlandeplätze, zwei Pools und einen Spa- und Fitnessraum.

Fertitta befand sich auf sogenannter Küstendiplomatie anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der USA. Mit Stopps in 13 italienischen Küstenregionen will Fertitta nach eigenen Angaben „unsere gemeinsame Geschichte, unsere wirtschaftliche Partnerschaft und die kulturellen Bande, die das Verhältnis zwischen den USA und Italien so besonders machen“, feiern. Doch bei vielen Italienerinnen und Italienern wird die Demonstration von amerikanischem Luxus und Einfluss nicht gerne gesehen.

Bereits am Unabhängigkeitstag der USA, am 4. Juli, hatten Organisatoren ein Protestbanner entrollt, das so lang wie Fertittas Jacht war. Damit wollten sie „die Ausmaße seiner Arroganz“ zeigen, hieß es. „Es ist arrogant, zu glauben, er könne tun, was er wolle in einer Stadt“, in der Tourismus eine immer größere Rolle spiele, sagte Protestorganisatorin Stella Morion der Nachrichtenagentur AP. Die Demonstranten lehnten auch die internationale Politik von US-Präsident Donald Trump ab, sagte sie. Dazu gehörten die Angriffe auf den Iran, die zu einem Anstieg der Energiepreise geführt hätten.

Trump wirft China Wahlbetrug und Datendiebstahl vor – Peking dementiert

Hegseth verteidigt Tiefflug über belebtem Strand

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat nach Kritik an einem Flugmanöver in Florida Tiefflüge des Militärs verteidigt. Ein Video in den sozialen Medien zeigte einen Jet der „Blue Angels“, der Vorführstaffel der US-Marine, der tief über einen belebten Strand in Pensacola fliegt. Stühle und Zelte fliegen in die Luft, Sand wird aufgewirbelt, Menschen schreien und halten sich die Ohren zu.

Die US-Marine teilte kurz darauf in einer Erklärung mit, sie überprüfe das Manöver. Am Donnerstagmorgen äußerten sich dann Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump und lobten das Manöver. „Die Überflüge werden fortgesetzt, bis sich die Moral verbessert“, schrieb Hegseth auf seinem persönlichen Account bei der Plattform X, ohne das näher zu erläutern.

Pentagon-Sprecher Sean Parnell schrieb in den sozialen Medien: „Macht weiter so, Patrioten“. Dazu veröffentlichte er das Foto eines Jets der „Blue Angels“, dessen Flügelspitze sich nur wenige Meter über den Köpfen von Strandbesuchern befindet.

US-Regierung will Visa für Journalisten in den USA deutlich verkürzen

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will die Aufenthaltsdauer für ausländische Journalisten in den USA deutlich begrenzen. Visa sollen künftig nur noch 240 Tage gelten – statt wie bisher über mehrere Jahre. Für chinesische Journalisten soll die Dauer sogar auf 90 Tage verkürzt werden. Die Entscheidung löst Bedenken hinsichtlich der Pressefreiheit in den USA sowie möglicher Vergeltungsmaßnahmen gegen amerikanische Journalisten im Ausland aus.

Die vom US-Heimatschutzministerium angekündigte Regelung schafft das bisherige System ab. Dieses erlaubte es ausländischen Journalisten, so lange in den USA zu bleiben und zu arbeiten, wie sie die Voraussetzungen erfüllen. Künftig soll stattdessen eine feste Aufenthaltsdauer gelten, wobei die Visa verlängert werden können. Die Behörde begründet die Änderung mit der Notwendigkeit, Visainhaber besser überprüfen zu können. Vertreter ausländischer Journalisten lehnen die Neuregelung jedoch ab.

USA: Aufenthaltsdauer für ausländische Studierende wird begrenzt

Studierende aus dem Ausland erhalten in den USA künftig grundsätzlich nur noch eine Aufenthaltsgenehmigung für maximal vier Jahre. Ab September sei ein längerer Studienaufenthalt höchstens noch mit einer Genehmigung der US-Regierung möglich, teilte das Heimatschutzministerium am Donnerstag mit. Außerdem gibt es neue Auflagen, wann und wie ausländische Studierende ihr Hauptfach oder akademisches Programm wechseln können.

ICE-Agent in Maine soll umstrittene Vorgeschichte haben

Der für die Tötung eines Kolumbianers verantwortliche Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE soll nach Informationen der Nachrichtenagentur AP eine umstrittene Vorgeschichte haben. Der Armeeveteran habe seit seiner Kindheit mit schweren psychischen Problemen gekämpft und hätte niemals eine Dienstwaffe tragen und auf US-Straßen patrouillieren dürfen, erklärten mehrere enge Angehörige. Der 37-Jährige habe eine Vorgeschichte mit beängstigendem und gewalttätigem Verhalten, sagten die Verwandten der AP. Sie werfen ihm unter anderem Angriffe auf Frauen in seinem Umfeld vor. 

Nationalgarde soll bis Ende von Trumps Amtszeit in Washington bleiben

Der Einsatz der Nationalgarde in der US-Hauptstadt Washington soll bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump fortgesetzt werden. Der von Trump angeordnete Einsatz wird damit um mehr als zwei Jahre verlängert, wie das Pentagon am Donnerstag (Ortszeit) per E-Mail bestätigte. In der Mitteilung heißt es, die sogenannte „D.C. Safe and Beautiful Mission“ werde bis zum 20. Januar 2029 fortgesetzt - „oder bis sie vom Präsidenten beendet wird“.

Der Einsatz ist umstritten. Im August 2025 hatte Trump per Notstandsverordnung die Entsendung von 2.500 Soldaten angeordnet und dies mit einer aus seiner Sicht außer Kontrolle geratenen Kriminalität begründet. Die Regierung erklärt, die Gewalt in Washington sei seither deutlich zurückgegangen. Lokale Behörden hingegen argumentieren, die Kriminalitätsrate sei bereits vor Trumps Anordnung rückläufig gewesen.

Weißes Haus: Fahrzeugkontrollen durch ICE-Beamte gehen weiter

Die US-Einwanderungsbehörde ICE hält nach drei Todesfällen bei ihren Einsätzen innerhalb einer Woche an umstrittenen Fahrzeugkontrollen fest. Alle Büros im ganzen Land seien vom Heimatschutzministerium informiert worden, dass die Kontrollen weitergehen, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Donnerstag.

Solche Kontrollen seien „ein notwendiges Instrument“, das die ICE-Beamten benötigten, um „ihre Abschiebungskampagne gegen die Schlimmsten der Schlimmsten“ fortzusetzen, sagte Leavitt.

ICE hatte nach den tödlichen Zwischenfällen eigentlich vorgehabt, die meisten der Fahrzeugkontrollen zu beenden. US-Präsident Donald Trump schrieb aber am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social, dass ICE-Beamte weiterhin Fahrzeuge anhalten sollten.

Mitarbeiter des Weißen Hauses wettete auf Trump-Reden

Der Mitarbeiter des Weißen Hauses, der den Teleprompter von Donald Trump bedient, steht im Verdacht, mit Wetten auf Worte in Reden des US-Präsidenten Geld auf einer Vorhersage-Plattform verdient zu haben. Er sei zunächst ohne Bezahlung beurlaubt worden, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bei einer Pressekonferenz. 

Trump sei unterrichtet worden und denke, es sei „zutiefst bedauerlich und ehrlich gesagt eine Schande“. Auf Plattformen wie Kalshi und Polymarket kann man darauf wetten, ob ein Ereignis eintritt. Kalshi lässt die Nutzer unter anderem Geschäfte auf die Wahrscheinlichkeit abschließen, dass bei einem Event bestimmte Worte oder Sätze fallen oder ein Thema angesprochen wird. Der Teleprompter-Bediener habe davon bei Trumps Rede zur Lage der Nation im Februar sowie bei anderen Auftritten des Präsidenten Gebrauch gemacht, berichtete der Fernsehsender ABC.

Geplanter Anschlag an Trumps Geburtstag: Angeklagte beteuern Unschuld

Zwei Männer, die an einem geplanten Angriff auf die Kampfsportveranstaltung an Donald Trumps Geburtstag am Weißen Haus beteiligt gewesen sein sollen, haben vor einem US-Bundesgericht ihre Unschuld beteuert. Den beiden Beschuldigten im Alter von 19 und 21 Jahren sowie sechs weiteren Angeklagten wird Verschwörung zur Unterstützung von Terroristen sowie zum Mord auf dem Gelände der Regierung und zum Mord an einem Regierungsvertreter zur Last gelegt.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die Gruppe, geplant zu haben, die Veranstaltung im Juni anlässlich des 80. Geburtstags des US-Präsidenten mit Drohnen und Scharfschützen anzugreifen. Die Gruppe soll Geld, Schusswaffen, Munition, Schutzwesten, Sprengstoff, Drohnen, medizinische Ausrüstung, Kommunikationsgeräte und weitere Ausrüstungsgegenstände zusammengetragen haben.

US-Abgeordnete drängen Regierung zu Kaufverbot für chinesische Speicherchips

Der Vorsitzende des China-Ausschusses im US-Repräsentantenhaus, John Moolenaar (Republikaner), hat die Trump-Regierung aufgefordert, US-Unternehmen den Kauf von Speicherchips der chinesischen Unternehmen CXMT und YMTC zu untersagen. Das berichtet die „

Financial Time

s“ (FT) und bezieht sich auf einen gemeinsamen Brief von Moolenaar und dem demokratischen Abgeordneten George Whitesides an US-Handelsminister Howard Lutnick. Die Parlamentarier schreiben, eine Abhängigkeit von chinesischen Chips sei „ein inakzeptables Risiko für die nationale, wirtschaftliche und versorgungsseitige Sicherheit der USA“. 

Hintergrund der Aufforderung seien Berichte, nach denen unter anderem Apple versuche, bei CXMT einzukaufen. Die Abgeordneten betonen insbesondere die engen Beziehungen der chinesischen Armee zu den Chipkonzernen. „Jeder Speicherchip-Kauf durch ein US-Unternehmen subventioniert direkt die Weiterentwicklung dieser kritischen Technologie durch die Volksbefreiungsarmee“, schreiben die Abgeordneten der FT zufolge in dem Brief. 

Zudem bitten die Parlamentarier die US-Regierung, mit Japan, Südkorea und der EU eine koordinierte Strategie zu entwickeln. Diese solle verhindern, dass CXMT und YMTC die globale Speicherchip-Knappheit nutzen, um in die Lieferketten der Verbündeten vorzudringen.

Xi und China Umfrage zufolge weltweit beliebter als Trump und USA

Chinas Staatschef Xi Jinping ist beliebter als US-Präsident Donald Trump, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center hervorgeht. Zum ersten Mal in etwa 20 Jahren, die Pew globale Meinungsbilder erhebt, schneidet auch Volksrepublik China selbst besser ab als die Vereinigten Staaten von Amerika. Für die Erhebung befragte das Institut zwischen Februar und Mai mehr als 42.000 Menschen in 36 Ländern und Gebieten. Der Befragungszeitraum fiel dadurch mit dem Beginn Irankrieges zusammen.

Von den 36 befragten Ländern und Gebieten wurde in 25 China positiver bewertet als die USA. Nur in 6 Ländern hatten die Befragten den Umfrageergebnissen zufolge weiterhin ein positiveres Bild von den USA als von China. In 22 der erfassten Länder und Gebiete erschien den Befragten Chinas Staats- und Parteichef XI Jinping in einem positiveren Licht als US-Präsident Donald Trump.

Xi Jinping in Peking: Das Staatsoberhaupt ist Präsident der Volksrepublik China, Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Vorsitzender der Zentralen Militärkommission und "Überragender Führer" von China. IMAGO/Yao Dawei

US-Regierung ändert Sklaverei-Ausstellung am Haus George Washingtons

Die US-Regierung hat an einem früheren Wohnhaus des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, George Washington, eine Ausstellung über Sklaverei durch eine neue Version ersetzt. Die neue Ausstellung wurde in dem Bereich installiert, in dem der Kongress am 4. Juli 1776 in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung verabschiedete, mit der sich 13 englische Kolonien von Großbritannien lossagten. Kritiker werfen der Regierung von Präsident Donald Trump vor, mit den neuen Informationstafeln die Geschichte des Landes zu beschönigen.

Die ursprünglichen Infotafeln waren im Jahr 2010 angebracht worden. Sie erzählten die Geschichte von neun versklavten Menschen im Haushalt von George und Martha Washington in den 1790er Jahren, als Philadelphia für kurze Zeit die Hauptstadt des Landes war.

Trump drängt Rüstungsindustrie zu schnellerer Waffenproduktion

US-Präsident Donald Trump hat führende Rüstungsmanager am Mittwoch aufgefordert, die Waffenproduktion zu beschleunigen und die Fertigungskapazitäten zu erweitern. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten belasteten die US-Bestände und zeigten Engpässe in der industriellen Basis des Landes auf. „Wir haben die beste Qualität der Welt, aber wir brauchen etwas mehr Geschwindigkeit“, sagte Trump auf einem Verteidigungs- und Innovationsgipfel des Senators von Pennsylvania, Dave McCormick.

Der Auftritt Trumps unterstreicht den verstärkten Fokus seiner Regierung auf die Rüstungsproduktion. Anhaltende Konflikte haben große Mengen an Raketen und anderen Waffen verbraucht und damit die Grenzen der militärischen Lieferketten und Produktionskapazitäten der USA aufgezeigt. Auf der Veranstaltung am U.S. Army War College in Pennsylvania kamen hochrangige Militärs, Rüstungsunternehmen und Investoren zusammen, um eine Stärkung der industriellen Basis zu erörtern. McCormick kündigte Investitionen und Partnerschaften an, darunter ein Schiffbauabkommen im Wert von 2,5 Milliarden Dollar zwischen Rhoads Industries und General Dynamics sowie Schiffsbestellungen im Wert von 1,5 Milliarden Dollar bei Hanwha. 

Hegseth will Soldaten auf Testosteronmangel untersuchen lassen

Das US-Verteidigungsministerium will ein Programm zur Überprüfung des Testosteronspiegels bei Soldaten starten. Dies sei notwendig, damit die Truppen „ihr absolutes Bestes leisten“ könnten, erklärte Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch (Ortszeit). Die Untersuchungen sollen künftig jährlich im Rahmen der vorgeschriebenen Gesundheitschecks für Soldaten ab 30 Jahren stattfinden. Jüngere Militärangehörige können sich freiwillig testen lassen.

In einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video erklärte Hegseth zudem, eine Testosteronersatztherapie sei freiwillig. Zwar spricht er allgemein von Soldaten, offenbar richtet sich das Programm jedoch ausschließlich an männliche Militärangehörige mit möglichen Hormonstörungen. 

Nominierter US-Geheimdienstchef Clayton bestreitet Bidens Präsidentschaft

Der nominierte US-Geheimdienstchef Jay Clayton hat bei einer Anhörung des Geheimdienstausschusses im Senat mit widersprüchlichen Aussagen und zögerlichen Positionierungen bei den Demokraten für Kritik gesorgt. „Wir haben unzählige verschiedene Wege versucht, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, einfach anzuerkennen, dass Joe Biden der Präsident war“, bedauerte der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner. Clayton hatte zunächst auf mehrfache Nachfrage vehement abgelehnt, Biden klar als Sieger der Präsidentschaftswahl 2020 zu benennen.

US-Präsident Donald Trump gesteht seine Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden bis heute nicht ein. Er und viele seiner Verbündeten haben immer wieder das Narrativ bedient, dass es Betrug bei der Wahl gegeben habe. Dabei ist das längst und vielfach widerlegt. 

„Sie sind nicht ehrlich oder offen“, warf der demokratische Senator von Georgia, Jon Ossoff, Clayton nun vor. Clayton antwortete darauf: „Ich werde mich nicht auf dieses Theater einlassen.“ Erst kurz vor Ende der Anhörung erkannte Clayton Biden als rechtmäßigen Ex-Präsidenten der USA an. 

Jay Clayton: US-Präsident Trump hatte ihn selbst nominiert. afp

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