Schwesig teilt nach Wahl aus: "AfD wird keine Regierung bilden können"

Schwesig teilt aus

"Ich war die Frau gegen Blau"


Aktualisiert am 20.09.2026 - 19:49 UhrLesedauer: 3 Min.

Nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern glaubt Manuela Schwesig nicht an eine Regierungsbildung durch die AfD. AfD-Chefin Weidel bringt ein anderes Szenario ins Spiel.

Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) deutlich über die wahrscheinliche Wahlsiegerin, die AfD, geäußert. In der ARD sagte Schwesig: "Die AfD hatte vor, hier die absolute Mehrheit zu holen. Da war ich die Frau gegen Blau, und das ist gelungen."

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Schwesig weiter: "Die AfD wird keine Regierung stellen können. Die Mehrheit hat sich heute klar für demokratische Parteien entschieden." Die SPD habe sehr viel Vertrauen von den Wählern erhalten, "in einer Zeit, die schwierig ist".

SPD-Chef Lars Klingbeil äußerte seinen "Riesen-Respekt vor Manuela Schwesig und dem, was die SPD in MV geleistet hat". In der ARD wich er der Frage nach der Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz aus und verwies stattdessen auf die Aufgaben, die die Bundesregierung anzupacken habe. Merz hatte zuvor in einer Art Grundsatzrede seinen Rücktritt ausgeschlossen und die Deutschen auf den Reformkurs eingeschworen.

Weidel bringt Minderheitsregierung ins Spiel

Anders als Schwesig forderte AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm Gespräche der anderen Parteien mit der AfD. "Wir erwarten Gesprächsbereitschaft, um eine Regierung zu installieren, die Veränderungen bringt", sagte Holm in der ARD. "Es wird Zeit, dass die Alternative für Deutschland die Regierung stellt."

AfD-Chefin Alice Weidel betonte, die AfD verfüge in Mecklenburg-Vorpommern über "sehr starkes Wählermandat, einen Regierungsauftrag, den wir sehr ernst nehmen." Dies sei "meinetwegen auch in einer Minderheitsregierung" mit dem BSW möglich. Das schließt allerdings das BSW in Mecklenburg-Vorpommern aus, bietet lediglich eine "Zusammenarbeit" an. Weidel forderte außerdem den Rücktritt von Bundeskanzler Friedrich Merz.