Wichtige Updates
Vor 45 Minuten
USA und Israel planen Großangriff auf Iran nach den "Midterms"
Gestern 20:04 Uhr
US-Regierung ruft Personal von Botschaft in Riad zur Ausreise auf
Dienstag 12:33 Uhr
Britische Jets sollen Saudi-Arabien vor Huthi-Angriffen schützen
18.10.2026 16:00 Uhr
Trump spricht Wahlempfehlung für Netanjahu aus
Oskar Schulz
USA und Israel planen Großangriff auf Iran nach den "Midterms"
Washington. Die USA und Israel bereiten offenbar einen neuen Großangriff auf Iran nach den amerikanischen Kongresswahlen am 3. November vor. Laut „New York Times“ ließ Präsident Donald Trump im Pentagon sehr "spezifische" Pläne für eine etwa dreitägige Offensive ausarbeiten. Ziele sind Irans Raketen- und Drohnenarsenal, Energieanlagen und Kommandozentralen der Revolutionsgarden. Vizepräsident JD Vance beriet die Optionen mit Sicherheitsberatern in Camp David. Das Weiße Haus lehnte zunächst jeden Kommentar ab. - diha
Louisa Thönig

Saudiarabisches Energieministerium: Zwei Tote durch herabfallende Drohnentrümmer
Bei der Abwehr eines Drohnenangriffs sind in Saudi-Arabien nach Regierungsangaben zwei Menschen durch herabfallende Drohnentrümmer getötet worden. Bei dem Vorfall seien ein Philippiner und ein Nepalese getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte das saudiarabische Energieministerium am Mittwoch mit. Der Angriff habe dem Ölfeld Schaybah nahe der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gegolten.
Louisa Thönig

US-Regierung ruft Personal von Botschaft in Riad zur Ausreise auf
Die US-Regierung hat nach Angaben aus Diplomatenkreisen angesichts der anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz die Mitarbeiter der US-Botschaft in der saudiarabischen Hauptstadt Riad zur Ausreise aufgerufen. Auch die Familienangehörigen des US-Botschaftspersonals seien angewiesen worden, das Königreich zu verlassen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Diplomatenkreisen.
Demnach wurden auch die Familien von Mitarbeitern der US-Botschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Katar und Bahrain zur Ausreise aufgerufen.
Jonas Stein

Iran besteht auf Verbleib von hoch angereichertem Uran im Land
Der Iran besteht nach Angaben seines Sicherheitsratsschefs Mohsen Resaei auf dem Verbleib von hoch angereichertem Uran im Land. Teheran werde nicht zulassen, dass auch nur „ein winziger Teil angereicherten nuklearen Materials“ die Islamische Republik verlasse, sagte Resaei am Dienstag laut iranischem Staatsfernsehen. „Diese Materialien stellen für das iranische Volk einen bedeutenden Vermögenswert und nationalen Reichtum dar und sind für die Nutzung im Inland bestimmt“, sagte der Chef des Nationalen Sicherheitsrats demnach.
Resaei äußerte sich bei einem Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran. Munir hält sich im Zuge eines neuen pakistanischen Vermittlungsversuchs für ein Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA in der iranischen Hauptstadt auf.
Verhandlungen über das angereicherte Uran schloss Resaei allerdings aus, „solange Amerika keine Schritte zum Vertrauensaufbau unternimmt“. Dieser Prozess müsse „mit der Erfüllung der iranischen Bedingungen beginnen“, sagte er.
Jonas Stein

Britische Jets sollen Saudi-Arabien vor Huthi-Angriffen schützen
Großbritannien entsendet Kampfjets zum Schutz Saudi-Arabiens gegen Angriffe durch die Huthi-Miliz im Jemen. Das sagte der britische Verteidigungsminister Wes Streeting der Nachrichtenagentur PA zufolge. Die Flugzeuge vom Typ Eurofighter sollen demnach für defensive Einsätze verwendet werden.
Streeting bezeichnete die Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien als „absolut niederträchtig.“ Die Eurofighter sollen demnach helfen, den Verbündeten vor Drohnen und Raketen aus dem Jemen zu schützen und ergänzten die bereits in dem Land stationierten Kräfte. Vergangenen Monat hatte Großbritannien bereits zugesagt, Riad in dem Konflikt durch Luftbetankung saudischer Kampfflugzeuge zu unterstützen.
Jonas Stein

Pakistans Armeechef als Vermittler in Teheran eingetroffen
Pakistans Armeechef ist angesichts der neuen Kriegsgefahr am Persischen Golf für Gespräche in den Iran gereist. Feldmarschall Asim Munir, der bereits in der Vergangenheit zwischen der iranischen Führung und den USA vermittelt hatte, landete am Dienstag in Teheran, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete.
Die Sorgen vor einer Rückkehr zum offenen Krieg der USA und Israels gegen den Iran waren in den vergangenen Wochen gestiegen. Am Montag reiste US-Verteidigungsminister Pete Hegseth überraschend nach Israel und traf auf einem Luftwaffenstützpunkt im Süden des Landes Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Im Iran gab es in den vergangenen Wochen Berichten zufolge Militärmanöver und Raketentests.
Jonas Stein

Zahl der getöteten Soldaten bei Huthi-Angriff steigt auf über 50
Nach dem Raketenangriff der Huthi-Miliz im Jemen ist die Zahl der getöteten Soldaten auf 53 gestiegen. Mehr als 200 weitere Truppen seien bei dem Angriff auf ein Trainingslager verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden in der Provinz Schabwa im Süden mit. Es ist einer der tödlichsten Angriffe der schiitischen Rebellen auf Truppen der Regierung seit der neuen Eskalation im Jemen im September. Zuvor war bei dem Angriff von mehr als 30 Opfern die Rede. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ein Armeesprecher teilte mit, die Huthi hätten ein Trainingslager für neue Sicherheitskräfte in Schabwa mit drei Raketen angegriffen. Die örtlichen Behörden sprachen von einer „verräterischen und blutigen Attacke“.
Die Huthi-Rebellen bekannten sich zu dem Angriff am Montag und teilten mit, dieser habe saudischen Truppen in dem Gebiet gegolten. Die Miliz erklärte zudem, Saudi-Arabien habe innerhalb von 48 Stunden mehr als 200 Mal mit Bodenraketen und aus der Luft in Sanaa und anderen Provinzen angegriffen und seit der neuen Eskalation mehr als 2.700 Mal. Saudi-Arabien kämpft mit verbündeten Milizen und an Seite der international anerkannten Regierung gegen die Huthi.
Jonas Stein

Iran meldet Abschuss von US-Kampfdrohne
Der Iran hat inmitten neuer militärischer Spannungen mit den USA den Abschuss einer Kampfdrohne gemeldet. Die Drohne vom Typ MQ-9 Reaper sei über der Straße von Hormus von einem neuen und fortschrittlichen Flugabwehrsystem getroffen und zerstört worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.
Der Agentur Tasnim zufolge haben Irans Streitkräfte seit Kriegsausbruch bereits mehr als 50 Drohnen dieses Typs zerstört. Von der US-Armee lag zunächst keine Bestätigung dafür vor. In der Regel lassen sich die Angaben nicht unabhängig verifizieren.
Aino Akay

Dutzende Tote und Verletzte bei Huthi-Angriff im Jemen
Bei einem Raketenangriff der Huthi-Miliz im Jemen sind Dutzende Soldaten der international anerkannten Regierung getötet oder verletzt worden. Aus Militärkreisen hieß es, mehr als 30 Soldaten seien getötet oder verletzt worden. Über die genaue Zahl der Opfer herrschte aber zunächst Unklarheit.
Ein Armeesprecher teilte mit, die Huthi hätten ein Trainingslager für Polizei- und Sicherheitskräfte in der südlichen Provinz Schabwa mit drei Raketen angegriffen. Die Huthi-Rebellen bekannten sich zu dem Angriff und teilten mit, der Angriff habe saudischen Truppen in dem Gebiet gegolten.
„Die Angriffe werden den Staat nicht davon abhalten, Bürger zu schützen und staatliche Institutionen wiederherzustellen“, teilte Raschad al-Alimi, Vorsitzender des Präsidialen Führungsrats, der Nachrichtenagentur Saba zufolge mit. In sozialen Medien kursierten Videos, die Szenen nach dem Angriff zeigen sollen. Darin sind zahlreiche Leichen zu sehen.
Louisa Thönig

Trump spricht Wahlempfehlung für Netanjahu aus
US-Präsident Donald Trump hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu seine Unterstützung bei der anstehenden Parlamentswahl ausgesprochen. Netanjahu sei ein großartiger "Partner für Frieden" im Kampf gegen den Iran gewesen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social über den Mann, mit dem er den Krieg gegen den Iran Ende Februar gemeinsam begann. Die Islamische Republik sei sowohl militärisch als auch finanziell zerstört worden und sofern sie ihren Kurs nicht rasch ändere, werde man diese Aufgabe bald zu Ende bringen, drohte Trump in Richtung Teheran.
"Wenn Israel die falsche Führungsperson hat – und das wäre jede andere als Bibi –, wird Amerika diese Arbeit selbst übernehmen müssen, und ich bin nicht geneigt, das zu tun." Netanjahu habe sich angesichts enormen Widerstands, auch aus dem eigenen Land, als stark, mutig und brillant erwiesen, lobte Trump. Er sei genau die Art von Partner, den die USA von Israel erwarteten. "Bitte betrachten Sie dieses Schreiben als Ausdruck meiner uneingeschränkten und vollumfänglichen Unterstützung für Bibi Netanjahu bei seinem bevorstehenden erneuten Antritt zur Wahl des Ministerpräsidenten Israels", schrieb Trump.
Knapp anderthalb Wochen vor der israelischen Parlamentswahl am 27. Oktober beantwortete der US-Präsident damit eine Frage, die er sich zuvor monatelang offengelassen hatte.
Louisa Thönig

Empörung über mutmaßlichen Siedlerangriff auf US-Fotografin
Führende israelische Oppositionspolitiker haben einen mutmaßlichen Siedlerangriff auf eine US-Fotografin im besetzten Westjordanland scharf verurteilt. Der Vorsitzende der linksliberalen Demokraten, Jair Golan, schrieb bei X, Heidi Levine von der "Washington Post" habe ihm bei einem Besuch von den "Momenten des Schreckens" berichtet. "Von der furchtbaren Angst, möglicherweise nicht lebend davonzukommen. Von den Schlägen, dem Blut und davon, wie die Angreifer sie verletzt am Boden zurückließen."
Golan schrieb dazu: "Eine 65 Jahre alte Frau, konfrontiert mit einer Gruppe hasserfüllter jüdischer Randalierer." Es breche ihm das Herz. "Und es bringt mein Blut zum Kochen." Der ehemalige Vize-Generalstabschef warnte vor den Gefahren des "jüdischen Terrorismus" und kündigte an, nach einem Sieg der Opposition bei der Parlamentswahl am 27. Oktober werde man die Sicherheit wiederherstellen. Auch der Hauptrivale des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei der Wahl, Ex-Militärchef Gadi Eisenkot, hatte den Angriff klar verurteilt und harte Schritte gegen die Täter gefordert. US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Regierung sei sehr beunruhigt über die Bilder und habe die israelische Regierung aufgefordert, gegen derartige Vorfälle vorzugehen.
Der Sohn der Fotografin, Michael Milner, sagte dem israelischen Kan-Sender, seine Mutter liege im Krankenhaus und könne nicht aufstehen. "Vier Rückenwirbel wurden ihr gebrochen. Einer ihrer Finger wurde beinahe abgetrennt." Sie sei durch das Geschehene "psychisch schwer erschüttert". Levine arbeite seit mehr als 40 Jahren als Fotografin, vor allem in Kriegsgebieten, darunter in der Ukraine, Russland, Afghanistan und Syrien. "Aber einen solchen Angriff hat es noch nie gegeben", sagte der Sohn dem Sender. "Noch nie habe ich erlebt, dass sie Opfer einer solchen Lynchattacke wurde."
Louisa Thönig

EU verurteilt Siedler-Angriff auf europäische Diplomaten scharf
Die Europäische Union hat den Angriff radikaler Siedler auf europäische Diplomaten im Westjordanland „auf das Schärfste“ verurteilt. Ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas forderte die israelische Regierung am Sonntag auf, die Verantwortlichen für die Tat zur Rechenschaft zu ziehen sowie Schritte zu ergreifen, um die Siedler von Gewalttaten gegen Palästinenser und Journalisten abzuhalten.
Während Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu von einer „Verleumdungskampagne“ gegen israelische Siedler sprach, kritisierte Außenminister Gideon Saar in einem seltenen Schritt den Angriff „israelischer Randalierer“.
Brüssel habe die Erklärungen mehrerer israelischer Vertreter positiv zur Kenntnis genommen, die die Attacken verurteilt hätten, erklärte Kallas' Sprecher. Die EU erwarte jetzt „wirksame Schritte, damit die Gewalttaten und die gewalttätigen Belästigungen gegen die Palästinenser, insbesondere während der Olivenernte, verhindert werden, sowie die gegen Journalisten.“ In den vergangenen Tagen waren Fotografen der internationalen Nachrichtenagenturen Reuters und AFP bei Einsätzen im Westjordanland von Siedlern verletzt worden.
„Wir fordern Israel nachdrücklich auf, sich uneingeschränkt an das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte zu halten und die Ausdehnung der Siedlungen einzustellen“, hieß es in einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten.
Louisa Thönig

Neuer iranischer Verteidigungsminister droht USA in erster Stellungnahme
Der Iran bekommt einen mit der Raketenproduktion erfahrenen Funktionär als neuen Verteidigungsminister. Im Parlament (Madschles) stimmten 237 der 290 Abgeordneten für den Rüstungsexperten Mehrdad Achlaghi Ketabtschi, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Präsident Massud Peseschkian hatte ihn Anfang Oktober offiziell nominiert.
Der 68-Jährige folgt auf den früheren Minister Asis Nasirsadeh, der am 28. Februar in Teheran bei dem von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran getötet wurde. Seitdem hatte ein General der Revolutionsgarden, Madschid Ebn-ol-Resa, das Amt in der Krisenzeit kommissarisch geführt.
US-Präsident Donald Trump müsse sich nun Gedanken darüber machen, wie er seine Streitkräfte "unversehrt" aus der Region abziehen könne, sagte der Minister in einer ersten Stellungnahme laut Nachrichtenagentur Tasnim. "Wenn er eine einzige Bombe abwirft, muss er sehen, wie viele seiner Soldaten er anschließend in horizontaler Lage aus der Region abtransportieren muss", drohte Achlaghi Ketabtschi am Rande der Parlamentssitzung.
Der neue Verteidigungsminister ist iranischen Angaben zufolge ein erfahrener Experte aus der Rüstungsindustrie. Er leitete unter anderem die staatliche Luftfahrtindustrieorganisation (AIO), die an der Entwicklung und Produktion von Raketensystemen beteiligt ist.
Louisa Thönig

Huthi-Angriffe in Riad: Homeoffice für alle Büroangestellten angeordnet
Angesichts anhaltender Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen hat die Verwaltung eines Wolkenkratzers in der saudiarabischen Hauptstadt Riad seine Mieter angewiesen, im Homeoffice zu arbeiten. „Bitte sehen Sie davon ab, im Augenblick die Büroräume zu nutzen“, schrieb das Kingdom Centre am Sonntag an seine Mieter in einer E-Mail, die von der Nachrichtenagentur AFP eingesehen werden konnte.
Ab sofort und bis auf Weiteres sei Telearbeit für alle in dem Gebäude arbeitenden Büroangestellten obligatorisch, hieß es in der Mail weiter. Das Einkaufzentrum am Fuße des Hochhauses blieb indes geöffnet, wie eine AFP-Journalistin beobachtete.
Das Kingdom Centre zählt mit seinen 99 Stockwerken zu den prägenden Gebäuden der Skyline von Riad. Es beherbergt unter anderem das Regionalbüro des Internationalen Währungsfonds.
Duygu Arin Kremser
Saudi-Arabien fängt zwei ballistische Raketen aus dem Jemen ab
Das Militär in Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben einen Angriff mit zwei ballistischen Raketen der Huthi-Miliz aus dem Jemen abgewehrt. Sie seien auf die Großstadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zugeflogen, hieß es. Im Bereich der Hauptstadt Riad wurden zudem zwei Drohnen abgefangen und zerstört und eine weitere im Osten des Landes, wie der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses zum Kampf gegen die Huthi, Turki al-Maliki, in der Nacht auf der Plattform X erklärte.
Die Huthi-Miliz teilte mit, sie habe in Nadschran im Süden Saudi-Arabiens einen saudischen Kampfhubschrauber abgeschossen. Dieser habe Ziele der Miliz im Grenzgebiet zum Jemen angegriffen.
Das saudische Militärbündnis teilte dagegen mit, dort sei ein Hubschrauber wegen eines technischen Defekts abgestürzt, wobei die zwei Crewmitglieder ums Leben gekommen seien. Die Angaben ließen sich zunächst allesamt nicht unabhängig überprüfen. Die Koalition veröffentlichte auch das Foto mehrerer Apache-Hubschrauber und teilte mit, diese würden «"ald auf das Schlachtfeld kommen".
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