Stand: 09.09.2026, 20:00 Uhr
Kommentare

Zum Semesterstart erreichen die Mieten für WG-Zimmer in Frankfurt laut Empirica ein Rekordhoch. Das Studierendenwerk appelliert an Privatpersonen, Wohnraum günstig an Studierende zu vermieten.
Frankfurt – Wer in Frankfurt zum Semesterstart ein WG-Zimmer sucht, stößt auf Angebote auf Rekordhöhe. 620 Euro Warmmiete werden nach Zahlen des Instituts Empirica inzwischen im Schnitt in Frankfurt für ein unmöbliertes zehn bis 30 Quadratmeter großes Zimmer in einer Wohngemeinschaft verlangt. Das sind 40 Euro mehr als vor einem Jahr und sogar 120 Euro mehr als vor fünf Jahren. Nur in München, Hamburg und Köln sind die Mieten in diesem Segment noch höher.
Auch in den anderen Hochschulstädten im Rhein-Main-Gebiet sind die Mieten für WG-Zimmer sehr hoch. Für Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und Offenbach nennt Empirica Mittelwerte von jeweils etwa 550 Euro. Deutlich günstiger ist das Niveau in Gießen mit 441, Marburg mit 453 und Kassel mit 403 Euro.. Auch diese Mieten sind für die allermeisten Studierenden aber alles andere als bezahlbar. Zum Vergleich: Die Wohnkostenpauschale im Bafög beträgt 380 Euro im Monat.
Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Frankfurt
Das Studierendenwerk Frankfurt betreibt 34 Wohnheime mit 3.726 Plätzen. Allein in Frankfurt gab es zum vergangenen Wintersemester aber 56.771 Studenten. Und Apartments in privaten Wohnheimen sind für die meisten unbezahlbar. Angesichts dieses Mangels an bezahlbarem Wohnraum ruft das Studierendenwerk gemeinsam mit Hochschulen Privatpersonen auf, gezielt an Studenten zu vermieten. „Mit einem freien Zimmer schenken Sie nicht nur ein Zuhause auf Zeit, sondern Perspektiven fürs Leben“, sagt Ulrich Schielein, Vizepräsident der Goethe-Universität und Verwaltungsratsvorsitzender des Studierendenwerks.
Wohnraum für Studierende kann unter www.wohnraum-gesucht.de kostenlos inseriert und gefunden werden.