Vulkanausbruch in Indonesien – riesige Aschewolke legt Flugverkehr lahm

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Der Vulkan Anak Krakatau in Indonesien hat den Flugverkehr im Westen des Landes lahmgelegt. Sechs Flughäfen mussten den Betrieb einstellen, darunter der wichtigste des Landes nahe der Hauptstadt Jakarta. Allein dort waren 209 Flüge und mehr als 22.000 Passagiere betroffen.

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Der in der Meerenge zwischen den Inseln Java und Sumatra gelegene Vulkan Anak Krakatau war am Samstag ausgebrochen. Er spuckte Lava und verursachte dröhnenden Lärm, der bis zu 700 Kilometer weit zu hören war, wie die Geologie-Behörde mitteilte. Am Sonntag wurden zwei weitere Ausbrüche registriert. 

Gestrandete Passagiere versammeln sich am 6. September 2026 am Flughafen Soekarno-Hatta in Tangerang, während sie auf ihren Weiterflug warten.

Gestrandete Passagiere versammeln sich am 6. September 2026 am Flughafen Soekarno-Hatta in Tangerang, während sie auf ihren Weiterflug warten.© AFP | SYARIEF AKBAR

Der Flughafen Soekarno-Hatta – der wichtigste des Landes – wurde zunächst bis Sonntagmorgen (Ortszeit) geschlossen, später wurde seine Schließung bis zum Nachmittag verlängert. Zuvor war dort Vulkanasche in der Luft nachgewiesen worden. 

„Der jüngste Test zeigte positive Ergebnisse, die auf eine Ausbreitung von Vulkanasche im Bereich des internationalen Flughafens Soekarno-Hatta hindeuten“, erklärte das Verkehrsministerium. Der Flughafen liegt mehr als 150 Kilometer vom Anak Krakatau entfernt.

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Nach Angaben des Verkehrsministeriums waren 209 Flüge – insbesondere von und nach Singapur, aber auch Doha, Sydney und Kuala Lumpur – sowie mehr als 22.000 Passagiere von der Schließung des Flughafens nahe Jakarta auf der Insel Java betroffen. Auch an drei weiteren Airports der Hauptstadt wurde der Betrieb eingestellt. 

Die Behörden forderten Schiffe auf, bei der Durchfahrt durch die Meerenge zwischen Java und Sumatra ihre Wachsamkeit zu erhöhen. Um den Anak Krakatau galt eine Sicherheitszone von drei Kilometern Durchmesser, die Schiffe nicht durchkreuzen durften. 

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Vulkanausbruch: Geologie-Behörde sieht keine Tsunami-Gefahr

Die Chefin der Geologie-Behörde, Lana Saria, erklärte jedoch, die jüngste Serie von Eruptionen des Vulkans habe nicht das Potenzial, einen Tsunami auszulösen. 2018 hatte ein Ausbruch des Anak Krakatau einen Tsunami ausgelöst. Weil der Krater teilweise einstürzte, entstand damals eine so heftige Flutwelle, dass mehr als 400 Menschen ums Leben kamen. 

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, wo mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Dadurch gibt es immer wieder Vulkanausbrüche und Erdbeben.

Anak Krakatau bedeutet „Kind des Krakatau“. Der Vulkan tauchte erstmals 1927 über dem Meeresspiegel auf – und zwar in der Caldera, die sich durch den gewaltigen Ausbruch seines berüchtigten Vorgängers Krakatau im Jahr 1883 gebildet hatte. Durch diesen Ausbruch – einen der verheerendsten der Menschheitsgeschichte – waren 35.000 Menschen getötet worden.

pau/afp