Velofahrer Jona K. (13) in Wolfwil SO mit E-Auto kollidiert – Arm und Bein gebrochen
«Wegen des Schocks habe ich nicht so viel gespürt.»
Nach einem schweren Velounfall am 17. Juli in Wolfwil SO kämpft Jona K. (13) mit einem Arm- und Beinbruch. Der Schüler sitzt derzeit im Rollstuhl, hatte aber Glück: Trotz fehlendem Helm blieb sein Kopf beinahe unverletzt. Das Elektroauto hat er nicht gehört.
Publiziert: 17:37 Uhr
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Aktualisiert: 18:13 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Jona K. (13) aus Wolfwil nach schwerem Velounfall verletzt
- Elektroauto fuhr ihn an, weil er es durch Hecke weder sah noch hörte
- Mit Rega-Helikopter ins Spital: Armbruch, offener Beinbruch, kaum Kopfverletzungen
Ralph DonghiReporter News
Es ist kurz vor 12 Uhr am Freitag, als Jona K.* (13) mit seinem Vater vom Kantonsspital in Aarau heim nach Wolfwil SO kommt. Eine Woche war der Sekundarschüler nun dort zur Behandlung. «Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein. Es war ein wenig langweilig, aber es geht mir gut», erzählt Jona K. tapfer gegenüber Blick – mit Einverständnis seines Vaters.
Dabei hat der Teenager Schreckliches erlebt: Er wurde im Dorf auf seinem Velo von einem Auto angefahren. Er weiss: «Ich habe mega Glück gehabt, dass ich überhaupt noch lebe.»
Jona K. erinnert sich noch an alles
Passiert ist der Unfall am Freitag, 17. Juli, um circa 17.10 Uhr. Jona K. hat bei einer Firma im Dorf gerade eine Schnupperwoche hinter sich und Feierabend. «Ich kann mich noch an alles vom Unfall erinnern», sagt der 13-Jährige, der derzeit mit einem Armbruch und einem offenen Beinbruch im Rollstuhl sitzt.
Er sei aufs Velo gestiegen, auf einem kleinen Vorplatz zur Strasse gefahren und dann «nach links rausgefahren», so Jona K. Und: «Wegen einer Hecke beim Garten nebenan habe ich das Auto, das von links kam, nicht gesehen. Zudem war es ein Elektroauto, das ich nicht gehört habe.»
Es kommt zum fatalen Zusammenstoss, dessen genauer Unfallhergang und Unfallursache die Kantonspolizei Solothurn untersucht. Sicher ist: Jona K. bleibt am Boden liegen. Sofort sind Ersthelfer und bald auch ein Rettungsdienst vor Ort. Auch sein Vater. Dieser sagt nur: «Es war ein schlimmer Anblick.» Sein Sohn sagt weiter, er sei nie ohnmächtig gewesen und es sei «gegangen» mit den Schmerzen. «Wegen des Schocks und des Adrenalins habe ich nicht so viel gespürt.»
«Zum Glück keine Hirnblutung und keinen Schädelbruch»
Jona K. wird laut Kapo Solothurn «mit mittelschweren Verletzungen» mit einem Rega-Helikopter ins Spital geflogen. «Sie hatten Sorgen, dass ich eine schwere Verletzung am Kopf habe», sagt er. Im Spital sei er sofort untersucht und geröntgt worden. Aber: «Ich hatte Glück, dass ich keine Hirnblutung und auch keinen Schädelbruch hatte. Ich trug nämlich keinen Velohelm.»
Jona K. muss im Spital schon bald operiert werden. «Ich bin dann um 0.30 Uhr wieder aufgewacht», sagt er. Sein linker Arm habe eine Stange implantiert bekommen und sei eingegipst worden. Sein rechtes Bein habe nun auch zwei Stangen drin. «Es ist jedoch nicht eingegipst», sagt der Schüler. Zudem habe er ein paar Narben am Kopf, sonst nichts.
Ein paar Monate kein Fussballspielen mehr
«Ich muss jetzt ein paar Wochen im Rollstuhl bleiben und in die Therapie», sagt Jona K. Er sei jedoch gut auf all das vorbereitet. Am meisten ärgert ihn, dass er als Fussballgoalie ein paar Monate ausfällt. Und: dass sein Velo kaputt ist.
Vom Autofahrer habe er noch nichts gehört, sagt Jona K. «Das muss auch nicht sein. Wir können ja beide nicht viel dafür.» Einzig das mit dem Helm liegt dem 13-Jährigen noch auf dem Herzen. Er rät anderen Menschen, auch wenn er nicht schwer am Kopf verletzt wurde: «Zieht einen Helm an – er kann viel bringen.»
* Name bekannt