VAE verdoppeln Investitionen in Deutschland: Scheich Mohammed bringt 40-Milliarden-Paket nach Berlin
Stand: 10.09.2026, 18:42 Uhr
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Beim Staatsbesuch von Scheich Mohammed haben die VAE Investitionen von 40 Milliarden Euro angekündigt. Auch will man die Beziehungen mit Berlin vertiefen.
Berlin – Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren. Das teilten die emiratische Seite und die Bundesregierung während des Staatsbesuchs von Präsident Mohammed bin Sajid in Deutschland mit. Damit wird die bisherige Investitionssumme des Golfstaates in die deutsche Wirtschaft von rund 34 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.

Scheich Mohammed hatte am Vormittag einen zweitägigen Staatsbesuch in Deutschland begonnen. Er wurde in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren begrüßt. Am Nachmittag traf er mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zusammen. Dabei sollten mehrere Abkommen unterzeichnet werden. Beide Seiten hatten vorab deutlich gemacht, dass sie den Staatsbesuch nutzen wollen, um ihre Beziehungen auf eine höhere Stufe zu heben.
Milliarden-Investition für Berlin: Deutschland als wichtiger wirtschaftlicher Partner für die VAE
Der Minister für Industrie und Hochtechnologie der VAE, Sultan Al Dschaber, sagte, Deutschland sei seit Jahrzehnten „ein wichtiger strategischer und wirtschaftlicher Partner“ für sein Land, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Die geplanten zusätzlichen Investitionen unterstrichen die Absicht der Emirate, diese Beziehung weiter auszubauen. „Aufbauend auf den bereits in Deutschland getätigten Investitionen der VAE in Höhe von 34 Milliarden Euro werden wir jene Industriezweige, Technologien und qualifizierten Arbeitsplätze fördern, die künftiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben.“
Für Deutschland bedeute dies langfristige Investitionen. Industrielle Kapazitäten, Innovationen und qualifizierte Beschäftigung würden gefördert, die Energiesicherheit sowie Lieferketten gestärkt und deutsche Unternehmen dabei unterstützt, international wettbewerbsfähig zu bleiben und zu wachsen, sagte der Industrieminister, der auch Chef des staatlichen emiratischen Ölkonzerns ADNOC ist.
Deutschland und die VAE: Handelsvolumen von rund 13 Milliarden Euro
Den Emiraten eröffneten die Zusagen Möglichkeiten für gemeinsame Investitionen mit führenden deutschen Industrie- und Technologieunternehmen. Sie vertieften die Kompetenzen der VAE in strategischen Sektoren und ermöglichten den Aufbau von Unternehmen, die Wachstumsmärkte in der Golfregion, in Asien und in Afrika bedienen könnten.
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind für Deutschland der wichtigste Handelspartner am Golf. Im vergangenen Jahr hatte der bilaterale Handel ein Volumen von gut 13 Milliarden Euro. Deutschland exportierte Waren im Wert von rund 11 Milliarden Euro, die Importe lagen bei rund 2 Milliarden Euro. Deutsche Investitionen fließen nach Angaben der Bundesregierung vor allem in technologie- und investitionsgüterorientierte Produkte wie Maschinen und chemische Erzeugnisse.
Der bilaterale Handel wird teilweise noch durch Importzölle sowie Import- und Exportrestriktionen gebremst. Die Bundesregierung unterstützt daher die laufenden Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und den Emiraten über ein Freihandelsabkommen.
Am Freitag setzt Scheich Mohammed seinen Deutschland-Besuch in München fort. Am Vormittag wird er in der bayerischen Hauptstadt von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) empfangen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Gegen Mittag nimmt er dann auf Einladung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) an einem Wirtschaftsforum teil. (Quellen: dpa/AFP)