Publiziert2. Oktober 2026, 18:07
Baden AGVerenahof wird Luxus-Wohnort für Senioren – mit Thermenzugang
Ein Baugesuch für die Umgestaltung des Verenahofgebiets in Baden wurde eingereicht. Aus den seit Jahren leer stehenden Hotels sollen 49 Wohnungen fürs Älterwerden entstehen.

Darum gehts
- In Baden werden drei seit Jahren leer stehende Badehotels auf dem Verenahofgeviert zu 49 Wohnungen umgebaut.
- Das Baugesuch stammt von der bonacasa AG; die Wohnungen sollen einen unterirdischen Zugang zur Wellness-Therme Fortyseven erhalten.
- Die Anlage ist als «Lebensort für ein gesundes, aktives und selbstbestimmtes Älterwerden» konzipiert.
Jahrelang standen die drei Gebäude auf dem Verenahofgeviert in Baden leer. Nun sollen 49 Luxus-Wohnungen geschaffen werden. Ein entsprechendes Baugesuch wurde vor Kurzem eingereicht, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.
Die drei früheren Badehotels Verenahof, Bären und Ochsen gehören derzeit der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach+Baden. Das Baugesuch stammt von der bonacasa AG, die sich auf Wohn- und Gesundheitskonzepte spezialisiert hat.
49 Wohnungen und Zugang zu Wellness-Therme
Ziel ist es laut dem Gesuch, den besonderen Charakter der Gebäude zu bewahren und die Gesundheitstradition weiterzuführen. In der Mitteilung der Stiftung wird erklärt, dass die Hotels nun zu einem «Lebensort für ein gesundes, aktives und selbstbestimmtes Älterwerden» umgewandelt werden sollen.
49 Wohnungen mit eineinhalb bis fünfeinhalb Zimmern sollen entstehen. Dabei soll jede Wohnung anders sein als die andere, «mit eigenem Grundriss und dem besonderen Charme der alten Gebäude». Neben den Wohnungen sind Räume für Fitness und Physiotherapie vorgesehen. Auch einen unterirdischen Zugang zur Wellness-Therme Fortyseven soll es geben. Weiterhin ist eine «Living Kitchen» geplant. Dabei handelt es sich um eine «grosszügige, einladende Erlebnisküche für Kochevents».
Wohnungsnot in der Schweiz
«Seit einiger Zeit mehren sich die Anzeichen, dass die Schweiz auf eine Wohnungsknappheit zusteuert», hiess es in einer Mitteilung des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) Anfang 2025. Erst im September berichtete SRF, dass schweizweit gerade mal 45’493 nutzbare Wohnungen leer stehen – also 0,93 Prozent des gesamten Wohnungsbestands.
Das BWO arbeitete einen Aktionsplan aus, um dem entgegenzuwirken. Zudem suchen Kantone auch einzeln nach Lösungen. So startete der Kanton Zug eine Versuchsphase mit «Weissen Zonen», in denen Vorschriften für den Bau neuer Gebäude gelockert werden sollen. In Zürich sollen Mini-Hochäuser die Wohnungsnot entschärfen.

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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