Stand: 24.10.2026, 18:00 Uhr
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Sehr gut besucht war die erste Zukunftswerkstatt in der Adorfer Dansenberghalle, zu der der Diemelseer Bürgermeister Volker Becker die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde eingeladen hatte. Geleitet wurde die Veranstaltung von Fachleuten des Planungsbüros Bioline aus Dalwigksthal.
Diemelsee-Adorf – Bioline ist unter anderem auf kommunale Entwicklungskonzepte (KEK) im ländlichen Raum spezialisiert und begleitet die Gemeinde Diemelsee im Dorferneuerungsprozess. Dieser ist durch die hessische Dorfentwicklungsrichtlinie zwingend vorgeschrieben. Nur dann besteht Aussicht, nach der Bewerbung für die geplanten Vorhaben Gelder aus den Fördermitteln des Landes Hessen zu erhalten.
„Viel Konkurrenz gibt es beim Wettlauf darum“, machte Bürgermeister Becker in seiner Begrüßung deutlich. Es gelte sich bewusst zu werden, „wo wir zukünftig gemeinsam stehen wollen“. Er rief dazu auf, auch „abseits der üblichen Wege nach Möglichkeiten zu suchen“ und Kompromisse bei konkurrierenden Anliegen zu finden.

Zum thematischen Einstieg gab Bioline-Projektleiterin und Moderatorin des Abends, Dr. Stefanie Koch, einen Überblick über die Vorhaben, die bislang im Rahmen der Dorferneuerung in der Gemeinde Diemelsee verwirklicht wurden. Zur aktuellen Ausgangslage stellte Koch fest, dass auch Entwicklungen wie der stetige Bevölkerungsrückgang in der Gemeinde für die Planung berücksichtigt werden müssten: Weniger Menschen benötigten auch weniger „Daseinsvorsorge“ – zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten oder medizinische Versorgung. Gleichzeitig müsse weiter eine „gute Wohn- und Lebensqualität“ für alle Einwohner der Gemeinde sichergestellt werden.
Um sich einen Überblick über die aktuellen Wünsche und Bedürfnisse der Diemelseer zu verschaffen, lud Koch zur großen Meinungsumfrage ein: Auf großen Plakaten hatten die Bioline-Mitarbeiter Aspekte zu vier großen Zukunftsthemen wie „Versorgung und Infrastruktur“ oder „Städtebauliche Entwicklung und Leerstand“ aufgelistet. Dort konnten die Menschen ihre Schwerpunkte kennzeichnen und weitere Vorschläge hinterlassen. Dabei kristallisierte sich besonders der Wunsch nach Unternehmensansiedlungen heraus, ebenso wie nach dem Erhalt der Nahversorgung, besserer Internetversorgung und jeweils altersangepassten Angeboten.
Bürgermeister Becker zeigte sich zum Ende der Veranstaltung sehr zufrieden mit den Arbeitsergebnissen des Abends: „Die Menschen haben heute sehr engagiert mitgemacht. Wir haben viele Anregungen zusammengetragen. Viele Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger gehen sogar über die eigenen Dörfer hinaus und sind gemeindeübergreifend“, lobte er. Nun freue er sich auf die zweite Veranstaltung in diesem Rahmen, zu der Dienstag, 10. November, in der Dommelhalle in Ottlar ab 19 Uhr stattfinden eingeladen wird.
Von Astrid Rau