Stand: 12.09.2026, 12:30 Uhr
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Eine alte Weisheit gibt Aufschluss über das Wetter im nahenden Winter. Dafür wird der Nebel im September beobachtet. Was ist dran an der Bauernregel?
Hamm – Wer dieser Tage morgens in NRW aus dem Fenster schaut, sieht oft nur Grau. Nebelschwaden hängen über Tälern und Wiesen – der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Samstagmorgen, 12. September, in Teilen des Bundeslandes vor Sichtweiten unter 150 Metern. Doch was viele nicht wissen: Eine uralte Bauernregel behauptet, dass dieser Septembernebel bereits verrät, wie der kommende Winter wird. „Viel Nebel im September über Tal und Höh‘, bringt im Winter tiefen Schnee“ – so lautet die Weisheit, die seit Generationen weitergegeben wird.

Die Bauernregel stammt aus einer Zeit ohne Wettersatelliten und Computermodelle. Bauern beobachteten die Natur über Jahrzehnte und hielten fest, was sich wiederholte. Nebel im September zeigte ihnen an, dass die Nächte merklich kühler wurden – ein greifbares Zeichen, dass der Winter näher rückt.
Alte Bauernregel sagt jetzt schon voraus, wie der Winter wird
Die Regel passt zur Wetterlage in NRW: Der DWD meldet für die kommenden Tage „stellenweise dichten Nebel mit Sichten unter 150 Metern“. Am Samstag sagt der Wetterdienst Nebel vorher. Auch „in der Nacht zum Montag erneut gebietsweise Nebelbildung teils mit Sichten unter 150 m“, heißt es in einer aktuellen Prognose.
Doch was sagt die Wissenschaft? Der DWD erkennt an, dass Bauernregeln durch langjährige Wetterbeobachtungen einen wahren Kern haben können. Sehr zuverlässig seien sie aber nicht. Meteorologen können konkrete Wetterlagen meist nur etwa zehn Tage im Voraus verlässlich einschätzen – für den Winter sind Monate vorher lediglich statistische Trends möglich.
Die Bauernregel ist also wissenschaftlich nicht haltbar – ein einzelner Nebeltag im September kann nicht vorhersagen, wie sich das Wetter im Dezember, Januar oder Februar entwickelt. Ob an Weihnachten tatsächlich Schnee liegt, entscheidet sich durch Wetterlagen, die sich erst im weiteren Verlauf des Herbstes und Winters entwickeln. Dennoch: Die Verbindung zum Schnee kann dadurch entstanden sein, dass neblige und kalte Phasen in bestimmten Jahren wahrlich von einem frühen Wintereinbruch gefolgt wurden.
Ein Lostag im September soll laut Bauernregel ebenfalls bestimmen, ob der Winter streng und frostig wird. Was steckt dahinter? Und wie sieht die Prognose für NRW aus?