1 Amthor und der Strandkorb
An der zweiten Staffel der ZDF-Doku-Serie „Inside CDU“ ist auch in den sozialen Netzwerken kein Vorbeikommen möglich. Das liegt vor allem an einem Mann und einer Szene.
Zu Beginn der vierten Folge sieht man Philipp Amthor (CDU) durchs Kanzleramt gehen. Seit der Regierungsumbildung Ende Juli ist der 33-Jährige Staatsminister für Bund-Länder-Beziehungen in der Regierungszentrale. Später in der Folge ist zu sehen, wie Amthor sich im Sommer den Strandkorb aus seiner Heimat ins Kanzleramt liefern ließ.
Mittlerweile steht fest: Amthor verzichtet auf den Strandkorb. Der CDU-Politiker habe entschieden, „dass der Strandkorb abtransportiert wird“, erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. Er werde zurück in Amthors Heimat „nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht“.
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2 Linnemanns Zuversicht (zu Beginn des Jahres)
„Wahrscheinlich die neue Welt“: Im März dieses Jahres ahnte der damalige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wohl schon, dass das Jahr 2026 eine enorme Polarisierung mit sich bringen wird. Allerdings dürfte Linnemann davon ausgegangen sein, dass seine Partei von dieser Entwicklung profitieren könnte.
In Baden-Württemberg war das noch der Fall. Dort hieß es bei der Landtagswahl am 8. März: Manuel Hagel (CDU) oder Cem Özdemir (Grüne). Am Ende landete der Christdemokrat nur auf Platz zwei, Özdemirs Aufholjagd hatte Erfolg. Ein acht Jahre altes Video („Sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen“) dürfte am Ende den Ausschlag gegeben haben.
Ein halbes Jahr später konnte die CDU von der politischen Polarisierung nicht (mehr) profitieren: Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern sorgten erst die AfD und später AfD und SPD dafür, dass die Christdemokraten teils dramatische Wahlniederlagen einstecken mussten.
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3 Amthor und die Sachsen-Anhalt-Wahl
Amthor kommt in der ZDF-Dokumentation selten schlecht gelaunt daher, in der Regel verbreitet der Christdemokrat mit einem breiten Grinsen im Gesicht gute Laune. Nach der für die CDU desaströsen Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wirkt Amthor niedergeschlagen. Kein Wunder: Seine Partei hatte es erstmals bei einer Landtagswahl nicht über die Fünfprozenthürde geschafft.
Das ZDF lässt danach gleich drei Journalistinnen und Journalisten zu Wort kommen, die Kanzler Friedrich Merz (CDU) in einer politischen Sackgasse sehen.
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4 Linnemann, Hoppermann und die neuen Jobs
Seine erste Chance, in die Bundesregierung zu wechseln, ließ Linnemann im vergangenen Jahr ungenutzt. Das zweite Angebot des Bundeskanzlers nahm er im Juli an. Der Generalsekretär löste Nina Warken an der Spitze des Gesundheitsministeriums ab, die ins Kanzleramt wechselte.
Im Gespräch mit dem ZDF verriet er, wie das Telefonat mit Merz ablief: „Er ließ mir keine Wahl“, sagte Linnemann. Seine Nachfolgerin wird Franziska Hoppermann, die ebenfalls erläutert, wie ihr Telefonat mit dem Kanzler ablief.
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5 Schulze und das TV-Studio
Der September dürfte als Horrormonat in die CDU-Geschichtsbücher eingehen. Zwei Wochen vor den (teils historischen) Rückschlägen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin mussten die Christdemokraten mit ihrem Ministerpräsidenten eine schwere Niederlage in Sachsen-Anhalt hinnehmen.
Die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund schrammte mit 43,8 Prozent der abgegebenen Stimmen knapp an einer Regierungsmehrheit vorbei. Die CDU mit Schulze kam mit herben Verlusten (minus 19,9 Prozentpunkte) auf Platz zwei (17,2 Prozent).
Die vierte Folge der ZDF-Doku zeigt einen niedergeschlagenen Schulze im Hotelzimmer, der sich später auf den Weg ins TV-Studio des Mainzer Senders macht. Dort will er auf keinen Fall Siegmund begegnen und verlässt das Studio zunächst wieder. Erst als Siegmund sich auf den Weg nach draußen macht, kommt Schulze zurück.
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