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Wichtiges Event für die Stadt Musiksommer in Homburg ist beendet – diese Bilanz ziehen die Veranstalter
Homburg · Die Open-Air-Konzertsaison in Homburg ist beendet, der Musiksommer hat sich für dieses Jahr verabschiedet. Warum die Konzertreihe für die Stadt so wichtig ist.
23.09.2026 , 13:36 Uhr
Die Hot Stuff Jazzband aus München (hier ein Archivfoto) kam in diesem Jahr beim Homburger Jazzfrühschoppen beim Publikum sehr gut an.
Foto: Thorsten Wolf
Der Sommer ist jetzt auch kalendarisch zu Ende. Wenngleich der Oktober noch einige schöne Tage bringen kann – die heißeste Phase des Jahres ist vorüber. Und mit dem Zusatzkonzert am 18. September mit Andreas Nagel hat auch der „Homburger Musiksommer“ für dieses Jahr seine Pforten geschlossen. 28 Konzerte waren es in diesem Jahr, Musiker und Bands traten seit Anfang Juni jeweils freitagabends und samstags auf dem historischen Marktplatz inmitten der Altstadt auf. Nur einmal musste man passen: Am Freitag, 17. Juli, musste der Auftritt von Riddim Posse wegen einer Unwetterwarnung kurzfristig abgesagt werden.
28 Mal war der Marktplatz bei den Konzerten gut gefüllt
Auch in diesem Jahr bedeuteten die 28 Konzerte 28 Mal einen gut gefüllten Marktplatz, denn der Musiksommer in der Kreisstadt ist eine Erfolgsgeschichte. Dabei hat in diesem Sommer auch das Wetter mitgespielt. Dementsprechend ziehen die Organisatoren, die Interessengemeinschaft Homburger Altstadt und die Stadt, auch 2026 ein mehr als positives Fazit. Wir sprachen mit Raimund Konrad von der IG Altstadt, der gleichzeitig Kulturbeigeordneter der Stadt ist, und wie immer für das Jazzfrühschoppen-Programm an den Samstagvormittagen verantwortlich zeichnet. Norbert Zimmer von der städtischen Kulturgesellschaft, der für das „Querbeat“- Konzerte an den Freitagabenden zuständig ist, hatte sich nach dem letzten Konzert in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet. Gemeinsam mit Konrad heißt es dann anschließend, mit der Vorplanung des Musiksommers 2027 zu beginnen.
Der Musiksommer ist inzwischen die größte Konzertreihe der Stadt
Raimund Konrad im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wenn wir den reinen Zuschauerzuspruch nehmen, ist der Musiksommer mittlerweile die größte Kulturreihe in Homburg, vielleicht sogar der Region.“ Allein freitagabends zu den „Querbeat“-Veranstaltungen, bei denen Rock- und Popmusik im Vordergrund stehen, kommen „locker jeweils tausend Zuhörer auf den Marktplatz – manchmal auch mehr“. „Die Leute wollen einfach den Abschluss der Arbeitswoche und den Feierabend genießen und gute Musik hören.
Das Jazzprogramm samstags bedient unterschiedliche Musikrichtungen
Etwas anders sieht das Publikum samstags beim Jazzfrühschoppen aus. Da kommen viele gezielt wegen der Musik beziehungsweise der jeweiligen Band. Manche nehmen dafür sogar eine längere Anreise auf sich. Konrad verweist auf das Jazzkonzert mit der Basha-Bijlsma-Band, als Fans der Formation aus den Niederlanden angereist waren. Der Jazzfrühschoppen ist aber auch immer ein Haltepunkt für Leute, die in Homburg samstags ihre Einkäufe erledigen. Den Kulturschaffenden Konrad freut es besonders, dass samstags inzwischen die gesamte Bandbreite des Jazz’ geboten wird. „Das Programm ist sehr hochwertig und kommt beim Publikum gut an. „Dieser enorme Zuspruch ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich weiterzumachen und für 2027 ein gleichwertiges Programm auf die Beine zu stellen.“ Was waren die Höhepunkte in der nun abgelaufenen Saison? Das sei natürlich immer auch abhängig vom persönlichen Geschmack. Aber die Gramophoniacs zum Abschluss der Jazzkonzerte seien sehr gut angekommen. Außerdem sieht er da Kevin Alamba mit seiner Band, der zahlreiche Fans mitbrachte, und die Hot-Stuff-Jazzband aus München – auch sie hätten die Leute begeistert. Freitags seien Hey Kölle und RockXn‘ nur zwei von vielen Höhepunkten gewesen.
Veranstalter sind auf Sponsoren angewiesen
Der Musiksommer hat noch eine zweite wichtige Seite, die finanzielle. Das Ganze kostet natürlich richtig Geld, was für die Organisatoren Jahr für Jahr ein Spagat ist, zumal sämtliche Konzerte bei freiem Eintritt über die Bühne gehen. Aber woher kommt das Geld, das ja reichlich vorhanden sein muss, um 28 Formationen bezahlen zu können? Dazu Konrad: „Die Stadt ist ein großer Unterstützer, aber auch die Sponsoren greifen uns regelmäßig unter die Arme.“ Wenn man berücksichtigt, dass der städtische Anteil von 70.000 Euro vom Stadtrat bewilligt wird, der ganze Spaß aber etwa 130.000 Euro kostet, kann man sich ein Bild davon machen, dass ohne die Zuwendungen von privaten Unterstützern auf dem Marktplatz bei weitem nicht alles möglich wäre. Dennoch denke man derzeit nicht daran, vielleicht einen kleinen Eintritt zu erheben. Aber vor dem Hintergrund, dass beim städtischen Haushalt Schmalhans Küchenchef ist, können die Organisatoren derzeit nicht absehen, ob das immer so bleiben kann. Der Musiksommer sei jedoch für die Stadt von enormer Wichtigkeit in Sachen Marketing. Die Gastronomie profitiere davon, aber auch die Geschäftswelt. Zunächst soll alles wie gehabt weiterlaufen.
Nach dem Musiksommer ist vor dem Musiksommer: Demnächst beginnen die Planungen für das kommende Jahr. Erste Anfragen von Künstlern liegen laut Konrad bereits vor. Jetzt gilt es, die richtige Auswahl zu treffen für die voraussichtlich erneuten 28 Konzerte an den Freitagabenden und Samstagvormittagen, damit sich ab Juni 2027 der historische Marktplatz regelmäßig wieder mit Musikfans füllt. Im Übrigen soll es auch wieder rund um den 1. Mai eine Tanzveranstaltung geben, zu der in diesem Jahr erstmals eingeladen worden war. Das Interesse sei groß gewesen, eine Wiederholung mit leicht verändertem Ablauf sei also sehr wahrscheinlich, so Raimund Konrad.
(ust)