Winter 2026/27: Modelle zeigen tiefrot für Deutschland – doch im Januar lauert ein gefährlicher Haken

Stand: 11.10.2026, 08:02 Uhr

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Mild, milder, Mildwinter? Die neuen Langfristkarten für Dezember bis Februar sehen auf den ersten Blick eindeutig aus. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt ein Detail, das den Winter kippen lassen könnte. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Wer auf einen richtigen Winter mit Schnee und Dauerfrost hofft, bekommt von den Langfristmodellen gerade wenig Futter. Die Karten für Dezember, Januar und Februar sind über Deutschland fast durchgehend rot eingefärbt. Übersetzt heißt das: Der Winter dürfte im Schnitt deutlich zu mild ausfallen, teils ein bis zwei Grad über dem Mittel. Das wäre kein Ausreißer, sondern passt in die Reihe der vergangenen Jahre.

Die Temperaturanomalie im Dezember 2026.

Der Dezember 2026 soll laut ECMWF deutlich „zu warm“ ausfallen. © METEORED/www.daswetter.com

Richtig kalte Winter sind in Deutschland selten geworden, und viele Menschen haben einen echten Eiswinter mit wochenlanger Schneedecke im Flachland schon seit Jahren nicht mehr erlebt.

Wetter-Prognose für den anstehenden Winter: Der Haken

Doch genau hier wird es spannend. Ein Mildwinter heißt nicht, dass es nie kalt wird. Gerade im Januar reichen schon wenige Tage mit einem kräftigen Hoch über Skandinavien oder Osteuropa, damit eisige Luft zu uns strömt. Dann kann es in klaren Nächten schnell zweistellig minus werden, Seen frieren zu und die Straßen werden spiegelglatt. In der Monatsbilanz geht so eine Kältewelle oft fast unter, wenn die Wochen davor und danach sehr mild waren.

Für Autofahrer, Pendler und Hausbesitzer zählt aber nicht der Durchschnitt, sondern der eine eisige Morgen, an dem nichts mehr geht.

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Was Sie jetzt daraus machen sollten

Also lieber entspannt zurücklehnen? Besser nicht. Die Langfristmodelle liefern einen Trend, keine Garantie, und gerade der Winter ist für Überraschungen bekannt. Es gab genug Jahre, in denen alle Karten auf mild standen und dann doch plötzlich Schneechaos herrschte. Winterreifen, Eiskratzer und frostsichere Wasserleitungen gehören deshalb trotzdem auf die Liste. Und Schneefans dürfen weiter hoffen. Für eine längere Winterpracht im Flachland bräuchte es nach jetzigem Stand allerdings schon eine dicke Überraschung.