Windpark im Landkreis Zwickau soll weiter wachsen

Der neu errichtete Windpark in Reinsdorf/Mülsen im Landkreis Zwickau wurde offiziell mit einem Bürgerfest eingeweiht. Seit dem Frühjahr sind die Anlagen schon im Betrieb, teilte der Betreiber SachsenEnergie AG mit. Mit einer installierten Gesamtleistung von 24,8 Megawatt erzeugt das Projekt grünen Strom für rund 20.000 Haushalte in der Region

Das Fest sollte den Anwohnern die Gelegenheit bieten, eine der Windenergieanlagen aus der Nähe zu erkunden, sich bei Fachleuten über die Planungs- und Betriebsabläufe zu informieren und virtuelle Drohnenflüge per VR-Brille zu nutzen.

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Der Windpark gilt für den regionalen Energieversorger als Musterprojekt, der in Sachsen oft emotional geführten Debatte um den Windkraftausbau zu begegnen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte bei einem Vorab-Besuch im Juli 2026 die Bedeutung solcher Projekte für eine stabile Energieversorgung. Dennoch verlief die Umsetzung nicht ohne kritische Stimmen aus der Region. In der Vergangenheit regte sich im Landkreis Zwickau Widerstand, da lokale Akteure und Gemeinderäte den landschaftsprägenden Höhenrücken eigentlich von jeglicher Bebauung freihalten wollten.

Durch gesetzliche Änderungen auf Bundes- und Landesebene zur Beschleunigung der Energiewende wurden die Genehmigungsverfahren im Außenbereich jedoch erleichtert.

Betreiber SachsenEnergie AG setzte bei dem Projekt massiv auf finanzielle Bürgerbeteiligung. Insgesamt 117 Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft und dem Landkreis  haben sich in Form einer Vermögensanlage direkt an dem Windpark beteiligt und profitieren nun von festen Zinsen.

Neben den Privatpersonen werden auch die umliegenden Gemeinden Reinsdorf, Mülsen und Wildenfels sowie die Stadt Zwickau direkt vom wirtschaftlichen Erfolg profitieren. Auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erhalten sie eine jährliche Kommunalabgabe je erzeugter Kilowattstunde, was je nach tatsächlicher Stromerzeugung zu einer jährlichen Gesamtausschüttung von voraussichtlich rund 132.000 Euro an die Kommunen führen wird.

Am Standort ist eine Erweiterung geplant. Hier sollen zwei weitere Windkraftanlagen entstehen, auch die Integration eines Batteriespeichers ist angedacht.

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